03.10.2026, 08:25
Liebe Unterstützende,
das Veterinäramt hat laut Pressemitteilung von bunt.SfA ( unten abgedruckt ) nunmehr die Zustände am Taubenhaus Bormannspfad bemängelt und die Stadt angemahnt die Mängel zu beheben. Es heißt darin, die Stadt sei bemüht, diese abzustellen.
Bitte schickt den nachfolgenden Musterbrief an die Verantwortlichen:
oberbuergermeister@saarbruecken.de,
ministerin@umwelt.saarland.de,
k.herr@lav.saarland.de,
carolin.lehberger@rvsbr.de,
veterinaerwesen@umwelt.saarland.de,
ratsangelegenheiten@saarbruecken.de,
red-sz-service@sz-sb.de,
info@sr.de,
redaktion@saarnews.com,
Sehr geehrter Herr Conradt,
sehr geehrte Frau Dr. Herr,
sehr geehrte Frau Berg,
sehr geehrte Frau Dr. Lehberger,
sehr geehrte Amtsveterinäre,
sehr geehrte Damen und Herren der Stadtratsfraktionen,
sehr geehrte Damen und Herren der lokalen Presse und des SR,
wie in der Pressemitteilung der bunt.Saarland für Alle bestätigt wird, hat das hiesige Veterinäramt offiziel Mängel am Taubenhaus Bormannspfad festgestellt und die Stadtverwaltung angemahnt, diese umgehend zu beseitigen.
Es wäre viel Tierleid erspart geblieben, hätte die Stadtverwaltung gleich die erfahrenen, ehrenamtlichen Taubenhausbetreuer mit in die Umsiedelungsplanung einbezogen. So bleibt ein bitterer Nachgeschmack in der "vermurksten" Umsetzung. Bislang war von der Stadtverwaltung diesbezüglich nichts zu hören. Nur eine "aufgehübschte" Presseerklärung der Stadt wurde in der SZ abgedruckt.
Weiterhin besteht für die unfreiwillig verbliebenen Stadttauben am Lampertshof eine tierschutzrechtlich sehr bedenkliche Situation wegen Unterversorgung und Verelendung. Es sind bereits Tiere, die sich am Boden auf Futtersuche befanden, zu Tode gekommen. Hier muss die Stadt sofort Abhilfe schaffen. Es wurde hier schon viel zu lange gewartet. Bitte handeln Sie - das Tierschutzgesetz gilt auch für Stadttauben !
In Erwartung einer Antwort, verbleibe ich mit freundlichen Grüßen,
Vorname, Name
PRESSEMITTEILUNG
Veterinäramt bestätigt Mängel bei Taubenumsiedlung – bunt.SfA fordert konsequentes Stadttaubenmanagement
Saarbrücken. Nach neuen Informationen zur Umsiedlung der Stadttauben vom Lampertshof sieht sich die Stadtratsfraktion bunt.Saarland für Alle in ihrer Kritik an der bisherigen Umsetzung bestätigt. In einer schriftlichen Antwort auf eine Beschwerde benennt das zuständige Veterinäramt mehrere Mängel am neuen Taubenschlag sowie im Umfeld des aufgegebenen Taubenschlages Parkhaus Lampertshof: Das tägliche Entfernen toter Tiere sei angemahnt worden, ebenso fehlende Nistschalen und fehlendes Nistmaterial. Während der Hitzeperiode hätte zudem für Schatten gesorgt werden müssen.
Bemerkenswert ist aus Sicht der Fraktion auch die Einschätzung des Veterinäramtes, dass die Umsiedlung nur gelingen könne, wenn sich die Tauben am neuen Standort wohlfühlen und dort brüten können. Die Stadt sei inzwischen „grundsätzlich einsichtig und bemüht“, allerdings sei „alles nicht so schnell gegangen, wie es zugegebenermaßen gehen sollte“.
„Damit bestätigt die Fachbehörde wesentliche Kritikpunkte, die von engagierten Tierschützerinnen und Tierschützern seit Wochen vorgebracht werden“, erklärt die Fraktion. „Nistmöglichkeiten, ausreichende Versorgung und geeignete Aufenthaltsbedingungen sind keine Details. Sie sind Voraussetzung dafür, dass ein betreuter Taubenschlag überhaupt funktioniert.“
bunt.SfA fordert deshalb einen Kurswechsel im Saarbrücker Stadttaubenmanagement. Das Augsburger Modell dürfe sich nicht auf einzelne Umsiedlungen und wenige Taubenschläge beschränken. Notwendig seien ausreichend betreute Standorte, artgerechte Versorgung, geeignete Brutplätze und konsequenter Eieraustausch. Nur wenn die Tiere tatsächlich an die Schläge gebunden werden, könne ihre Population tierschutzgerecht reguliert und zugleich die Verschmutzung des öffentlichen Raums reduziert werden.
Weiterhin ungelöst sieht die Fraktion die Situation der am Lampertshof verbliebenen Tauben. „Die entscheidende Frage bleibt: Wie verhindert die Stadt dort konkret weitere Unterversorgung und weiteres Tierleid? Eine erhöhte Futtermenge am rund 500 Meter entfernten Taubenschlag Parkdeck Rathaus hilft nur den Tieren, die diesen aufgrund ihrer Standorttreue tatsächlich aufsuchen.“
Die Fraktion fordert die Stadtverwaltung auf, die Beanstandungen und erfolgten Nachbesserungen transparent darzustellen und die Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Stadttaubenverein wieder aufzunehmen.
„Statt Kritik als Panikmache oder Clickbait abzutun, sollten die dokumentierten Probleme ernst genommen werden. Erfolgreicher Tierschutz bemisst sich nicht an Pressemitteilungen, sondern an den tatsächlichen Bedingungen für die Tiere.“