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  • Petition in Zeichnung

    11-09-13 01:04 Uhr

    RETTET DAS HOTEL BOGOTA!

    Versteigerung von mehr als 70 Fotografien zur Unterstützung des Hotels am

    22. September 2013 in der Schlüterstraße 45, 16:00 Uhr

    ***

    Dem Hotel Bogota droht durch fristlose Kündigung nach 49 Jahren die Schließung. Durch die schwierige Situation der Berliner Hotellerie konnten die hohen Mietkosten nicht mehr erwirtschaftet werden. Im März erhielt der Inhaber des Hotels Joachim Rissmann die fristlose Kündigung und Räumungsklage durch den Eigentümer Dr. Thomas Bscher.

    Viele Künstlerinnen und Künstler sowie Freundinnen und Freunde des traditionsreichen Hauses wollen das nicht hinnehmen und starteten eine Initiative zur Rettung des Hotels. Dadurch soll auch in Zukunft sichergestellt werden, dass Joachim Rissmann die wechselvolle Geschichte des Baudenkmals in der Schlüterstraße 45 mit Ausstellungen, Lesungen und Konzerten wach halten und diese jederzeit für eine breite Öffentlichkeit zugänglich machen kann. Sie alle hoffen darauf, dass der Unternehmer Dr. Thomas Bscher bereit ist, die Räumungsklage und Kündigung zurückzunehmen, wenn es gelingt, die Schulden zurückzuzahlen.

    ***

    Am Wahlsonntag, den 22. September, um 16:00 Uhr findet im Hotel Bogota

    eine einmalige Fotoauktion statt.

    ***

    Zur Versteigerung wurden Fotografien von mehr als 70 Künstlerinnen und Künstlern zur Verfügung gestellt, die ihre Solidarität mit dem Haus zeigen und ihre Werke für diesen einmaligen Anlass spenden. Darunter finden sich unter anderem Arbeiten von Michael Ackermann, Rene Burri, Stephane Duroy, Leonard Freed, André Kirchner, Oliver Mark, Rudi Meisel, Vera Mercer, Gerhard Kassner, Ursula Kelm, Just Loomis, Martin Parr und Beat Presser sowie ein Bild von Esther-Judith Hinz aus der C/O Berlin Edition Young Talents.

    ***

    Der gesamte Erlös geht auf das Spendenkonto:

    Hotel Bogota // Commerzbank // Kto.: 036 917 67 01 // BLZ: 100 800 00

    IBAN DE03 10080000 0369176701 // BIC DRES DE FF 100

    Dieses wurde zur Unterstützung des Hotels eingerichtet.

    ***

    Die Auktion wird geleitet von Dr. Markus Brandis (Bassenge, Geschäftsführer Buchauktionen). Unterstützt wird er von Prof. Manfred Schmalriede (Dozent für Geschichte & Theorie der Fotografie, Vorsitzender Neue Schule für Fotografie Berlin) und Ilja Richter.

    Schriftliche Gebote und Anmeldungen werden gebeten, bis zum 20.September 2013 unter der Email-Adresse fotoauktion_hotelbogota@web.de einzureichen. (Bitte Formular ausfüllen!)

    Telefonische Anmeldungen nimmt das Hotel unter Tel: 0049(0)30-881-5001 ebenfalls bis zum 20. September 2013 entgegen. Akkreditierungen per Ausweis mit Lichtbild sind am Tag der Auktion ab 14.30 Uhr im Hotel Bogota möglich. Beginn der Auktion ist um 16 Uhr.

    Alle Werke können ab sofort im Hotel Bogota besichtigt werden. Der Katalog steht auf den Internetseiten www.bogota.de/ sowie auf www.fotoauktion-bogota.de/ zur Ansicht und zum Download in den nächsten Tagen bereit.

    Aufgrund der hohen Anzahl der Einsendungen sind wir bemüht, den Katalog stets zeitnah zu aktualisieren.

