Die Bürgerinitiative „Kronberg bleibt dran – Mehr Verlässlichkeit vom ÖPNV von und nach Kronberg“ hat Ende März/April 2026 eine Nachfassbefragung unter Unterstützerinnen und Unterstützern der Petition im September 2025 durchgeführt. Bis Mitte April nahmen 134 Bürgerinnen und Bürger an der Umfrage zur Nutzung und Wahrnehmung des ÖPNV teil. Der Fokus lag auf der S Bahn-Linie S4 sowie den Anschlussverbindungen seit der Unterschriftaktion im September 2025.
Zentrale Ergebnisse • 58 % der Befragen nutzen den ÖPNV seltener oder gar nicht mehr. • 60 % sehen keine Verbesserung bei Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. • 66 % bewerten die Fahrgastinformation weiterhin als unzureichend.
Positive Aspekte Vereinzelt werden leichte Verbesserungen wahrgenommen, insbesondere bei der S4 (weniger Komplettausfälle, stabilerer Wochenendverkehr). Positiv hervorgehoben werden zudem das Engagement und die Freundlichkeit des Personals.
Hauptprobleme • Weiterhin häufige, kurzfristige Zugausfälle und vorzeitige Wenden. • Schlechte Abstimmung zwischen Bahn und Bus bei verpassten Anschlüssen. • Unzureichende, verspätete oder widersprüchliche Informationen bei Störungen. • Unzuverlässiger und schlecht kommunizierter Schienenersatzverkehr.
Auswirkungen Die mangelnde Verlässlichkeit führt zu Stress, Zusatzkosten (Taxi/Uber) und zur Abwendung vom ÖPNV. Besonders betroffen sind ältere Menschen, Fahrgäste ohne Auto sowie Personen mit Mobilitätseinschränkungen.
Fazit & Handlungsfelder Trotz punktueller Verbesserungen zeigt dieses Stimmungsbild, dass das Vertrauen der Fahrgäste nach wie vor gering ist. Die Nachfassaktion zeigt keine grundlegende Verbesserung des ÖPNV in Kronberg. Mehr als die Hälfte der Befragten nutzt den ÖPNV seltener oder gar nicht mehr. Rund zwei Drittel sehen keine besseren Informationen zu Ausfällen und Verspätungen. Es gibt vereinzelte Verbesserungen, diese werden jedoch als unzureichend empfunden. Unzuverlässigkeit, schlechte Anschlüsse und fehlende Information prägen weiterhin den Alltag der Fahrgäste
Zentrale Handlungsfelder sind: verlässliche Information, stabile Verfügbarkeit der S4 und ein funktionierender SEV. Es ist erstaunlich, dass insbesondere die Unzulänglichkeiten der Informationsbereitstellung und des SEV nicht verbessert werden konnten.
Die BI „Kronberg bleibt dran“ unter Federführung von Aktives Kronberg e.V. wird die weitere Entwicklung beobachten und auch in Zukunft mit entsprechenden Aktionen begleiten. Die Zuverlässigkeit des öffentlichen Nahverkehrs ist und bleibt essenziell für Kronberg und den Umstieg auf klimafreundlichere Transportmittel.
im September 2025 haben wir erfolgreich die Initiative „Kronberg bleibt dran“ mit einer Unterschriftenaktion durchgeführt, bei der Sie teilgenommen haben.
Da wir mit dieser Initiative dranbleiben wollen, möchten wir in einer ersten Nachfassaktion feststellen, ob sich etwas in der Situation des ÖPNVs von und nach Kronberg geändert hat.
Dazu möchten wir Sie bitten bei dieser Umfrage sechs kurze Fragen zu beantworten.
Hier ist der Link dazu: forms.office.com/e/cpMfuEtFR2
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Freundliche Grüße
Ihr Kurt Buerkin
für das Team von „Kronberg bleibt dran“
ich sende Ihnen den Brief von Herrn Stadtrat Wolfgang Siefert, Dezernent für Mobilität, mit dem er auf unser Schreiben an Herrn Mike Josef, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt und Aufsichtsratsvorsitzender des RMV, antwortet.
Wir möchten die Gelegenheit nutzen, Ihnen Danke zu sagen! Dank Ihrer Unterschriften, Ihres Engagements und Ihrer Stimme konnten wir gemeinsam ein starkes Zeichen für eine verlässliche S-Bahn in Kronberg setzen.
Wir bleiben dran – auch im neuen Jahr und werden Sie über alle Entwicklungen informieren.
Die Initiatoren wünschen Ihnen frohe Weihnachten mit einer pünktlichen Bescherung und für das Jahr 2026, dass die Versprechen des RMV und der Bahn zu einer verbesserten Betriebsqualität erfüllt werden.
