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  • Die Petition ist bereit zur Übergabe

    08-11-14 02:17 Uhr

    Liebe Unterzeichner der Petition gegen den Bau und Einsatz deutscher Kampfdrohnen,

    ich danke euch vielmals für eure Unterstützung in diesem sehr wichtigen Anliegen! Die von mir selbst gesetzte Zeichnungsfrist ist bereits vor über 2 Monaten geendet. Zum Verbleib der Petition gab es von mir bisher keinerlei Informationen. Dafür möchte ich mich entschuldigen und nach ausreichend Verzögerung nun alle interessierten Unterzeichner mit den abschließenden Neuigkeiten zur Petition versorgen.

    Die Petition "Klares Nein zum Bau und Einsatz deutscher Kampfdrohnen!" erreichte in den knapp zwei Monaten Zeichnungsfrist 63 Unterschriften, davon 39 online und 24 auf Papier. Für jede einzelne dieser Unterschriften vielen Dank, ich freue mich über jeden engegierten Gegner des organisierten und automatisierten Tötens!

    Während die Petition lief, befand ich mich in intensiven Vorbereitungen für einen mehrmonatigen Auslandsaufenthalt. Das Ende der Zeichnungsfrist legte ich bewusst möglichst nah an meinen Ausreisetermin. Noch während der Petitionslaufzeit fand ich kaum Zeit sie zu bewerben. Andere organisatorische Verpflichtungen, Umzugsvorbereitungen u.ä. duldeten wenig Aufschub. Dann kam die Ausreise und damit jede Menge große Veränderungen und Herausforderungen. Deshalb verzögerte sich das Schreiben dieser Benachrichtigung auch so weit. Im Falle einer massiven Beteiligung hätte ich mich bemüht, die Petition so schnell wie möglich Frau von der Leyen zukommen zu lassen. Aufgrund der - im Maßstab politischer Bürgerbeteiligung gemessen - recht geringen Unterstützerzahl habe ich diesem Aufwand schließlich keine hohe Prioriät zugesprochen. Auf eine Einreichung der Petition verzichte ich daher vollständig. Frau von der Leyen käme andernfalls vielleicht sogar auf die Idee, alle Nichtunterzeichner heißen ihre scheußlichen Pläne gut.

    Ich hoffe auf Verständnis meiner Entscheidung die Petition nicht weiter voranzutreiben und hoffe auch in Zukunft auf große Beteiligung an möglichst vielen Aktionen und Petitionen, die sich gegen Maßnahmen richten, die Hass, Gier, Ignoranz, Benachteiligung und Intoleranz schüren. Egal, wie klein die Proteste auch erscheinen mögen.

    Herzlichen Dank und verbundene Grüße
    Justus Jeromin

  • Änderungen an der Petition

    12-07-14 17:36 Uhr

    Nachtrag Quellen, Korrektur Rechtschreibfehler
    Neuer Petitionstext: Derzeit wird in Deutschland über die Anschaffung bewaffneter Drohnen, sog. "Kampfdrohnen" für die Bundeswehr diskutiert. Im Oktober 2014 läuft der Leasingvertrag für die derzeit im Einsatz befindlichen Drohnen des israelischen Herstellers IAI aus. Für die Zeit danach wird der Kauf von Kampfdrohnen für die Bundeswehr erwogen. Verteidigungsministerin von der Leyen bezeichnete die Entwicklung einer europäischen bewaffnungsfähigen Drohne als nötig und stimmte der Beschaffung von bewaffnungsfähigen Drohnen für die Bundeswehr zu. Vor Kampfeinsätzen entscheide dann zukünftig der Bundestag über den konkreten Fall.

    Diese Petition richtet sich an das Bundesverteidigungsministerium und dessen derzeitige leitenden Vorsitzende Ursula von der Leyen. Wir wollen ihnen mit dieser Petition zu verstehen geben, dass es weder im Interesse der deutschen Bevölkerung ist, unbemannte Flugdronen Flugdrohnen zu bauen, noch sie einzusetzen - gleich gegen welche Art Ziel. Wir lehnen also nicht nur die geplante Anschaffung, sondern vor allem jeglichen Einsatz (beispielsweise gemieteter) bewaffneter Drohnen gänzlich ab und fordern den sofortigen Stopp jeglicher Kampfhandlungen, in die solche Drohnen auf deutscher Seite involviert sind. Kampfdronen Kampfdrohnen anonymisieren das Töten, schüren Hass und gefährden Zivilisten. Neue Begründung: Der Einsatz von Kampfdrohnen ist ethisch und moralisch unannehmbar. Piloten von bewaffneten Drohnen steuern ihre Luftfahrzeuge aus großer Entfernung und ohne sich selbst in Gefahr zu begeben. Sie töten per Knopfdruck Menschen ohne vorheriges Gerichtsverfahren. Unterschiedlichen Schätzungen zufolge tötete die US-amerikanische Armee in Pakistan bis zu 3300 Menschen mit Kampfdrohnen. Jeder vierte bis fünfte war Zivilist oder blieb unbekannt, das sind zwischen 660 und 825 Opfer!

    Bei der Bewertung von Kampfdrohnen darf nicht nur der Schutz der eigenen Truppe erwogen werden. Diesem Schutzaspekt stehen auf der anderen Seite menschliche Opfer gegenüber. Kampfdrohnen richten gewaltigen Schaden an und erzeugen bei den Opfern mächtige Gefühle von Hilflosigkeit und Verzweiflung, die schnell in Wut und Rache umschlagen. Die anonymisierte Gewalt provoziert weitere terroristische Gegenwehr.

    Neben der physischen haben Drohnenpiloten auch eine enorme emotionale Distanz zu ihren Einsatzgebieten und der dortigen Bevölkerung. Drohnen lassen sich in einem Einsatzradius von mehreren tausend Kilometern und aus gemütlichen Büros und bequemen Sesseln ohne jegliche Beziehung zur Kampfzone fernsteuern. Per Knopfdruck werden potentielle Terroristen eliminiert. Krieg wird durch den Einsatz von unbemannten Kampfdrohnen noch unmenschlicher. Es besteht die nicht zu unterschätzende Gefahr, dass durch ihr anonymisiertes Handeln die Hemmschwelle der Piloten, das Feuer zu eröffnen, sinkt.

    Es gilt, sich der starken Rüstungsindustrie entgegen zu setzen und eindeutig zu signalisieren, dass der Einsatz bewaffneter Drohnen unvertretbar ist. Militärisch und technoligisch mögen Kampfdrohnen eine Form von Fortschritt sein, aus ethischer Sicht gehören sie aus jeglicher Kampfzone verbannt.

    Quellen / weitere Informationen:
    - www.tagesschau.de/inland/drohnen-108.html
    - www.zeit.de/2011/41/Drohne-Pro/seite-2
    - www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.pro-und-kontra-drohnen-der-ferngesteuerte-krieg-page2.34535f21-eaf3-4b92-824e-909ab5ee09f8.html