    ***

    Hotel Bogota, Schlüterstr. 45, 10707 Berlin

    Fotoauktion zur Unterstützung des Hotel Bogota

    Sonntag, 22. September 2013, Registrierung und Vergabe der Bieternummern ab 14.30 Uhr

    Auktionsbeginn 16.00 Uhr

    ***

    Pressearbeit: Cornelia Köster CorneliaKoester@t-online.de

    ***

    Die Initiative zur Rettung des Hotel Bogota wird organisiert von:

    Jennifer Augustyniak, Bassenge Fotoauktionen

    Christian Elßner, Architekt

    Peter A. Hahn, Steuerberater

    Cornelia Köster

    Petra Kremer-Driess, Kulturmanagement

    Ina Schröder, Fotografin

    Irina Tübbecke, Fotografin (Fotoauktion Office Management)

    Nicole Woischwill, Fotografin (Fotoauktion Zuständigkeit / Koordination)

    ****



    Wenn Sie auch weiterhin über die aktuelle Lage des Hotels informiert werden möchten, können Sie sich gerne für den Newsletter www.bogota.de/ registrieren lassen.

  • Neue Zeitungsartikel

    20-07-13 22:32 Uhr

    DIE ZEIT vom 18. Juli 2013 (Rubrik Reisen)
    Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 19. Juli 2013 (Feuilleton)

  • Änderungen an der Petition

    27-06-13 03:14 Uhr

    Korrektur der links zu den verschiedenen Sprachen.
    Neue Begründung: Das Haus in der Schlüterstrasse 45 ist akut von Zwangsräumung bedroht. Vor acht Jahren hat es einen neuen Eigentümer bekommen. Die Miete für den Hotelbetrieb wurde seitdem ständig erhöht. Gleichzeitig ist die Konkurrenz auf dem Berliner Hotelmarkt ruinös geworden. Hotelketten betreiben mit Dumpingpreisen Standortsicherung, und die Zahl der Ferienwohnungen nimmt immer weiter zu.

    Das Bogotá gehört zu den wenigen verbliebenen familiengeführten Hotels Berlins. 2001 wurde es als erstes zum „freundlichsten Hotel der Stadt“ ernannt. Seit bald 40 Jahren betreiben die Rissmanns das Haus mit dem einladenden orangefarbenen Baldachin vorm Eingang. Und seit es in zweiter Generation von Joachim Rissmann übernommen wurde, hat sich der Ort zwischen Ku’damm und Lietzenburgerstraße in einen außergewöhnlich reizvollen Kultur-Treffpunkt verwandelt.

    Joachim Rissmann liebt die Fotografie und alle anderen Ausdrucksformen. So kam es, dass hier nicht nur Gäste in über hundert Zimmern Herberge finden, sondern alle Sparten von Kunst zuhause sind. Im Bogotá ist jeder willkommen, sich im 4. Stock die Atelierräume der Modefotografin Yva anzusehen, wo Helmut Newton von 1936 bis 1938 sein Handwerk gelernt hat. „Sie schlafen in heiligen Räumen“, beschied der Yva-Schüler einem Gast, als er 2001 das Bogotá besuchte.

    Regelmäßig gibt es Einladungen zu Foto-Ausstellungen, mehr als 60 sind es inzwischen. Die Bilder blicken auf die Frühstücksgäste herab. Es werden Lesungen und Konzerte veranstaltet, die die Geschichte des Hauses und seiner früheren Bewohner aufleben lassen, sogar Theaterstücke hat das Bogotá provoziert und aufgeführt. Seit 2010 kann im hinteren Saal Tango getanzt werden. Vom Lichthof, in dem auch Bilder zu sehen sind, wehen liturgische Gesänge durch Treppenhaus und Gänge. Immer, wenn man das Hotel betritt, empfängt einen alte Vertrautheit und Neugier. Es gibt Stammgäste, die immer wieder kommen oder monatelang bleiben.

    Das 1911 errichtete einstige Wohnhaus Schlüterstraße 45 birgt Glanzpunkte und Unvereinbarkeiten der deutschen Geschichte. Das Bogotá hält das Andenken an die früheren Bewohner in exemplarischer Weise wach. 1941 enteigneten die Nationalsozialisten das Haus und richteten dort die Reichskulturkammer ein. Hans Hinkels Büro ist heute Bibliothek. Oskar Skaller (1874-1944) lud einst zu legendären Festen, wo die Nazis später Filme vorführten und heute das Frühstück serviert wird. Der jüdische Fabrikant und Kunstsammler floh nach Südafrika. Yva wurde vermutlich 1942 in Majdanek ermordet. Nach dem Krieg wurde hier u.a. der Kulturbund gegründet (von J.R. Becher und Klaus Gysi), traten Wilhelm Furtwängler, Heinz Rühmann und Gustaf Gründgens vor die Kommission zu ihrer „Entnazifizierung“, und Axel Springer bekam seine Drucklizenz.