Herzlichst, Ihr Kurt Buerkin
für das Team von „Kronberg bleibt dran“
die Petition wurde zusammen mit der Unterschriftenliste und den Kommentaren inzwischen an der Vorstand, sowie an den Vorsitzenden des Aufsichtsrats und dessen Stellvertreter des RMV übermittelt. Gleichzeitig wurde folgende Pressemitteilung an verschiedene Medien verteilt:
Pressemitteilung: Petition „Kronberg bleibt dran“ erfolgreich abgeschlossen – 1.868 Stimmen für eine verlässliche S-Bahn
Kronberg, 6. November 2025 – Die Bürgerinitiative „Kronberg bleibt dran“ hat ihre Unterschriftenaktion auf der Online-Plattform „openPetition“ erfolgreich abgeschlossen. Vom 9. September bis zum 6. November 2025 haben insgesamt 1.868 Bürgerinnen und Bürger die Petition unterzeichnet und damit ein starkes Zeichen für eine verlässliche und zukunftsfähige S-Bahn-Anbindung von und nach Kronberg gesetzt.
Die Petition fordert den Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und die Deutsche Bahn auf, die häufigen Ausfälle, Verspätungen und mangelhafte Kommunikation im S-Bahn-Verkehr zwischen Kronberg und Frankfurt zu beheben. Die hohe Beteiligung zeigt, wie groß der Handlungsdruck ist – nicht nur in Kronberg, sondern im gesamten Rhein-Main-Gebiet.
„Wir danken allen Unterstützerinnen und Unterstützern für ihr Engagement. Die große Resonanz zeigt, dass die Menschen nicht länger bereit sind, die täglichen Probleme im S-Bahn-Verkehr hinzunehmen“, so die Initiatoren der Petition.
Die Petition (Unterschriftenliste und über 800 Kommentare) wird nun offiziell an den Vorstand des RMV übergeben. Die Bürgerinitiative erwartet eine Stellungnahme und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der S-Bahn-Verbindung.
Folgende konkreten Maßnahmen werden gefordert:
• Zügige Umsetzung der bereits in die Wege geleiteten Investitionen in Infrastruktur und Personal, um langfristige Stabilität zu gewährleisten
• Verbesserung der Fahrplanstabilität und Pünktlichkeit im täglichen Betrieb
• Transparente, verständliche und zuverlässige Fahrgastinformationen, insbesondere bei Störungen, Verspätungen und Fahrplanänderungen
• Höhere Priorisierung der Fahrgastinformation im operativen Betrieb und in der Kommunikation
• Ausbau des Qualitätsmanagements der Fahrgastinformation, z. B. durch regelmäßige Evaluation und Rückkopplung mit Fahrgästen
• Prüfung, ob die Geschäftsleitung bei der gegenwärtigen Kundenunzufriedenheit eine Tariferhöhung für die Fahrgäste für angebracht und angemessen hält
23.10.25, 08:25 Uhr: Bürgerinitiative in Kronberg protestiert gegen unzuverlässige S4
Ständige Ausfälle, unzuverlässige Ersatzbusse und schlechte Fahrgastinformationen: Die Bürgerinitiative "Kronberg bleibt dran" beschwert sich über die Linie S4 von und nach Kronberg (Hochtaunus). Heute Abend wollen die Mitglieder ihrer Forderung nach mehr Zuverlässigkeit im ÖPNV bei einer Kundgebung in Kronberg Nachdruck verleihen.
Schon rund 1.500 Menschen haben dazu eine Petition unterschrieben. Ihr Adressat: der RMV. Aber auch dort ist man unzufrieden mit den Zuständen auf der S4. Der wesentliche Grund seien Personalengpässe in den Stellwerken der DB InfraGO. Der RMV wolle weiter Druck in der Sache machen.
Am kommenden Donnerstag, 23.10. 2025 um 17:30 Uhr lädt das Aktionsbündnis zu einer Kundgebung auf dem Beethovenplatz (beim Casals Forum) in Kronberg ein, um der Petition Nachdruck zu verleihen.
Hinweis: am 23.10.2025 um 17:30 - 18:30 Uhr findet auf dem Beethovenplatz (beim Casals Forum) in Kronberg eine Kundgebung statt, um dieser Petition Nachdruck zu verleihen. Hierzu sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen.
Am 23. Oktober 2025 um 18:00 Uhr findet in Kronberg auf dem Beethovenplatz (beim Casals Forum) eine Kundgebung zu dieser Petition statt. Wer Zeit hat ist gerne eingeladen, unserem Anliegen auch durch ein zahlreiches Erscheinen von Betroffenen Nachdruck zu verleihen.