Izglītība

Flexibilisierung der Ganztagsschule

Petīcija ir adresēta
Dr. Stefanie Hubig, Bildungsministerin Rheinland-Pfalz
3 279 Atbalstošs 3 122 iekš Reinzeme-Pfalca
26% no 12 000 kvorumam
3 279 Atbalstošs 3 122 iekš Reinzeme-Pfalca
26% no 12 000 kvorumam
  1. Sākās 2024.22.4
  2. Kolekcija vēl nav 5 nedēļas
  3. Iesniegšana
  4. Dialogs ar saņēmēju
  5. Lēmums

Es piekrītu, ka mani dati tiks saglabāti . Es izlemju, kurš var redzēt manu atbalstu. Es jebkurā laikā varu atsaukt šo piekrišanu .

 

03.06.2024 23:05

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Liebe Unterstützende,

ich möchte ein paar Reaktionen auf unsere Petition mit Euch teilen. Auf der Seite unserer Petition gibt es einen Reiter „Pro & Contra“. Dort findet man als Argumente gegen unsere Petition u.a. folgende Aussagen (Rechtschreibfehler nicht korrigiert):
• „Wie immer stehen die "armen" Eltern (und deren Arbeitgeber) im Fordergrund! Eine täglich konstante Betreuung bietet Kindern und Pädagogen die Verlässlichkeit und Sicherheit die notwendig ist um eine positive Umgebung zu schaffen. Das Interesse der Eltern spielt in diesem Schutzraum zu Recht keine Rolle!“
• „Fam/Beruf=Scheinargument…. Wer würde sein Kind direkt nach den Hausaufgaben um 2 holen? Privileg.Akademikerfam. die sich leisten können wenig zu arbeiten! Jene die über das akt. Angebot klagen. Bildungsferner+wirtschaftl.schwächere würden zwangsl. das Angebot bis 16 nutzen-das vergrößert die massiven Ungleichheiten in unserer Klassengesellschaft und führt zu weiterer Spaltung.Verpfl. GTS bis 16:00=sinnvollste Lösung“

Mal abgesehen von Polemik, Pauschalisierungen, Vorurteilen und logischen Schwächen sind solche Kommentare für mich u.a. Ausdruck einer familienverachtenden Haltung. Mich machen solche Aussagen wütend. Euch auch? Dann hoffe ich, dass Ihr diese Wut in Motivation und persönliches Engagement für die Petition umwandelt. Eine wachsende Zustimmungsrate für die Petition gefällt den Autoren obiger Kommentare sicher nicht. Der zweite Kommentar zeigt auch, wo die politische Reise hingehen soll, nämlich in die verpflichtende GTS für alle. Wenn ich mir die Kommentare zur Petition durchlese, dann bin ich mir sicher, dass wir Eltern/Großeltern,… in der Regel aber gar keine verpflichtende GTS wollen. Aber dann müssen wir das jetzt deutlich machen! Am besten bevor es zu spät ist.

Ich habe in den letzten Wochen Eltern vor Eisdielen, auf der Straße, auf Parkplätzen von Supermärkten, Schwimmbädern und Sportanlagen angesprochen, und in der Regel war die Petition noch nicht bekannt. Das zu ändern geht nur mit Eurer Mithilfe. Der Zeitrahmen der Petition ist fast zur Hälfte vorbei und wir stehen aktuell bei gut 2700 Unterschriften. Das ist noch kein Signal an Bildungsministerium, Presse und Opposition, dass die flexible Ganztagsschule als optionales Angebot ein wichtiges Thema für uns Eltern darstellt.

Bis jetzt habe ich in keinem Gespräch negatives Feedback gegen die Petition erhalten. In einer Umfrage des REB Trier haben 83 Prozent der Teilnehmer für ein flexibles Ganztagsangebot gestimmt. Dieses Stimmungsbild wird aber in den aktuellen Unterstützungszahlen noch nicht gezeigt. Und das müssen wir ändern! Es muss unser Ziel sein, eine Zustimmungszahl zu erreichen, die der Politik verdeutlicht, dass wir Eltern, Großeltern,… eine große Wählergruppe sind, deren Bedürfnisse man besser nicht komplett ignoriert.

