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  • Änderungen an der Petition

    01-10-17 00:17 Uhr

    Um den Aufruf zu konkretisieren, haben wir einige Forderungen eingefügt. Diese sind jedoch noch nicht endgültig, denn sie spiegeln nicht die Meinung aller wieder. Es geht uns nach wie vor darum, darauf aufmerksam zu machen, dass das Bildungssystem in seiner heutigen Form nicht zukunftsfähig ist und dass wir, die deutsche Gesellschaft, Bildung neu denken müssen.


    Neuer Petitionstext: Erinnerst Du Dich an Deinen ersten Schultag? Pure Begeisterung und Neugier. Keiner, der denkt: „Wann komm ich hier endlich raus?“ Doch von Schuljahr zu Schuljahr schwindet dieser Drang, das Neue entdecken zu wollen und macht Platz für Gleichgültigkeit und sogar Unzufriedenheit.
    Wie erleichtert man ist, wenn man nach den bestanden Prüfungen alles Wissen wieder vergessen darf!
    Woher kommt diese Unzufriedenheit? Wieso vergessen wir so vieles, das wir in der Schule gelernt haben?
    Was wäre, wenn wir Bildung neu denken?
    Diesen Fragen gehen wir auf den Grund. Gemeinsam brechen wir auf, um gesellschaftliche Antworten und Lösungen auf die vielen Fragen und Herausforderungen zum Bildungssystem zu finden. Wir machen uns auf die Suche nach Alternativen und stellen die Frage „Was wäre, wenn?“.
    Nimm die Bildung selbst in die Hand und gehe mit uns am 11.11.2017 zum „Bildungsgang“ in Stuttgart auf die Straße!
    Was wir dort konkret fordern? Hier sind erste Antworten:
    youmove-project.com/projekte/bildungsgang/petitionsentwurf.php
    Freies Bildungswesen
    Freiheit ist die Grundvoraussetzung eines pädagogisch kreativen und vielfältigen Bildungswesens. Für andauernde Impulse zur Qualitätsverbesserung sorgt der Wettbewerb der Bildungseinrichtungen untereinander um Schüler oder Studenten sowie um gute Lehrer. Zugleich bietet er den Nutzern und Mitarbeitern uneingeschränkte Wahlmöglichkeiten. Alle staatlichen Bemühungen, das Bildungswesen landes- oder bundeseinheitlich zu lenken und zu verwalten, sind an der Qualitätsfrage ebenso gescheitert wie die Zentralplanwirtschaft der DDR und anderer ehemaliger Ostblockstaaten. Die Versorgung mit Bildung ist viel komplexer als die Versorgung mit Nahrung, Kleidung und Wohnung. Es sollte uns nicht mehr wundern, dass die Ergebnisse zentraler Lenkung und Verwaltung der Bildung seit Jahrzehnten nie gelobt, sondern ständig nur bemängelt wurden. Es fehlt doch nicht an guten Ideen, es mangelt an ihrer Realisierung. Im Zentralismus wird immer nur ein einziges Konzept realisiert. Aus diesen Erfahrungen ist endlich die Konsequenz zu ziehen, dem Aufruf von Roman Herzog zu folgen: „Entlassen wir unser Bildungswesen in die Freiheit“ (Berliner Rede vom 05. November 1997).
    Freier Zugang zum Studium
    Die Hochschulen dürfen künftig eigenverantwortlich entscheiden, welche Studienbewerber sie aufnehmen wollen. Sie können für jeden Studiengang, den sie anbieten, andere Kriterien und Verfahren anwenden. Es steht ihnen frei, auch Nichtabiturienten zuzulassen. Die Schüler haben Anspruch auf ein Schulabgangszeugnis, das verlässlich Auskunft gibt, inwieweit sie die Bildungsziele ihrer Schule erreicht haben, wie ihre Lernmotivation und ihr Lernfleiß waren und welche Stärken erkennbar geworden sind. Auf Wunsch der Schüler dürfen die Abgangszeugnisse auch individuelle Empfehlungen für den weiteren Bildungsgang enthalten. Die Schulabgangszeugnisse haben künftig keinen berechtigenden sondern nur noch empfehlenden Charakter.
    Pädagogische Freiheit der einzelnen Schule
    Wenn die Hochschulen und andere weiterführenden Bildungseinrichtungen in der Aufnahme von Bewerbern frei sind, können die Schulen Inhalte und Qualitätsmaßstäbe ihrer Arbeit selbstständig gestalten und beispielsweise in der Oberstufe eigenverantwortliche Projekte der Jugendlichen ermöglichen. Dies führt zu einer vielfältigen Bildungslandschaft, in der jede Familie eine geeignete Bildungseinrichtung für ihre Kinder finden wird.
    Selbstständige Organisation
    Alle Schulen, die es wollen, sollen die weitestgehende organisatorische Selbständigkeit erhalten. Auch die Schulen in staatlicher oder kommunaler Trägerschaft brauchen elementare organisatorische Gestaltungsrechte. Das Fernziel ist eine ähnliche juristische Selbstständigkeit und innere Organisationsfreiheit wie sie Schulen in freier Trägerschaft oder die staatlichen Hochschulen schon genießen. Denn sie sollen im Wettbewerb nicht durch bürokratische Fesseln benachteiligt sein.
    Gleichberechtigte Finanzierung
    Die staatliche Finanzierung des Bildungswesens ist schrittweise umzustellen von der traditionellen „Objektförderung“ auf die „Subjektförderung“. Das staatliche Geld soll dem Schüler und Studenten an die Schule oder Hochschule folgen, die er gewählt und die ihn aufgenommen hat. Wenn jede Schule oder Hochschule ohne Rücksicht auf ihre staatliche, kommunale oder private Trägerschaft für einen bestimmten Schüler oder Studenten denselben Kopfbetrag erhält, strebt jede Bildungseinrichtung im Wettbewerb von sich aus eine optimale Betriebsgröße an. Dadurch werden viele schulorganisatorische Vorschriften und die staatlichen Kapazitätsberechnungen und staatlichen Zulassungszahlen für jeden einzelnen Studiengang an staatlichen Hochschulen überflüssig. Der Wettbewerb um Schüler und Studenten wird dafür sorgen, dass viele Schulen und Hochschulen ohne Schulgelder und Studiengebühren auskommen, wenn die Höhe der staatlichen Kopfbeträge (Bildungsgutscheine) die Kosten einer hinreichenden Bildungsqualität decken kann. Die Höhe der Kopfbeträge für einen bestimmten Schüler oder Stud