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    at 20 Mar 2014 16:35

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe MitzeichnerInnen,

    Sie haben sicherlich das Antwortschreiben des Intendanten des ZDF auf unsere Sammelbeschwerde zur Kenntnis genommen. Für mich war das Eingeständnis, dass sowohl der Verlauf der kritisierten Sendung, als auch die Einzelleistung des Moderators Markus Lanz als suboptimal definiert wurde, immerhin ein Erfolg. Auch die Versicherung, dass Programmbeschwerden stets ernst genommen würden, trug zur Versöhnung bei.
    Irritiert registrierte ich daher folgende Presseerklärung des ZDF-Intendanten Dr. Bellut nach der 8. Sitzung des Fernsehrates, in der schon wieder kräftig relativiert wurde. Von unglücklicher Konstellation innerhalb der Gesprächsrunde ist die Rede und von der Notwendigkeit kritischer Nachfragen seitens der Journalistinnen und Journalisten, auch wenn es die "Möglichkeit im Netz gäbe, diese Berufsgruppe zu verfolgen“.
    Aber hören Sie selbst: www.wwwagner.tv/?p=24465
    Besonders perfide finde ich die auffällige und mehrfache Wiederholung der Berufsbezeichnungen „Journalistinnen und Journalisten“ in der Erklärung. Es wird so suggeriert, dass die Petenten mittels virtueller Instrumente gegen die Pressefreiheit vorgegangen wären und somit ein im Grundgesetz verankertes Recht attackiert hätten.
    Es mag sein, dass Herr Lanz von Beruf Journalist ist, aber von einer periodischen, publizistischen Tätigkeit, mit dem Ziel seriöse Meinungsbildung zu befördern, ist sein Format weit entfernt.
    Die von den BeitragszahlerInnen alimentierte Tätigkeit als Talk- und Showmaster unterscheidet sich deutlich von der idealtypischen Ausprägung des Berufsstandes Journalist – sowohl in Bezug auf verlässliche Recherche, Information und Integrität als auch in der Art und Weise, sich seinen Lebensunterhalt verdienen zu müssen.

    Da sich der Fernsehrat des ZDF, laut Aussage von Ruprecht Polenz, in seinem Selbstverständnis als Anwalt der Zuschauerinnen und Zuschauer sieht, verwundert mich auch die Weigerung dieses Gremiums, auf die bislang umfangreichste Publikumsbeschwerde in der Geschichte des Fernsehens angemessen zu reagieren.

    Mich bestärken die Reaktionen der hohen Herren des ZDF im Nachhinein darin, dass wir mit der Gründung der „Ständigen Publikumskonferenz“ den Grundstein für den Aufbau einer unabhängigen, demokratischen Kontroll- und Beschwerdeinstanz für mehr Mitsprache der BeitragszahlerInnen gelegt haben.

    Gestatten Sie mir noch ein paar persönliche Worte. Ich habe unzählige Mails von Ihnen erhalten, die größtenteils wertschätzender und positiver Natur waren. Natürlich gab es auch kritische Stimmen, viele Fragen, Hinweise und Anregungen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Beantwortung aller Mails für mich nicht leistbar ist und ich lediglich konkrete Anliegen bearbeiten kann.

    Hinweisen möchte ich nochmals auf unser Internetportal forum.publikumskonferenz.de/. Sie können sich anmelden oder auch als Gast Beiträge verfassen und sich über die verschiedenen Initiativen und Ideen informieren, mitdiskutieren oder sich auch inhaltlich einbringen.
    Sie finden im Portal die Satzung unseres Vereins, sodass Sie sich ein Bild über Ziele und Anspruch machen können. Der Antrag auf Mitgliedschaft wird online gestellt, sobald wir ordentlich im Vereinsregister eingetragen sind und eine Bankverbindung angeben können.

    Vielleicht wird aus dem Mitzeichner oder der Mitzeichnerin bald ein Mitglied?

    Ich würde mich freuen von Ihnen zu lesen.

    Herzliche Grüße
    Ihre Maren Müller

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