Als erstes bitte ich Euch darum, falls noch nicht getan, die Petition in Eurem persönlichen Umfeld zu verbreiten. Das reicht allerdings noch nicht, ein unpersönliches Weiterleiten ist schnell gelöscht. Deutlich wirkungsvoller sind persönliche Gespräche. Wenn jeder, der über obige Kontra-Kommentare empört ist, nun loszieht, um 10 neue Unterstützer zu finden, und es auch noch schafft, dass diese die Petition ebenfalls so aktiv unterstützen, dann bin ich optimistisch, dass wir es schaffen, die Petition in RLP ausreichend bekannt zu machen. Ganz wichtige Adressaten wären Leute mit Kinderwägen, Kitas (Elternausschüsse) oder Krabbelgruppen aus Eurer Umgebung, denn für diese Eltern ist es noch nicht zu spät. Besonders wichtig wären persönliche Kontakte in Regionen, in der die Petition noch unbekannt ist. Rechts neben dem Petitionstext findet Ihr eine Karte, auf der Ihr erkennen könnt, in welchen Regionen die Petition noch besonders unbekannt ist.

Hier ist ein Flyer angehängt. Aushänge in Eisdielen, (Kinder-)Geschäften, Bäckern, bei Kinderärzten,… wären sehr hilfreich. Wir haben auch Anschreiben vorbereitet für verschiedene Interessensgruppen (Schulen, Kitas, Vereine, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände,...), bei Interesse bitte einfach unter flex.ganztag.rlp@gmail.com melden, wir senden Euch die Textbausteine gerne zu. Posten, liken und teilen in sozialen Netzwerken wäre enorm wichtig und hilfreich!

Hinweis aus den FAQ von openPetition: Das Petitionsrecht im Grundgesetz (Art. 17) schließt alle in Deutschland lebenden, also auch Minderjährige, mit ein. Vorausgesetzt werden sollte, dass Nicht-Volljährige den Inhalt einer Petition verstehen können und aus eigenem Entschluss heraus ihre Willensbekundung abgeben.

Es liegt jetzt an uns selbst, deutlich zu machen, wie wichtig uns u.a. ein selbstbestimmtes Familienleben und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist. Der Erfolg der Petition wird davon abhängen, wie motiviert wir in den nächsten 6 Wochen für die Verbreitung der Petition werben.

Motivierende Grüße
Euer Thomas Hoffelder vom Arbeitskreis „flexibler Ganztag“ der ARGE-SEB GS Mainz




25.04.2024 10:13

Sehr geehrte Unterstützende,

die Petition wurde gemäß unserer Nutzungsbedingungen überarbeitet. Die temporäre Sperrung wurde wieder aufgehoben und die Petition kann nun weiter unterzeichnet werden.

Wir bedanken uns für Ihr Engagement!

Ihr openPetition-Team


23.04.2024 22:27

Im zweiten Punkt der Aufzählung nach "Für diese Familien bleiben dann je nach Priorisierung eine von folgenden zwei Möglichkeiten" wurde das Wort "gezwungen" durch "verpflichtet" ersetzt. Grund: Vermeidung von Mißverständnissen. In RLP gibt es in der Ganztagsschule eine Schulpflicht bis 16 Uhr (Montag-Donnerstag).


Neue Begründung:

In RLP ist durch den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz eine Betreuung von mind. 7 Stunden (zumindest theoretisch) zugesichert. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Diese Vereinbarkeit erleidet jedoch unter Umständen einen herben Dämpfer, wenn das Kind von der Kita in die Schule wechselt. In der ersten Klasse geht eine Ganztagsschule (GTS) bis 16 Uhr, die Halbtagsschule (HTS) in der Regel bis ca. 12 Uhr.

An vielen Schulen, den additiven Ganztagsschulen, kann man zwischen HTS und GTS wählen. Ganztagskinder und Halbtagskinder sind dort in der Regel in einer Klasse gemischt. Nach dem gemeinsamen Unterricht gehen die Halbtagskinder nach Hause oder werden extern betreut (Fördervereine, Hort,…), während die Ganztagsschüler ein Mittagessen bekommen, in die Lernzeit (Hausaufgaben) gehen und anschließend bis 16 Uhr in AGs betreut werden.

Für Kinder, die nicht in die GTS gehen, gibt es keine gesetzlich garantierte Betreuungsmöglichkeit bis 14 Uhr oder später. Die externen Betreuungsmöglichkeiten (Hort, betreuende Grundschule, Fördervereine,…) gibt es nicht in ausreichendem Umfang. Das bedeutet, dass viele Eltern, die ihr Kind nicht bis 16 Uhr in die Schule schicken wollen oder können, keine ausreichende Betreuungsmöglichkeit für ihr Kind finden.

