• Änderungen an der Petition

    at 22 May 2020 15:52

    Einstellen eines Beispiels zur Untermauerung der Argumenttion


    Neue Begründung: Besucherandrang:
    Bei einer sofortigen, vollumfänglichen und uneingeschränkten Öffnung des öffentlichen Lebens werden die meisten Menschen ihre Arbeit wieder aufnehmen. Dadurch ist es schon rein aus Zeitgründen zunächst nur wenigen Menschen möglich ein öffentliches Bad ganztägig oder über längere Zeit zu besuchen.
    Die Situation ändert sich allerdings schlagartig, sollte bis zum Beginn von Ferienzeiten damit gewartet werden, da dann sehr viele Menschen aus der Bevölkerung Urlaub oder Schulferien haben. Erfahrungsgemäß verbringen die Menschen an sonnigen Tagen dann sehr gerne Ihre Freizeit in Badeanlagen und Freizeiteinrichtungen.
    Reaktionszeit:
    Durch eine sofortige Öffnung dieser Anlagen wird aus vorgenannten Gründen zunächst nur ein langsamerer Anstieg der Besucherzahlen erfolgen. Der besondere Vorteil hierbei wäre z.B. auch, bei eventueller, allerdings nicht zu erwartender Entwicklung, steigender Corona Fallzahlen in Verbindung mit Bädern, rechtzeitig und schnell genug reagieren zu können
    .
    Wetter/ Temperaturen:
    Weiter sind derzeit die Temperaturen für einen solchen "Testlauf" noch ideal, da diese derzeit nicht zu hoch sind und die damit verbundene Frequentierung von Badegewässern noch gering bleibt.
    Hingegen wären bei einer Öffnung der Anlagen während einer hochsommerlichen Phase, Bäder, in Hinblick auf die derzeit bestehende Abstandsregelungen und Hygienemaßnahmen, vor eine schier unlösbare Aufgabe gestellt.
    Sicherheit vor Ertrinken
    Als weiter Folge einer zu späten Öffnung oder gar einer komplett ausfallenden Saison von Badestätten würde die Bevölkerung andere, z.T. nicht freigegebene oder unbewachte Badestellen, wie dies bereits schon jetzt häufiger zu beobachten ist, aufsuchen. Dadurch sind vorallem Nichtschwimmer einer potenziellen Gefahr ausgesetzt.
    Unter dem Hintergrund, dass derzeit über 60% aller Kinder unter 10 Jahren nicht ausreichend gut schwimmen können um z.B. in Seen oder Flüssen zu Baden, könnte es, aufgrund der "Corona" Maßnahmen, zu einer Übersterblichkeit bei Ertrinkungsfällen die es ohne die aktuellen Maßnahmen nicht gäbe, kommen.
    Ein Ertrinkungsfall der aus unserer Sicht möglicherweise, wenn er auch etwas anders gelagert ist, aneinem bewachten Gewässer verhindert hätte werden können.
    www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/ludwigshafen/teenager-ertrinkt-in-ludwigshafen-100.html
    Eine Aufhebung der Maßnahmen sollte nach unserem Ermessen daher umgehend stattfinden.
    Wirtschaft
    Der wirtschaftliche Aspekt ist dabei noch nicht berücksicht. Aufgrund der vorgesehenen Maßnahmen wird sich die wirtschaftliche Situation verm. auch bei den Bädern verschlechtern. Reiner Vereinsbetrieb ist wirtschaftlich gleichzusetzen mit einer Schließung bei voller Betriebsbereitschaft mit allen Personalkosten. Bei rund 2700 Bädern ergäbe sich daraus ein Defizit von mind. 300 Mio €
    Virologie
    Um den gesundheitlichen Aspekt nochmals hervorzuheben möchten wir auf die Virologie und die hygenischen Aspekte der Wasseraufbereitung in öffentlichen Bädern eingehen.
    Aus wissenschaftlich erwiesener Sicht darf ein Virus/Bakterium oder eine kolloniebildende Einheit im Badewasser öffentlicher Bäder max. 30 Sekunden bis zur deren Abtötung überleben. Aus diesem Grund sind für Badewässer Richtlinien erlassen worden, sodass Badewässer, durch entsprechende Desinfektionsmittelzugabe, bereits Trinkwasserqualität besitzen und somit ungefährliche Badewässer darstellen.
    Diese Vorgaben werden bereits seit Jahren durch die bestehenden technischen Anlagen erfüllt. Aber auch hier ist die Zeit in den meisten Bädern nicht stehengeblieben, sodass die Anlagen ständigen Neuerungen unterlagen und diese Vorschriften bereits seit vielen Jahren, auch bei Extrembelastung der Becken, die geforderte Wasserqualität sicherstellen und übertreffen. Zum Nachweis der Wasserqualität werden auch durch die örtlichen Gesundheitsämter regelmäßig Proben dem Wasser entnommen und bei Abweichungen der Sollwerte entsprechende Auflagen angeordnet und umgesetzt.
    Statistik
    Zur Ertrinkungsstatistik für Deutschland gib es aktuell folgende Zahlen beispielhaft aus dem Jahre 2019:
    417 Menschen verloren ihr Leben durch Ertrinken. Davon gab es 11 Tote in öffentlichen Bädern bei einem Gesamtbesuchsaufkommen von rund 135 Mio Besuchern ist dies eine sehr "positive" Bilanz gegenüber unbewachten Gewässern auch wenn selbst diese Zahl möglicherweise noch gesenkt werden kann.
    Anders sieht dies wie erwähnt an anderen Badestellen aus. Mindestens 380 Personen ertranken in Seen, Buchten, Flüssen, usw. Oft weil diese Anlagen allein durch ihre Gestaltung nicht gut genug bewacht werden können. Diese Zahl könnte durch die Corona-Maßnahmen exponentiell ansteigen.
    Wir möchten also festhalten:
    Eine personengruppenabhängige oder eine zu späte Öffnung von Badebetrieben sowie eine komplett gestrichene Badesaison eines öffentlichen Bades birgt die Gefahr von exponentiell steigenden Ertrinkungtoten

    Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 44 (37 in Baden-Württemberg)

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