    Joachim Rissmann bespielt Foyer- und Frühstücksräume wie ein unmerklicher Intendant und überzeugter Museumsdirektor. Es wäre traurig und ein kultureller Verlust, wenn das historisch interessante Hotel Bogotá weichen müsste. Mit Ihrer Stimme können Sie sich dafür einsetzen, dass dieser menschenfreundliche Ort erhalten bleibt. Der Besitzer der Immobilie will Luxus-Büros und Boutiquen darin unterbringen und dadurch das denkmalgeschützte Gebäude komplett verändern: das Hochparterre soll verschwinden, und mit ihm die historischen Räume dahinter, stattdessen soll es große ebenerdige Schaufenster geben – wie im benachbarten Teil des Hauses (Küchenstudio Boffi). Die Verödung des Berliner Westens auf hohem kommerziellem Niveau schritte weiter voran.

    Prof. Dr. Peter Raue schreibt dazu im Tagesspiegel:
    „Man kann nur geradezu händeringend an den Eigentümer des Hauses appellieren, sich dieser grundrechtlichen Erkenntnis zu öffnen und die Räumungsklage zurückzunehmen. Dass der „Ku’damm“ dem alten Westberlin (und jetzt auch dem wiedervereinigten Berlin) den gewinnbringenden Flair gebracht hat, hat auch und entscheidend damit zu tun, dass es einen Ort gab wie das Hotel Bogota. Und dass das Hotel Bogota so große Zeiten hatte, hat mit dem Zauber des Kurfürstendamms zu tun. Dies zu erkennen und anzuerkennen, kann eigentlich nur eine Folge haben: das Hotel Bogota soll leben wo es war, wo es ist, wo es in Zukunft sein soll.“

    Please find the complete text in English on:
    www.bogota.de/presse_hotel_bogota_berlin.aspx?lang=en

    Veuillez trouver le texte en francais sur:
    www.bogota.de/presse_hotel_bogota_berlin.aspx?lang=en href="http://www.bogota.de/presse_hotel_bogota_berlin.aspx?lang=fr" rel="nofollow">www.bogota.de/presse_hotel_bogota_berlin.aspx?lang=fr

    Hier vindt u de petitie tekst in Nederlands
    www.bogota.de/presse_hotel_bogota_berlin.aspx?lang=en href="http://www.bogota.de/presse_hotel_bogota_berlin.aspx?lang=nl" rel="nofollow">www.bogota.de/presse_hotel_bogota_berlin.aspx?lang=nl

    Qui troverete il testo petizione in italiano
    www.bogota.de/presse_hotel_bogota_berlin.aspx?lang=en href="http://www.bogota.de/presse_hotel_bogota_berlin.aspx?lang=it" rel="nofollow">www.bogota.de/presse_hotel_bogota_berlin.aspx?lang=it

  • Änderungen an der Petition

    27-06-13 03:13 Uhr

    Hinweise auf den Petitionstext in englisch, französisch, holländisch und italienisch.
    Neue Begründung: Das Haus in der Schlüterstrasse 45 ist akut von Zwangsräumung bedroht. Vor acht Jahren hat es einen neuen Eigentümer bekommen. Die Miete für den Hotelbetrieb wurde seitdem ständig erhöht. Gleichzeitig ist die Konkurrenz auf dem Berliner Hotelmarkt ruinös geworden. Hotelketten betreiben mit Dumpingpreisen Standortsicherung, und die Zahl der Ferienwohnungen nimmt immer weiter zu.

    Das Bogotá gehört zu den wenigen verbliebenen familiengeführten Hotels Berlins. 2001 wurde es als erstes zum „freundlichsten Hotel der Stadt“ ernannt. Seit bald 40 Jahren betreiben die Rissmanns das Haus mit dem einladenden orangefarbenen Baldachin vorm Eingang. Und seit es in zweiter Generation von Joachim Rissmann übernommen wurde, hat sich der Ort zwischen Ku’damm und Lietzenburgerstraße in einen außergewöhnlich reizvollen Kultur-Treffpunkt verwandelt.

