Frauen raus aus der Altersarmut: Sorgearbeit ist eine bedeutende Wirtschaftsleistung!

Petition richtet sich an:
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

1.471 Unterschriften

5 %
1.406 von 30.000 für Quorum in Deutschland Deutschland

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  1. Gestartet September 2025
  2. Sammlung noch > 5 Wochen
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Neuigkeiten

01.07.2026, 05:05

Heute, am 1.Juli 2026, löst die Grundsicherung das Bürgergeld ab. Deshalb habe ich an die Stellen, an denen "Bürgergeld" stand das Wort "Grundsicherung" in den Text eingesetzt und (ehemals Bürgergeld) dahinter geschrieben.
Ausserdem habe ich die vierte Forderung um Rentenpunkte ergänzt. Dies hatte ich aus Unaufmerksamkeit bisher versäumt. Es tut mir leid:
"Lohnersatzleistungen und Rentenpunkte für Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen, die für Pflege-, Erziehungs- oder Hausarbeitszeit ihre Erwerbsarbeit aussetzen."


Neuer Petitionstext:

„Frauen in Deutschland leisten jährlich 72 Milliarden Stunden unbezahlte Sorgearbeit. Das ist mehr als die Summe aller Arbeitsstunden von Erwerbstätigen in Deutschland.“ (1,2)

Wir fordern zeitnah wirksame Entscheidungen in der Renten- und Sozialpolitik, die ermöglichen, dass alle Menschen, die sich um andere Menschen kümmern und sie versorgen, ein finanzielles Auskommen haben, das ihnen ein selbstbestimmtes Leben und Altern in Würde erlaubt.

Wir fordern ehrliche politische Debatten zur Renten- und Sozialpolitik, die die unentgeltlich geleisteten Arbeitsstunden von Menschen in sorgenden Tätigkeiten als bedeutende Wirtschaftsleistung anerkennen und mitberechnen (3). Auch die Sorgearbeit von Erwerbslosen, Bürgergeldempfängerinnen,Menschen im Grundsicherungsbezug (ehemals Bürgergeld), Erwerbsminderungsrentnerinnen und Rentnerinnen.

Wir erwarten, dass Sie ab jetzt auch für die sorgetragenden Menschen unserer Gesellschaft in ihre politische Verantwortung gehen und den prekären Lebenssituationen der Betroffenen sowohl in den politischen Debatten zur gesetzlichen Rente, als auch in den politischen Debatten zumzur BürgergeldGrundsicherung (ehemals Bürgergeld) und in den zugeordneten Reformkommissionen angemessene Beachtung verschaffen.

Wir fordern die Umsetzung gezielter Maßnahmen, die dringend notwendig sind, um die finanzielle Not der Frauen, die jahrzehntelang sorgend tätig waren und die bereits in Altersarmut geraten sind, zu beenden.

Erste Schritte auf dem Weg könnten sein:

  • Für Menschen, die in Altersarmut geraten sind, weil sie jahrzehntelang unbezahlte und/ oder schlecht bezahlte Sorgearbeit geleistet haben: Eine Mindestrente, die würdevolles Altern, also auch gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht.
  • Nach belgischem Vorbild, zur Entlastung von Haushalten mit niedrigen und mittleren Einkommen: Subventionierte Gutscheine, mit denen haushaltsnahe Dienstleistungen in Anspruch genommen werden können.
  • Rentenversicherte Erziehungszeiten von 3 auf 7 Jahre erhöhen, auch rückwirkend.
  • Lohnersatzleistungen und Rentenpunkte für Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen, die für Pflege-, Erziehungs- oder Hausarbeitszeit ihre Erwerbsarbeit aussetzen.
  • Reduzierung der Erwerbsarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich und Anrechnung der vollen Rentenpunktzahl für Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen, die unbezahlte Sorgearbeit leisten.
  • Einführung einer Care-Abgabe: Unternehmen zahlen für die Nutzung der wirtschaftlichen Ressource Sorgearbeit einen Geldbetrag an den Staat. Dieser finanziert mit dem eingenommenen Geld die Lohnersatzleistungen für Erziehungs-, Hausarbeits- und Pflegezeiten.

Frauen raus aus der Altersarmut:
Sorgearbeit ist eine unverzichtbare Wirtschaftsleistung, auf die wir alle angewiesen sind! (4,5)


Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 1.366 (1.308 in Deutschland)


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