• Beschluss des Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft

    05.05.2017 00:00 Uhr

    Auszug aus dem Bericht des Petitionsausschusses (Stadt) Nr. 19 vom 5. Mai 2017

    Der Ausschuss bittet, folgende Eingabe für erledigt zu erklären, weil die Stadtbürgerschaft
    keine Möglichkeit sieht, der Eingabe zu entsprechen:

    Eingabe Nr.: S 19/140

    Gegenstand:
    Erhalt des sanierten Unibades

    Begründung:
    Die Petentin fordert den Erhalt des sanierten Unibades. Sie begründet ihr Anliegen damit, dass eine
    weitere Sanierung mit deutlich geringeren Kosten möglich sei, als vom Senat veranschlagt. Zudem
    weist sie auf den architektonischen Wert der Immobilie hin und vertritt die Auffassung, dass der
    geplante Neubau auf dem Gelände des Horner Bades keinen geeigneten Ersatz für das einzige
    wettkampftaugliche Schwimmbad in der Region Nordwest darstelle. Die Petiti on wird von 770
    Mitzeichnerinnen und Mitzeichnern unterstützt.

    Der Petitionsausschuss hat zu dem Vorbringen des Petenten Stellungnahmen der Senatorin für
    Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport sowie der Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit
    und Verbraucherschutz eingeholt. Unter Berücksichtigung dessen stellt sich das Ergebnis der
    parlamentarischen Prüfung wie folgt dar:
    Durch die Schließung des Studienganges Sport an der Universität Bremen besteht kein Bedarf und
    keine Möglichkeit mehr, dass Uni bad für die Belange von Forschung und Lehre zu nutzen. Die
    Herauslösung des Bades aus dem Betrieb der Universität stellt keine Alternative dar, weil von Seiten
    der Universität Bedarf an zentral gelegenen Flächen und Gebäuden besteht. Die Kosten für die
    wei tere Sanierung des Unibades würden die zunächst veranschlagten 18 Millionen Euro aufgrund
    der Anforderungen an Sicherheit und Statik überschreiten. Der Senator für Inneres und Sport hat
    2014 ein Bäderkonzept erstellt, um den künftigen Bedarf an Wasserflächen zu ermitteln und den
    Umgang mit dem hohen Sanierungsbedarf insbesondere im Unibad, dem Westbad sowie dem
    Horner Bad darzustellen. Der Senat am 16.12.2014 wie folgt beschlossen:
    „Der Senat bittet den Senator für Inneres und Sport in Zusammenarbeit mit der Bremer
    Bädergesellschaft, die bisherige Vorplanung für die Variante I zu konkretisieren (…) Die
    Sanierungsmaßnahmen an den Bäderstandorten im Bremer Westen und in Horn werden auf dieser
    Basis als Gesamtprojekt mit mehrjähriger Umsetzung behandelt.“

    Das neue, in unmittelbarer Nähe zum Unibad geplante Bad wird die gleiche Wasserfläche wie das
    Unibad aufweisen. Vorgesehen sind zehn Bahnen mit einer Länge von 50 m, sodass auch

    Wettkämpfe durchgeführt werden können. Den Schwimmverbänden wurde dabei die Mögli chkeit
    eingeräumt, ihre Interessen mit einzubringen.

    Der Petitionsausschuss bedauert die Schließung des Unibades. Gleichwohl hält er einen
    dauerhaften Erhalt aus Kostengründen für nicht vertretbar.

    Begründung (PDF)

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