03.02.2026, 01:52
„Nachweislich falsch“ zu „veraltet“ geändert
Neuer Petitionstext:
Die Sanierung der Wilhelm-Busch-Schule (WBS) ist unstrittig notwendig. Nach aktuellem Planungsstand soll der gesamte Schulbetrieb ab dem Schuljahr 2027/28 an das Hanomagelände verlagert werden.
Diese Sanierung könnte jedoch – wie bei zahlreichen anderen Schulen im Raum Hannover – ebenso durch den Einsatz von Container-Klassenräumen auf dem bestehenden Schulgelände umgesetzt werden. Selbst Schulen, die teilweise oder vollständig abgerissen werden, nutzen erfolgreich Containerlösungen als Übergang.
Die Schulwiese der Wilhelm-Busch-Schule bietet ausreichend Platz. Die Container könnten mit angemessenem Abstand zur Baustelle aufgestellt werden und würden einen Unterricht ermöglichen, der frei von vermeidbarem Baulärm ist. Entgegen anderslautender Behauptungen ist das Gerücht, seitens der Stadt Hannover stünden keine Klassencontainer mehr zur Verfügung, nachweislich falsch.veraltet.
Die geplante Interimschule am Hanomagelände ist hingegen aus mehreren Gründen für Grundschulkinder unzumutbar:
- Unvermeidliches Verkehrschaos: Elterntaxis zur Stammschule, anschließender Bustransfer zum Hanomagelände sowie der reguläre Berufsverkehr treffen zeitgleich aufeinander. Planbare und verlässliche Ankunftszeiten sind kaum möglich.
- Hohe Belastung für junge Kinder: Das Gedränge in den Bussen stellt insbesondere für Erst- und Zweitklässler eine erhebliche körperliche und psychische Belastung dar.
- Zusätzliche Familienbelastung: Aus Sorge um ihre Kinder werden viele Eltern eigenständig Fahrten zum Hanomagelände übernehmen. Dies bedeutet für Familien einen erheblichen Stress im getakteten Alltag und verschärft die ohnehin angespannte Verkehrs- und Parksituation im Stadtteil Linden erheblich.
- Fehlende kindgerechte Außenflächen: Am Hanomagelände mangelt es an begrünten, schattigen Außenbereichen. Die überwiegend asphaltierten Flächen bieten im Sommer kaum Schutz vor Hitze und keine angemessenen Spiel- und Erholungsmöglichkeiten.
- Unrealistische Zeitplanung: Die Annahme, die Sanierung werde innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen sein, erscheint wenig realistisch. Es ist vielmehr zu erwarten, dass kommende Erstklässlerinnen und Erstklässler ihre gesamte Grundschulzeit verbringen, ohne das eigentliche Schulgebäude jemals betreten zu haben.
- Zusätzliche Nutzung durch eine weiterführende Schule: Auf dem Hanomaggelände soll zeitgleich eine weiterführende Schule ab Jahrgang 5 hochwachsend untergebracht werden. Die gemeinsame Nutzung des Geländes durch sehr junge Grundschulkinder und deutlich ältere Schülerinnen und Schüler ist pädagogisch problematisch und erschwert eine altersgerechte, geschützte Lern- und Pausenumgebung.
Besonders kritisch ist zudem, dass die Entscheidung zum vollständigen Umzug der Schule ohne transparente Beteiligung der Eltern getroffen wurde. Nach dem Niedersächsischen Schulgesetz (§ 96 NSchG)sind grundlegende schulische Entscheidungen demokratisch zu beraten und unter Einbeziehung des Elternrates zu treffen. Dies ist hier nicht im ausreichendem Maße erfolgt.
Wir fordern daher:
- einen sofortigen Planungsstopp der Interimschule am Hanomagelände,
- eine ernsthafte und ergebnisoffene Prüfung von Container-Klassenräumen auf dem Gelände der Wilhelm-Busch-Schule,
- einen transparenten, öffentlich einsehbaren Kostenvergleich zwischen der Interimschule inklusive Busverkehr und einer Containerlösung vor Ort.
Diese Petition setzt sich für eine kindgerechte, verkehrssichere und transparente Lösung im Sinne der Schülerinnen und Schüler der Wilhelm-Busch-Schule ein. Gerade die Grundschulzeit ist der erste Kontakt mit Schule überhaupt. Wir Eltern haben große Bedenken, dass die derzeitigen Planungen diesem besonderen Lebensabschnitt gerecht werden. Statt organisatorischer Vereinfachungen oder einseitiger Entscheidungen muss eine positive, sichere und kindgerechte Grundschulzeit im Mittelpunkt aller Überlegungen stehen.
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 37