    Joachim Rissmann liebt die Fotografie und alle anderen Ausdrucksformen. So kam es, dass hier nicht nur Gäste in über hundert Zimmern Herberge finden, sondern alle Sparten von Kunst zuhause sind. Im Bogotá ist jeder willkommen, sich im 4. Stock die Atelierräume der Modefotografin Yva anzusehen, wo Helmut Newton von 1936 bis 1938 sein Handwerk gelernt hat. „Sie schlafen in heiligen Räumen“, beschied der Yva-Schüler einem Gast, als er 2001 das Bogotá besuchte.

    Regelmäßig gibt es Einladungen zu Foto-Ausstellungen, mehr als 60 sind es inzwischen. Die Bilder blicken auf die Frühstücksgäste herab. Es werden Lesungen und Konzerte veranstaltet, die die Geschichte des Hauses und seiner früheren Bewohner aufleben lassen, sogar Theaterstücke hat das Bogotá provoziert und aufgeführt. Seit 2010 kann im hinteren Saal Tango getanzt werden. Vom Lichthof, in dem auch Bilder zu sehen sind, wehen liturgische Gesänge durch Treppenhaus und Gänge. Immer, wenn man das Hotel betritt, empfängt einen alte Vertrautheit und Neugier. Es gibt Stammgäste, die immer wieder kommen oder monatelang bleiben.

    Das 1911 errichtete einstige Wohnhaus Schlüterstraße 45 birgt Glanzpunkte und Unvereinbarkeiten der deutschen Geschichte. Das Bogotá hält das Andenken an die früheren Bewohner in exemplarischer Weise wach. 1941 enteigneten die Nationalsozialisten das Haus und richteten dort die Reichskulturkammer ein. Hans Hinkels Büro ist heute Bibliothek. Oskar Skaller (1874-1944) lud einst zu legendären Festen, wo die Nazis später Filme vorführten und heute das Frühstück serviert wird. Der jüdische Fabrikant und Kunstsammler floh nach Südafrika. Yva wurde vermutlich 1942 in Majdanek ermordet. Nach dem Krieg wurde hier u.a. der Kulturbund gegründet (von J.R. Becher und Klaus Gysi), traten Wilhelm Furtwängler, Heinz Rühmann und Gustaf Gründgens vor die Kommission zu ihrer „Entnazifizierung“, und Axel Springer bekam seine Drucklizenz.

    Joachim Rissmann bespielt Foyer- und Frühstücksräume wie ein unmerklicher Intendant und überzeugter Museumsdirektor. Es wäre traurig und ein kultureller Verlust, wenn das historisch interessante Hotel Bogotá weichen müsste. Mit Ihrer Stimme können Sie sich dafür einsetzen, dass dieser menschenfreundliche Ort erhalten bleibt. Der Besitzer der Immobilie will Luxus-Büros und Boutiquen darin unterbringen und dadurch das denkmalgeschützte Gebäude komplett verändern: das Hochparterre soll verschwinden, und mit ihm die historischen Räume dahinter, stattdessen soll es große ebenerdige Schaufenster geben – wie im benachbarten Teil des Hauses (Küchenstudio Boffi). Die Verödung des Berliner Westens auf hohem kommerziellem Niveau schritte weiter voran.

    Prof. Dr. Peter Raue schreibt dazu im Tagesspiegel:
    „Man kann nur geradezu händeringend an den Eigentümer des Hauses appellieren, sich dieser grundrechtlichen Erkenntnis zu öffnen und die Räumungsklage zurückzunehmen. Dass der „Ku’damm“ dem alten Westberlin (und jetzt auch dem wiedervereinigten Berlin) den gewinnbringenden Flair gebracht hat, hat auch und entscheidend damit zu tun, dass es einen Ort gab wie das Hotel Bogota. Und dass das Hotel Bogota so große Zeiten hatte, hat mit dem Zauber des Kurfürstendamms zu tun. Dies zu erkennen und anzuerkennen, kann eigentlich nur eine Folge haben: das Hotel Bogota soll leben wo es war, wo es ist, wo es in Zukunft sein soll.“

    To the Governing Mayor of Berlin, Mr Wowereit and his Undersecretary of State Dr. André Schmitz
    Let the Bogota Hotel live!
    The Hotel Bogota must stay. Your vote could make it possible for this venue to be preserved for all Berliners as well as visitors to the city who have an interest in art and history.

