Änderung am Text der Petition

04.11.2012 15:05 Uhr

Aktualisierung nach Pressekonferenz des Studentenwerks.
Neuer Petitionstext: Sehr geehrte Damen und Herren,
wir wenden uns mit diesem offenen Brief und einer Online Petition mit einem ernsten Anliegen an Sie: der Bestandsgefahr für wahrscheinlich etwa 21 Wohnheimen in Wohnheime des Studentenwerks Göttingen und der damit verbundenen deutlichen Umstrukturierung des Stadtbildes.

Über die Vorgänge in der Bühlstraße 28 und letztendlich aus der Zeitung haben wir erfahren, dass es im Studentenwerk Göttingen offensichtlich Pläne zur Abwicklung aller „kleinen“ Wohnheime in den nächsten Jahren gibt. Das das Studentenwerk sei „an der Bewirtschaftung solcher kleinen Häuser nicht mehr interessiert“, so der Geschäftsführer des Studentenwerks, Jörg Magull, in einem taz-Artikel vom 4.7.2012.
Niemand von uns wurde persönlich informiert. Erste Anzeichen gibt es aber bereits: in mehreren Wohnheimen werden Mietverträge nicht mehr verlängert beziehungsweise die MieterInnenstruktur dahingehend verändert, dass schnellere Kündigungen möglich sind.
Dies kommt in einer Zeit,
Trotz anderslautender Beiträge in der Presse wurde bisher weder über Gremienbeschlüsse noch durch verlängerte Nutzungsverträge eine Sicherheit geschaffen. Wir erwarten, dass den Worten auch Taten folgen. Auch über das Auslaufen bestehender Nutzungsverträge mit der Universität Göttingen besteht weiterhin Unklarheit.
"Es kann nicht sein, dass sich zwei so verzahnte Organisationen wie die Universität und das Studentenwerk Göttingen gegenseitig die Verantwortung zuschieben und am Ende die StudentInnnen auf der Strecke bleiben", kritisiert Lisa Kleingärtner, Sprecherin der Kampagne, die bisherige Praxis.

Wartezeiten auf Wohnplätze betragen nach Aussagen des Stundentenwerks zwischen sechs und 48 Monate betragen, wieder mehr Studierende nach Göttingen ziehen, erneut doppelten Abiturjahrgänge auf Göttingen zukommen und die Mietpreise auf dem privaten Wohnungsmarkt um über 60 % gestiegen sind. Mit der Schließung beabsichtigt das Studentenwerk neben höherer Rentabilität auch, die Wohnform WG in Einzelappartments zu ändern. Dies wird
Bedroht sind nach unserer Sicht auch alternative Wohnformen und die Möglichkeit in der Innenstadt zu wohnen, was Göttingen für junge Menschen immer attraktiv gemacht hat, einschränken. Dabei hat. Statt gemeinsamen Wohnens in Wohngemeinschaften geht der Trend laut Jörg Magull zu Einzelzimmern. Gleichzeitig gibt es bisher aber nach eigener Aussage des Studentenwerks keinerlei Leerstand in WGs.

Das Studentenwerk hat das Studentenwerk als Stiftung öffentlichen Rechts soziale Verantwortung zu übernehmen. Laut niedersächsischem Hochschulgesetz und eigener Satzung ist es seine Aufgabe, die Studierenden sozial und kulturell zu fördern. Das Studentenwerk erhofft sich durch die Schließung der „kleinen“ Wohnheime eine Steigerung der Rentabilität. Doch es ist nicht seine Aufgabe, nach Profit zu streben. Rücklagen und Querfinanzierung, sowie kostengünstige oder gar kostenlose Nutzungsverträge mit Stadt und Universität haben über Jahrzehnte positive Einnahmen ermöglicht.
Schlechtes Wirtschaften darf nicht auf Studierende abgewälzt werden! Neue Begründung: Wir sehen neben unseren Wohnhäusern vor allem eine Kultur des Miteinanders in den Heimen in Göttingen bedroht. Statt gemeinsames Lernen und Leben zu unterstützen, werden seit Jahren Einzelwohnzellen in Mietbunkern außerhalb des Stadtkerns ausgebaut.

Dabei lebt gerade die Stadt Göttingen von den Studierenden. Wenn diese Attraktivität wegfällt und die Studierenden in Randbezirken verschwinden gewinnt, vielleicht der Discounter, aber nicht das Göttinger Flair.

Mit bereits vollzogenen Schließungen hat sich die Wohnsituation in Göttingen verschärft. Ein Beispiel ist die Geiststraße 10: mit der Schließung 2010 wurde aus über 60 Wohnheimplätzen
Leerraum. Das Gebäude steht seitdem unbenutzt herum – solche unsinnigen Planungen werden im Vorfeld immer als notwendig und unumgänglich verkauft. Einige Mietverträge mögen legal auslaufen, aber wir

Wir sehen uns alle zusammen in der Verantwortung für künftige Studiengenerationen, kostengünstiges und attraktives Wohnen zu erhalten. Eine Verantwortung, für die das Studentenwerk eigentlich mal gegründet wurde. Daher werden wir unsere Wohnheime nicht einfach sich selbst oder dem freien Markt überlassen!