Ein Betreuungsumfang, der erheblich schlechter ist als der Mindestbetreuungsumfang einer Kita (7h), ist für viele Familien nicht mit der bisherigen Ausübung des Berufs vereinbar. Für diese Familien bleiben dann je nach Priorisierung eine von folgenden zwei Möglichkeiten:

  • Die Familie sieht sich gezwungen, das Kind in einer GTS (falls eine solche verfügbar ist) anzumelden, da ansonsten eine Betreuung nach 12/13 Uhr nicht garantiert werden kann.
  • Die Familie will auf keinen Fall, dass das Kind gezwungenverpflichtet ist, bis um 16 Uhr in der Schule zu bleiben, daher wird das Kind nicht in einer GTS angemeldet. Hierfür werden notfalls auch berufliche Nachteile in Kauf genommen. Von diesen Familien findet ein Teil keinen Platz für Ihr Kind in einer Mittagsbetreuung (z.B. Hort, Großeltern,…). In diesem Fall muss dann mind. ein Elternteil beruflich kürzertreten, um das staatliche Versagen bei der Mittagsbetreuung der Schüler aufzufangen. Wir machen darauf aufmerksam, dass es in unserem Land einen enormen Fachkräftemangel gibt. Es fehlt an Lehrern, Erziehern, Handwerkern, Pflegekräften, Ärzten, und vielem mehr. Wenn Fachkräfte nicht arbeiten können, weil es keine ausreichende Mittagsbetreuung für Schüler gibt, dann entsteht hier ein, völlig unnötiger, Schaden. Dieser Schaden betrifft die Familien, die Wirtschaft und auch (durch verringerte Steuereinnahmen) den Staat. Die oben genannten Bedürfnisse von Familien zu ignorieren ist daher weder zeitgemäß noch sinnvoll.

Wir fordern, dass allen Schulkindern, unabhängig davon, ob sie eine GTS besuchen oder nicht, eine Mittagsbetreuung optional angeboten wird, die mindestens vergleichbar mit dem Betreuungsumfang von Kitas ist. Dabei ist Eltern wichtig:

  • Ein Mittagessen für ihr Kind
  • Eine qualifizierte Hausaufgabenbetreuung

Uns ist bewusst, dass dies nicht an allen Schulen landesweit kurzfristig umsetzbar ist, da an manchen Schulen bauliche Maßnahmen notwendig sind (z.B. Bau einer Mensa). Für Schulen, die ohnehin schon GTS-Schüler haben, wäre eine Flexibilisierung der GTS meist problemlos ohne relevante Mehrkosten machbar, da für die GTS-Schüler ja ohnehin schon Räume und Personal vorhanden sind. Manche Strukturen können sogar verschlankt werden, da keine Zwangstrennung und somit Doppelbetreuung von GTS-Kindern und mittagsbetreuten HTS-Kindern mehr vorgenommen werden muss. Aber selbst wenn durch die Flexibilisierung insgesamt etwas höhere Kosten aufträten, dann wären diese Kosten mehr als gerechtfertigt, das sollte uns sowohl die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie der erhöhte Level an Gleichbehandlung und Gerechtigkeit (aktuell erhalten nicht alle Eltern eine Mittagsbetreuung für ihre Halbtagskinder) wert sein.

Desweiteren fordern wir mehr Entscheidungshoheit der Schulleitungen bei diesem Thema. Die Schulleitungen und Lehrer kennen sich mit der jeweiligen Situation und der Machbarkeit an ihrer eigenen Schule am besten aus. Wenn Schulleitung, Lehrer und Eltern einer Schule sich einig wären, dass ein flexibles Angebot der Ganztagsschule für alle ein Gewinn wäre, dann gibt es eigentlich keinen Grund, warum die Politik einer Weiterentwicklung der Ganztagsschule und einer Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Weg stehen sollte. Kurzfristig sollte daher den Schulleitungen die Freiheit gegeben werden, an ihrer Schule eine flexible Gestaltung umzusetzen.

Sehr geehrte Frau Dr. Hubig, wir fordern eine Flexibilisierung der Ganztagsschule zugunsten einer Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. 

Dr. Thomas Hoffelder für die ARGE-SEB GS Mainz (Arbeitsgemeinschaft der Schulelternbeiräte an Mainzer Grundschulen)



Neues Zeichnungsende: 21.07.2024
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 0 (0 in Rheinland-Pfalz)



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