    Please find the complete text in English on:
    www.bogota.de/presse_hotel_bogota_berlin.aspx?lang=en

    Sauver l´hôtel Bogota ! Veuillez trouver le texte en francais sur:
    Lettre ouverte au maire de Berlin et à son secrétaire d'État Monsieur Schmitz www.bogota.de/presse_hotel_bogota_berlin.aspx?lang=en

    Hier vindt u de petitie tekst in Nederlands
    www.bogota.de/presse_hotel_bogota_berlin.aspx?lang=en

    Que l’hôtel Bogota continue d’exister. Votre voix peut contribuer à la sauvegarde de ce lieu pour tous les Berlinois et les visiteurs intéressés par l'art et l'histoire de la ville.... Qui troverete il testo petizione in italiano
    L www.bogota.de/presse_hotel_bogota_berlin.aspx?lang=en

  • Änderungen an der Petition

    18-06-13 14:32 Uhr

    Hinweis auf die französische Übersetzung der Petition
    Neue Begründung: Das Haus in der Schlüterstrasse 45 ist akut von Zwangsräumung bedroht. Vor acht Jahren hat es einen neuen Eigentümer bekommen. Die Miete für den Hotelbetrieb wurde seitdem ständig erhöht. Gleichzeitig ist die Konkurrenz auf dem Berliner Hotelmarkt ruinös geworden. Hotelketten betreiben mit Dumpingpreisen Standortsicherung, und die Zahl der Ferienwohnungen nimmt immer weiter zu.

    Das Bogotá gehört zu den wenigen verbliebenen familiengeführten Hotels Berlins. 2001 wurde es als erstes zum „freundlichsten Hotel der Stadt“ ernannt. Seit bald 40 Jahren betreiben die Rissmanns das Haus mit dem einladenden orangefarbenen Baldachin vorm Eingang. Und seit es in zweiter Generation von Joachim Rissmann übernommen wurde, hat sich der Ort zwischen Ku’damm und Lietzenburgerstraße in einen außergewöhnlich reizvollen Kultur-Treffpunkt verwandelt.

    Joachim Rissmann liebt die Fotografie und alle anderen Ausdrucksformen. So kam es, dass hier nicht nur Gäste in über hundert Zimmern Herberge finden, sondern alle Sparten von Kunst zuhause sind. Im Bogotá ist jeder willkommen, sich im 4. Stock die Atelierräume der Modefotografin Yva anzusehen, wo Helmut Newton von 1936 bis 1938 sein Handwerk gelernt hat. „Sie schlafen in heiligen Räumen“, beschied der Yva-Schüler einem Gast, als er 2001 das Bogotá besuchte.

    Regelmäßig gibt es Einladungen zu Foto-Ausstellungen, mehr als 60 sind es inzwischen. Die Bilder blicken auf die Frühstücksgäste herab. Es werden Lesungen und Konzerte veranstaltet, die die Geschichte des Hauses und seiner früheren Bewohner aufleben lassen, sogar Theaterstücke hat das Bogotá provoziert und aufgeführt. Seit 2010 kann im hinteren Saal Tango getanzt werden. Vom Lichthof, in dem auch Bilder zu sehen sind, wehen liturgische Gesänge durch Treppenhaus und Gänge. Immer, wenn man das Hotel betritt, empfängt einen alte Vertrautheit und Neugier. Es gibt Stammgäste, die immer wieder kommen oder monatelang bleiben.

    Das 1911 errichtete einstige Wohnhaus Schlüterstraße 45 birgt Glanzpunkte und Unvereinbarkeiten der deutschen Geschichte. Das Bogotá hält das Andenken an die früheren Bewohner in exemplarischer Weise wach. 1941 enteigneten die Nationalsozialisten das Haus und richteten dort die Reichskulturkammer ein. Hans Hinkels Büro ist heute Bibliothek. Oskar Skaller (1874-1944) lud einst zu legendären Festen, wo die Nazis später Filme vorführten und heute das Frühstück serviert wird. Der jüdische Fabrikant und Kunstsammler floh nach Südafrika. Yva wurde vermutlich 1942 in Majdanek ermordet. Nach dem Krieg wurde hier u.a. der Kulturbund gegründet (von J.R. Becher und Klaus Gysi), traten Wilhelm Furtwängler, Heinz Rühmann und Gustaf Gründgens vor die Kommission zu ihrer „Entnazifizierung“, und Axel Springer bekam seine Drucklizenz.