Wir fordern:

– von der Stadt und dem Rat der Stadt Göttingen eine eindeutige Positionierung zur Unterstützung alternativer und vielfältiger Wohnformen in Göttingen

– eine öffentliche Aussage - von der Stadt Göttingen ob weitere Universität Göttingen, dass sie die Nutzungsverträge mit dem Studentenwerk bestehen auf lange Zeit verlängert (mindestens 25 Jahre), damit das Studentenwerk für diese Planungssicherheit hat und ob es Pläne gibt, diese zu kündigen

– von der Universität Göttingen eine öffentliche Erklärung, dass bestehende Nutzungsverträge für Wohnheime bei Interesse langfristig erneuert werden, so wie es notwendige Investitionen planen und auch bisher immer der Fall war vornehmen kann

– vom Studentenwerk, Studentenwerk Göttingen, dass es aus der Schließung der Geiststraße den Worten Taten folgen lässt.
Wir erwarten, dass es in seinen Gremien (Vorstand und den Vorgängen in der Bühlstraße endlich lernt! Wir erwarten Stiftungsrat) eine öffentlich erklärte, unbefristete langfristige Bestandsgarantie für alle „kleinen“ unsere Wohnheime beschließt
Wir erwarten, dass angebotene Verlängerungen der Nutzungsverträge angenommen werden und die Annahme verlängerter Nutzungsverträge! Mietverträge zeitnah wieder verlängert werden.

Sie alle tragen eine Verantwortung dafür, den sozialen Frieden in dieser Stadt zu erhalten. Eine derart umfassende Bedrohung studentischen Wohnens in Göttingen hat es lange nicht gegeben. Hier ist jetzt früh im Vorfeld eine eindeutige Positionierung wichtig, bevor auch nur einzelne Schließungspläne nach und nach umgesetzt werden.
Am Rande sei noch bemerkt, dass wir uns von der Planungsebene des Studentenwerks in Zukunft ein anderes Agieren wünschen. Derartige Pläne nicht öffentlich zu debattieren, ist nicht erst seit Stuttgart 21 als Fehler erkannt worden!

Änderung am Text der Petition

25.10.2012 00:52 Uhr

Tippfehler
Neuer Petitionstext: Sehr geehrte Damen und Herren,
wir wenden uns mit diesem offenen Brief und einer Online Petition mit einem ernsten Anliegen an Sie: der Bestandsgefahr für wahrscheinlich etwa 12 21 Wohnheimen in Göttingen und der damit verbundenen deutlichen Umstrukturierung des Stadtbildes.

Über die Vorgänge in der Bühlstraße 28 und letztendlich aus der Zeitung haben wir erfahren, dass es im Studentenwerk Göttingen offensichtlich Pläne zur Abwicklung aller „kleinen“ Wohnheime in den nächsten Jahren gibt. Das Studentenwerk sei „an der Bewirtschaftung solcher kleinen Häuser nicht mehr interessiert“, so der Geschäftsführer des Studentenwerks, Jörg Magull, in einem taz-Artikel vom 4.7.2012. Niemand von uns wurde persönlich informiert. Erste Anzeichen gibt es aber bereits: in mehreren Wohnheimen werden Mietverträge nicht mehr verlängert beziehungsweise die MieterInnenstruktur dahingehend verändert, dass schnellere Kündigungen möglich sind.
Dies kommt in einer Zeit, in der Wartezeiten auf Wohnplätze nach Aussagen des Stundentenwerks zwischen sechs und 48 Monate betragen, wieder mehr Studierende nach Göttingen ziehen, erneut doppelten Abiturjahrgänge auf Göttingen zukommen und die Mietpreise auf dem privaten Wohnungsmarkt um über 60 % gestiegen sind. Mit der Schließung beabsichtigt das Studentenwerk neben höherer Rentabilität auch, die Wohnform WG in Einzelappartments zu ändern. Dies wird alternative Wohnformen und die Möglichkeit in der Innenstadt zu wohnen, was Göttingen für junge Menschen immer attraktiv gemacht hat, einschränken. Dabei hat das Studentenwerk als Stiftung öffentlichen Rechts soziale Verantwortung zu übernehmen. Laut niedersächsischem Hochschulgesetz und eigener Satzung ist es seine Aufgabe, die Studierenden sozial und kulturell zu fördern. Das Studentenwerk erhofft sich durch die Schließung der „kleinen“ Wohnheime eine Steigerung der Rentabilität. Doch es ist nicht seine Aufgabe, nach Profit zu streben. Rücklagen und Querfinanzierung, sowie kostengünstige oder gar kostenlose Nutzungsverträge mit Stadt und Universität haben über Jahrzehnte positive Einnahmen ermöglicht. Schlechtes Wirtschaften darf nicht auf Studierende abgewälzt werden!