• Nachricht zu einer abgeschlossenen Petition

    at 22 Jan 2020 16:13

    Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    die Ratsversammlung hat soeben mit knapper Mehrheit (31/28) auf Antrag von Kuno Kumbernuß beschlossen, dass die Arndtstraße in Hannah-Arendt-Straße umbenannt wird.

    Viele Grüße,
    Alex

  • Die Petition wurde eingereicht

    at 04 Dec 2019 18:40

    Die Verwaltung empfiehlt die Beibehaltung des Namens, da man sonst auch andere Nationalisten aus dem Straßenverzeichnis entfernen müsste. Da es sowieso schon Überlegungen zur Rückbenennung der Jahnallee in Frankfurter Allee gibt, soll das kein Hindernis sein.

    Hier gehts zum Verwaltungsstandpunkt:
    ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1014625

  • Die Petition wurde eingereicht

    at 22 Oct 2019 17:46

    Hallo,
    vielen Dank für eure Unterstützung,

    Heute erhielt ich eine E-Mail mit folgendem Inhalt:

    "Der Petitionsausschuss hat Ihr Schreiben in seiner Sitzung am 11.10.2019 als Petition bestätigt.

    Entsprechend der gültigen Geschäftsordnung wurde eine Überprüfung der Problematik im zuständigen Dezernat gefordert. Nach Vorliegen dieser Stellungnahme wird diese zunächst der Dienstberatung des Oberbürgermeisters zur Bestätigung als Verwaltungsmeinung und anschließend dem Petitionsausschuss zugeleitet. Mit einer Beschlussempfehlung übergibt der Petitionsausschuss danach die Petition dem Stadtrat zur abschließenden Entscheidung.

    Nach erfolgter Beschlussfassung im Stadtrat erhalten Sie einen Abschlussbericht."

    Viele Grüße,
    Alex

  • Änderungen an der Petition

    at 07 Aug 2019 11:53




    Neue Begründung: Am 31.12.1869 beschloss die Ratsversammlung, die Alleestraße in Arndtstraße umzubenennen. Hiermit wollte man den Schriftsteller und Pädagogen Ernst Moritz Arndt anlässlich seines 100. Geburtstages ehren. Die Umbenennung erfolgte am 3. Januar 1870.
    Ernst Moritz Arndt war ein bekennender Antisemit, Nationalist und frankophob. Deshalb haben die Nationalsozialisten bundesweit zahlreich Straßen und öffentliche Einrichtungen nach Arndt benannt.
    Nachdem nun die Universität Greifswald und die evangelische Ernst-Moritz-Arndt-Gemeinde in Berlin sich von ihrem Namenspatron trennten, stünde es auch der Stadt Leipzig gut zu Gesicht, sich von ihrer Arndtstraße zu trennen.
    Da in der Südvorstadt noch keine Straße nach einer Frau benannt ist, soll die Arndtstraße nach einer Frau benannt werden.
    ---
    In einem seiner Briefe schreibt er, deutsches und jüdisches Blut dürften sich nicht vermischen:
    "[Wir) würden am Ende mit unseren Israeliten wohl fertig, da so viele durch den Übergang zum Christentum sich allmählich in unserem Volke verlieren; aber die Tausende, welche die russische Tyrannei uns nun noch wimmelnder jährlich aus Polen auf den Hals jagen wird, das ist eine sehr ernste Frage und unsere Regierung müßte gegen solche Eindränge und Einschliche viel strengere und härtere Maßregeln ergreifen, als sie thut."
    - Quelle: www.ndr.de/geschichte/Ernst-Moritz-Arndt-Patriot-oder-Antisemit,ernstmoritzarndt102.html
    „Er [der Jude] möge für friedlos erklärt werden über das ganze deutsche Reich, und nimmer möge seine Acht versöhnt werden.“
    - Quelle: Ernst Moritz Arndt, Blick aus er Zeit, 1814)
    „Besonders augenfällig, explizit und virulent erscheint dieser Zusammenhang von nationaler Identität und nationalen Feindbildern im nationalistischen Diskurs des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Einer seiner herausragenden Vertreter war Ernst Moritz Arndt (1769-1860), der Wortführer des frühen deutschen Nationalismus und neben Johann Gottlieb Fichte und Ludwig Jahn der einflussreichste und massenwirksamste Vordenker des deutschen Nationalismus im 20. Jahrhundert. Arndts Diskurs über das Fremde, als dessen Verkörperung er die Franzosen ansah, ist geprägt von einer grundlegenden Abwertung des Anderen, das als Bedrohung gesehen wird, einer hiermit korrespondierenden Aufwertung des Eigenen, der eigenen Nation und Mentalität, und einer tendenziell negativen Einstellung gegenüber interkulturellen Beziehungen, die, so Arndts Vorstellung, das „Eigene“ schwächen und seine Entfaltungsmöglichkeiten beeinträchtigen. Seine Schrift „Über Volkshaß und den Gebrauch einer fremden Sprache“ (1813) illustriert diese Konfiguration.“
    - (S.83) aus Hans-Jürgen Lüsebrink, interkulturelle Kommunikation, 4. Aufl. 2017

    Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 9 (7 in Leipzig)

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