    Joachim Rissmann bespielt Foyer- und Frühstücksräume wie ein unmerklicher Intendant und überzeugter Museumsdirektor. Es wäre traurig und ein kultureller Verlust, wenn das historisch interessante Hotel Bogotá weichen müsste. Mit Ihrer Stimme können Sie sich dafür einsetzen, dass dieser menschenfreundliche Ort erhalten bleibt. Der Besitzer der Immobilie will Luxus-Büros und Boutiquen darin unterbringen und dadurch das denkmalgeschützte Gebäude komplett verändern: das Hochparterre soll verschwinden, und mit ihm die historischen Räume dahinter, stattdessen soll es große ebenerdige Schaufenster geben – wie im benachbarten Teil des Hauses (Küchenstudio Boffi). Die Verödung des Berliner Westens auf hohem kommerziellem Niveau schritte weiter voran.

    Prof. Dr. Peter Raue schreibt dazu im Tagesspiegel:
    „Man kann nur geradezu händeringend an den Eigentümer des Hauses appellieren, sich dieser grundrechtlichen Erkenntnis zu öffnen und die Räumungsklage zurückzunehmen. Dass der „Ku’damm“ dem alten Westberlin (und jetzt auch dem wiedervereinigten Berlin) den gewinnbringenden Flair gebracht hat, hat auch und entscheidend damit zu tun, dass es einen Ort gab wie das Hotel Bogota. Und dass das Hotel Bogota so große Zeiten hatte, hat mit dem Zauber des Kurfürstendamms zu tun. Dies zu erkennen und anzuerkennen, kann eigentlich nur eine Folge haben: das Hotel Bogota soll leben wo es war, wo es ist, wo es in Zukunft sein soll.“

    To the Governing Mayor of Berlin, Mr Wowereit and his Undersecretary of State Dr. André Schmitz
    Let the Bogota Hotel live!
    The Hotel Bogota must stay. Your vote could make it possible for this venue to be preserved for all Berliners as well as visitors to the city who have an interest in art and history.

    Please find the complete text on:
    www.bogota.de/presse_hotel_bogota_berlin.aspx?lang=en

    Sauver l´hôtel Bogota !
    Lettre ouverte au maire de Berlin et à son secrétaire d'État Monsieur Schmitz

    Que l’hôtel Bogota continue d’exister. Votre voix peut contribuer à la sauvegarde de ce lieu pour tous les Berlinois et les visiteurs intéressés par l'art et l'histoire de la ville....
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  • Podiumsdiskussion am Mittwoch, 19. Juni 2013

    16-06-13 16:23 Uhr

    Der Tagesspiegel lädt zu einer Podiumsdiskussion ein, bei der es um die City-West und eben auch das Bogotá geht.

    Es gibt noch Karten und vielleicht wäre dies eine Gelegenheit Den Eigentümer zu überzeugen?

    www.tagesspiegel.de/berlin/oh-wie-schoen-ist-bogota-tagesspiegel-laedt-zum-gespraech/8356346.html

    ... Eigentümer Bscher erklärte, er habe nach dem Kauf 2006 einen fürs Hotel günstigen Mietvertrag geschlossen. Er hat sich bereit erklärt, am Mittwoch an einer Podiumsdiskussion im Tagesspiegel-Verlagsgebäude teilzunehmen. Erwartet werden Rechtsanwalt und Kunstförderer Peter Raue, der in seiner Zeit als Vorsitzender des Vereins der Freunde der Nationalgalerie die „MoMA“-Schau nach Berlin holte, Reinhard Naumann, Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf, Schaubühnen-Chef Friedrich Barner, Gerhard Buchholz von visitBerlin und Tagesspiegel-Autor Harald Martenstein. In der Diskussion soll es nicht nur ums Bogota, sondern auch um die Entwicklung der City West gehen. D.N.

    Podiumsdiskussion, Askanischen Platz 3, Mittwoch 20 Uhr (14 Euro inkl. Sekt und Snack), Anmeldung erford.: Tel. 29021 520.