15.01.2021, 13:48
Änderung bze.Korrektur aufgrund von Rechtsschreibfehlern
Neuer Petitionstext:
Die Vermeidung eines überlasteten Gesundheitssystems hat seit Pandemiebeginn Priorität bei allen Überlegungen und Beschlüssen der Bundesregierung und der Landesregierungen (www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/pressekonferenz, 14.12.2020). Während der Lockdowns wird allen Menschen dringend empfohlen zu Hause zu bleiben und Sozialkontakte zu vermeiden (www.aerztezeitung.de/Politik/ Merkel-Bitte-bleiben-Sie-zu-Hause). Kinder und Jugendliche sollen zu Hause betreut und beschult werden. Nicht jeder Mensch, nicht jedes Kind hat ein sicheres Zuhause.
Ich fordere, dass sich die o.g. politisch entscheidenden Akteure ab sofort mit gleicher Priorität und mit dem gleichen Engagement ebenso für den Schutz von benachteiligten Kindern und Jugendlichen aus schwierigen familiären Verhältnissen einsetzen, damit diese keine, durch pandemiebedingte Massnahmen verursachte,verursachten, seelischeseelischen und körperlichekörperlichen Schäden erleiden.
Nicht alle Kinder haben das Glück, zu Hause von fürsorglichen, interessierten und psychisch stabilen Eltern/-teilen betreut zu werden und selbst diese geraten in der Pandemie an ihre Grenzen. Kinder u.Jugendliche aus Familien mit viel Unterstützungs- und Begleitungsbedarf brauchen aus meiner Sicht grundsätzlich und auch in der aktuell unsicheren und ihnen auch vermutlich angstmachende Lage insbesondere weiterhin und ununterbrochen vertraute stabilisierende Strukturen mit sicheren, pädagogisch geleiteten Anlaufstellen (wie z.B. ein Kinder- und Jugendfreizeitzentrum).
Desweiteren fordere ich, dass sofort verbindlich ausgeschlossen werden muss, dass die Betreuungsangebote verschiedener Träger erneut pandemiebedingt komplett geschlossen werden. (www.come-on.de/lennetal/werdohl/coronavirus-werdohl-jugendzentren-bleiben-vorerst-geschlossen).
Hinzu kommt der wichtige Aspekt, dass diese Einrichtungen weiterleitende und somit eine eingreifende und entscheidende Funktion innehaben bei häuslicher Gewalteskalation und dem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung. Wenn diese Stellen wegbrechen (sowie auch Kitas und Schulen), dann drohen gefährliche Situationen: Mehr Gewalt und Opfer werden befürchtet (Aktuelle Stunde, WDR, Heinz Hilgers, Dt.Kinderschutzbund, 11.1.21). Unsicherheit und Sorge, welche sich auf mögliche unerkannte Fälle von Missbrauch, Gewalt und Vernachlässigung junger Menschen bezieht, sowie auf evtl.nicht erkannte Badarfe von Familien, Kindern und Jugendlichen wird aufseiten von Jugendämtern geäussert (Deutsches Jugendinstitut, Studie 06/20, Kinder-und Jugendhilfe in Zeiten von der Corona-Pandemie, S.68).
Ich denke, es darf nicht geschehen, dass Kinder und Jugendliche von den ihnen vertrauten Betreuungspersonen weggeschickt werden müssen aufgrund von pandemiebedingter Personenanzahlbeschränkung, sondern es muss dem Kind o.Jugendlichen dann ein alternatives, ansprechendes, für sie auch gut erreichbares Betreuungsangebot gemacht werden, damit sie sich nicht ausgegrenzt fühlen.
Mein Vorschlag ist, dass Räume und Personal hierfür schnellstmöglich vom Staat finanziert werden und Konzepte von Fachleuten erstellt werden müssen. Zum Beispiel könnten Pädagogik-oder Psychologiestudenten und Studentinnen oder weitere geeignete Menschen angefragt werden, um in der Pandemie einen Zuverdienst erhalten zu können.
Ich bin überzeugt, dass Kinder und Jugendliche "echte" menschliche Kontakte brauchen (In einer Pandemie im Rahmen eines sehr guten Hygienekonzeptes) und, dass digitale Aufrüstung "echtes" Zusammensein nicht ersetzen kann. Ihnen ihre sozialen Räume und Zufluchten zu verschliessen, kann sich deshalb sehr negativ auswirken auf ihre weitere Entwicklung.
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 13 (13 in Deutschland)