• Statement von Prof. Bazon Brock, Bergische Universität

    at 08 May 2021 09:16

    Macht es Sinn, eine Opposition mit Argumenten auszustatten, obwohl die Entscheider sicherlich vollständig resistent sind gegen jede Einsicht in die Würde des geschichtlich Gewordenen?

    Diese Leute werden niemals verstehen, dass die mephistophelische Bösartigkeit "Alles, was entsteht, ist wert, dass es zugrunde geht" längst in die fortschrittliche Fassung überführt wurde: "Alles, was entsteht, ist wert, weil es zugrunde gerichtet wird". Also tritt an die Stelle von Lob und Preis des Geschaffenen die Erinnerung an den Verlust. Ruinen sind die wertvollsten Zeugnisse eines unwiderbringlichen Verlustes. Deshalb müssen gerade Ruinen als Manifeste der Furien des Verschwindens gewürdigt werden.

    Der Aufbaurausch der Nachkriegszeit hat den Wuppertalern fast alle Denkmäler als Ruinen des Gewesenen genommen. Die Hochschule verweist immerhin noch darauf, dass Barmen und Elberfeld einst die deutschen Zentren der von Max Weber beschriebenen Übersetzung von Glaubenskraft in Energien des Tuns und Lassens gewesen sind.

    Wie verzwergt erscheinen im Vergleich zu diesen gedankenreichen Menschen heutige Entscheider! Sie sind auch noch stolz darauf, keinerlei historische Kenntnis mehr zu haben, weil Nachdenken der Parteilichkeit schade. Aber eines Tages werden sie das Urteil über sie hören: Es ist nicht schade um sie, die so viel Schaden anrichteten.

  • Änderungen an der Petition

    at 26 Apr 2021 10:31

    Tippfehler wurden korrigiert: Pädagogische Hochschule, verschwenden, allerdings


    Neuer Petitionstext:

    Die ehemalige Pädagogische Hochschule der Stadt Wuppertal soll abgerissen werden. An derselben Stelle soll ein Interimsquartier aus Modulbauten für Schüler entstehen, deren Schulen saniert werden müssen.

    Es ist wirtschaftlich und energetisch geboten, stattdessen den Bestandsbau zu sanieren, als Ausweichquartier zu nutzen und danach dauerhaft z.B. der Schule am Nordpark als Gebäude zuzuweisen.

    Seit kurzem liegt dem Rat der Stadt Wuppertal alleredingsallerdings der Vorschlag des Gebäudemanagements vor, das den Abriss der ehemaligen pädagogischenPädagogischen Hochschule empfiehlt. Dieser Beschluss soll im Rat am 10. Mai 2021 gefasst werden.



    Neue Begründung:

    Die ehemalige pädagogischePädagogische Hochschule auf der Hardt ist ein Ort des geschichtlichen Erinnerns an Menschen, die gegen die Nazis Widerstand leisteten, an Menschen, die nach dem "3. Reich" beispielhaft die demokratische, akademische Ausbildung für Volksschullehrer aufbauten, an Menschen, die auf Holzgerüsten stehend kurz nach dem Krieg mit ihren Händen eine große Schule errichteten, die zur Keimzelle der Bergischen Universität wurde.

    Immer noch ist dieses Gebäude ein architektonisches Meisterwerk, eingebettet in eine Parkanlage und ein idealer Ort zum Lernen für die heutige Generation.

    Wenn nicht gehandelt wird, wird der Rat am 10. Mai wahrscheinlich der Empfehlung folgen und ein weiterer Teil des historischen Erbes der Stadt Wuppertal wird sinnlos zerstört. Die Aussagen des Gebäudemanagements geben nicht die Realität wieder. Die Vorlage ist manipulativ und beruht auf falschen Kostenschätzungen. Tatsächlich werden der Abriss und Neubau an derselben Stelle teurer und verschwendeverschwenden Ressourcen. Eine Sanierung des Bestandsgebäudes hingegen ist problemlos möglich.

    Eine ausführliche Analyse der Beschlussvorlage und Bewertung der Situation ist unter neue-wuppertaler-zeitung.de/Schule_Hardt3.html nachzulesen.


    Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 48 (39 in Wuppertal)

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