Erhalt der Jagd mit Hunden am Naturbau–für Tierschutz, Artenvielfalt und Sicherheit in Niedersachsen

Petition richtet sich an
Präsidenten des Niedersächsischen Landtages

8.480 Unterschriften

Sammlung beendet

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Sammlung beendet

  1. Gestartet November 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Einreichung am 28.01.2026
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Neuigkeiten

14.11.2025, 01:22

In einigen Kommentaren wird behauptet, eine Prädatorenkontrolle sei „unnötig“, weil z. B. Luxemburg oder die Schweiz zeigen würden, dass hohe Fuchsdichten „keine Probleme“ verursachen. Dazu eine klare Einordnung:
1. Die Datenlage ist eindeutig: Rebhühner erholen sich ohne Prädatorenkontrolle nicht.
Langjährige Feldstudien zeigen, dass Fuchs und Krähen erheblich zur Brut- und Kükensterblichkeit beitragen. Projekte, die allein auf Habitatmaßnahmen setzen, scheitern regelmäßig, selbst wenn der Lebensraum gut ist.
2. Luxemburg und die Schweiz sind keine geeigneten Vergleichsmodelle.
In beiden Ländern sind Rebhühner bereits weitgehend verschwunden.
Wenn eine Art fehlt, kann auch kein Prädationsproblem sichtbar werden.
Genau diese Entwicklung wollen wir hier verhindern.
3. Ziel ist der Schutz bedrohter Bodenbrüter – ein anerkannter „vernünftiger Grund“ im Sinne des Tierschutzgesetzes.
Der Zweck der Prädatorenbejagung ist nicht eine pauschale Fuchsreduktion, sondern der Erhalt hochbedrohter Offenlandarten.
Dies ist rechtlich und fachlich klar legitimiert.
Fazit:
Die internationale Forschung zeigt deutlich:
Erfolgreicher Rebhuhnschutz gelingt nur dort, wo Habitatförderung und Prädatorenkontrolle gemeinsam erfolgen.
Wer diesen Faktor ignoriert, riskiert das endgültige Verschwinden unserer letzten Bodenbrüter.

Quellen hierzu:
1. Tapper, Potts & Brockless (1996), Journal of Applied Ecology: Experimentelle Prädatorenkontrolle, 3,5-fach höhere Rebhuhndichten.
DOI: doi.org/10.2307/2404755
2. Sotherton, Aebischer & Ewald (2014), Journal of Applied Ecology: Große europäische Schutzprogramme – nur Habitat + Prädatorenkontrolle gemeinsam wirksam.
DOI: doi.org/10.1111/1365-2664.12240
3. Ewald (2020), Frontiers in Ecology and Evolution: Rebhuhnrückgang wird durch Habitatverlust, Insektenarmut und Prädation verursacht.
www.frontiersin.org/articles/10.3389/fevo.2020.517500/full
4. Vogelwarte Schweiz (Zustandsbericht 2020): Rebhuhn in der Schweiz „national ausgestorben“.
www.vogelwarte.ch
5. Luxemburg: Rebhuhn in Monitoringberichten des LIST weitgehend verschwunden.
www.list.lu


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