20.02.2015, 02:47
Formale Gründe
Neue Begründung: Turnusmäßig erreichen uns über die Nachrichtenformate und investigativen Magazine der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (insbesondere das Erste und ZDF) Berichte über die Sklaverei beim Bau von Sportstätten für Großereignisse im arabischen Wüstenstaat Qatar.
Mittlerweile hat sich Qatar durch Bestechung von Funktionären einiger der wichtigsten Sportverbände der Welt (z.B. der FIFA) gegen jegliche ökonomische, ökologische und moralische Vernunft die Austragung großer Sportereignisse gesichert. Für den Bau der repräsentativen und monumentalen Sportstätten werden massenweise Gastarbeiter aus Asien ins Land geholt. Sie werden menschenunwürdig untergebracht, schlecht bezahlt (wenn überhaupt) und ihrer Menschenrechte beraubt. Z.B. werden ihnen die Pässe entzogen, damit Sie nicht ausreisen können und sie werden faktisch zur Zwangsarbeit genötigt.
Bisher vernimmt man von den kritisierenden Medien keinerlei Absichten darauf zu reagieren.
Dies muss sich ändern. Die Medien haben im Prinzip die Macht, solche Zustände sofort und langfristig zu unterbinden und dies auf einfachstem Wege: Sie berichten nicht! Vor allem dürfen sie keinerlei Bildmaterial zur Verfügung stellen.
Am Sponsoring hängt das Geld der internationalen Sportmafia. Wenn Unternehmen keinen Mehrwehrt mehr in der Bewerbung von Großveranstaltungen sehen (das gilt sowohl für Event-Sponsoren, als auch für TV-Werbung) werden die Geldflüsse zu Verbänden, Sportlern und Ausrichtern unterbrochen oder zumindest stark eingeschränkt.
Die Frage ist also, warum die Medien, insbesondere die ihren Gebührenzahlern (Grundgesetzliebende mündige Bürger rechtstaatlichen palarmentarischen Demokratie) verpflichteten öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, ihre Macht nicht einsetzen, um soziale und politische Verbesserungen zu ermöglichen.
Man muß leider davon ausgehen, das dass bisher der finanzielle Vorteil die moralische und vielleicht sogar rechtliche Verpflichtung ausgestochen hat. Das muss ein Ende haben. Die ÖR sind de jure kein kommerzielles Unternehmen, auch wenn es oft nicht so aussieht!