• Zeichenbegrenzung zerteilte die Mail

    23.10.2014 16:42 Uhr

    Sehr geehrte damen und Herren,

    leider zerteilte die Zeichenbegrenzung meine Mail. Hier der rest:


    Nicht nur Falschbehauptungen zu Ungunsten der Russischen Föderation und der russischsprachigen Bevölkerung in der Ostukraine erregen die Gemüter des Publikums, auch das Weglassen brisanter Informationen lässt an der Redlichkeit der Sendeanstalten zweifeln: Man verschweigt Vorstrafen und kriminelle Geschäfte ukrainischer Machthaber und Oligarchen, man berichtet nur unzureichend über unvorstellbare Massaker an der russischen Bevölkerung, wie z.B. in Odessa geschehen. Falsche Tote und falsche Täter führen dazu, dass Massaker, die politisch nicht in den Kram passen, gezielt totgeschwiegen, bagatellisiert und in den Hintergrund gespielt werden. Auch das Auffinden von Massengräbern wird zur Randnotiz degradiert.

    Für Kai Gniffke, dem ersten Chefredakteur der Tagesthemen gibt es jedoch keinen Grund, sich für Fehler zu entschuldigen oder in der Berichterstattung nun gar “gegenzusteuern".
    blog.tagesschau.de/2014/09/29/zwischenbilanz-der-ukraine-konflikt-in-der-tagesschau/

    Auch ZDF-Chefredakteur Peter Frey postuliert in einem Interview, www.neues-deutschland.de/artikel/949029.journalisten-haben-ein-wichtigkeitsgen.html
    dass es keinen Glaubwürdigkeitsverlust gäbe und dass das ZDF gerade in den Krisensituationen der letzten Monate bewiesen habe, dass es eine erstklassige Adresse für unabhängigen Journalismus in Deutschland sei.

    Im „energischen Zurückweisen“ von Beschwerden www.neopresse.com/medien/ard-programmbeirat-gibt-zu-berichterstattung-ist-einseitig-und-voreingenommen/
    sind die Verantwortlichen beider öffentlich-rechtlicher Medienanstalten einsame Spitze. www.tagesspiegel.de/medien/ukraine-konflikt-im-zdf-hakenkreuz-und-ss-rune-protest-von-zuschauern/10685462.html

    Offensichtliches lässt sich allerdings weder wegleugnen noch vertuschen, auch wenn aus unerfindlichen Gründen plötzlich reklamierte Beiträge ohne Erklärung oder Richtigstellung aus den Mediatheken verschwinden.

    Bereits durch diverse Betrugsaffären innerhalb weniger relevanter Themenbereiche publikumskonferenz.de/forum/viewtopic.php?f=37&t=102
    wurde das Vertrauen des Publikums in die öffentlich-rechtlichen Medienanstalten nachhaltig beeinträchtigt. Momentan streiten sich Journalisten in Glaubwürdigkeits-Rankings mit Versicherungsvertretern, Werbern und Politikern um die letzten Plätze. www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/vertrauensvolle-berufe-die-meisten-vertrauen-feuerwehrmaennern-a-954481.html
    Worin mag das wohl seine Ursachen haben?

    Die öffentlich-rechtlichen Medien gehören uns allen. Wir finanzieren die Programme, die Gehälter und Honorare, die Infrastruktur und produzieren mit unseren Beiträgen Einkommensmillionäre am laufenden Band. Parteien, Verbände und Kirchen kontrollieren die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten durch ihre Beteiligung in den jeweiligen Gremien. Die Fehlentwicklung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu Ungunsten einer neutralen und fairen Berichterstattung hat unter anderem seine Ursachen in diesem undurchdringlichen Filz von Freundeskreisen, Interessenlagen und Verflechtungen. Wir wollen, dass die Gremien künftig frei von politischen (und) Partikularinteressen ihren Aufgaben nachgehen können und somit der Einfluss aller gesellschaftlich relevanter Meinungen und Interessen sicher gestellt wird.

    Ein „weiter wie bisher“ akzeptieren wir jedenfalls nicht.

    Für unsere weitere Arbeit benötigen wir die Unterstützung der BeitragszahlerInnen. Senden Sie uns auch weiterhin Hinweise und Programmbeschwerden, lassen Sie nicht nach in Ihrer Kritik an mangelhafter Berichterstattung – insbesondere dann nicht, wenn es sich um sensible, den Weltfrieden gefährdende, Themen handelt.

    Werden Sie Mitglied im e.V. (unsere Satzung sieht auch Härtefallregelungen vor) publikumskonferenz.de/blog/beitrittsformular/mitglied-werden/
    oder unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende. publikumskonferenz.de/blog/
    Informieren Sie sich regelmäßig auf unserem Internetportal und sparen Sie nicht mit sachlicher Kritik, sollten Ihnen Angebote und Inhalte nicht zusagen.

    Nur gemeinsam können wir erreichen, dass das von uns finanzierte Angebot des öffentlich-rechtlichen Rundfunks seinem ursprünglichen Anliegen verpflichtet ist, die demokratischen, sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Gesellschaft zu erfüllen – und zwar objektiv, unparteilich und ausgewogen.

    Herzliche Grüße

    Maren Müller

Helfen Sie uns unsere Unabhängigkeit von Parteien, Politik und Wirtschaft weiterhin zu sichern!

Jetzt spenden