Änderungen an der Petition

13.09.2016 18:29 Uhr

Anpassung des Titels, um besser klarzustellen, worum es in der Petition eigentlich geht.
Durch eine Zeichenbegrenzung des Titels (max. 100 Zeichen), können nicht alle Informationen der Petition schon im Titel stehen!


Neuer Titel: Sehr geehrte Geehrte Ministerpräsidenten: Stärken Sie die deutschen Bürgermedien in Deutschland!
durch eine Mindestfinanzierung!


Änderungen an der Petition

13.09.2016 18:21 Uhr

Tippfehler beseitigt


Neuer Petitionstext: Sehr geehrter geehrte Ministerpräsidenten,
zur Zeit bekommen die Landesmedienanstalten einen Anteil von rund 1,9% aus den Rundfunkgebühreneinnahmen Rundfunkbeitragseinnahmen (Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag §10 Abs. 1). Von diesem Geld für die Landesmedienanstalten kommen aber aktuell nur knapp 0,3% bei den Bürgermedien in Deutschland an (25* Mio. von ca. 8.324 Mio.).
(*Quelle: Bürgermedien in Deutschland, Bundesverband Offener Kanäle, Oktober 2015)
Der Bedarf der Bürgermedien, als dritte Säule der Medienlandschaft in Deutschland, wird nirgendwo beziffert, geschweige denn in die Berechnungen der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) mit einbezogen.
So kann es dann auch passieren, dass jetzt zum Beispiel die Radio-Abteilung des Hamburger Bürger- und Ausbildungskanals TIDE vor der Schließung steht, nur weil der zuständigen Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein Einnahmen an anderer Stelle wegfallen. Bei einer garantierten Finanzierung mit nur 1% der Rundfunkgebühreneinnahmen Rundfunkbeitragseinnahmen wäre dieses Problem gar nicht erst aufgetreten.
Um solche Notsituationen in Zukunft zu verhindern und dem Bürgerfunk auch nur annähernd die Bedeutung zukommen zu lassen, die ihm gebührt, bitten wir Sie um Folgendes:
Setzen Sie sich für die Änderung der relevanten Staatsverträge, Gesetzte und Verordnungen ein, so dass die Landesmedienanstalten mit mindestens 3% der Einnahmen aus den Rundfunkgebühren dem Rundfunkbeitrag finanziert werden und eine Finanzierung der Bürgermedien in der Bundesrepublik Deutschland mit mindestens 1% dieser Einnahmen gewährleistet ist.
Fördern Sie aktiv die Etablierung von Bürgermedien, falls es in ihrem Bundesland noch keine geben sollte.
Die Bürgermedien sollten eigentlich neben dem öffentlich rechtlichen und dem privaten Rundfunk eine dritte Säule der Medienlandschaft darstellen. Mit einer Finanzierung von zur Zeit knapp 0,3% der Einnahmen aus den Rundfunkgebühren dem Rundfunkbeitrag gleichen die Bürgermedien momentan eher einem Streichholz neben den beiden Säulen des öffentlichen und des privaten Rundfunks. Und auch die Finanzierung mit mindestens 1% ist für eine dritte, gleichberechtigte Säule in der Rundfunklandschaft noch eine sehr bescheidene Forderung.
Wenn beispielhaft die Rundfunkgebühren der Rundfunkbeitrag nicht um volle 30 Cent pro Monat und Haushalt gesenkt würden, sondern dieses Geld den Landesmedienanstalten zur Finanzierung der Bürgermedien und anderer Projekte zur Verfügung gestellt würde, dann wäre das Finanzierungsproblem bereits gelöst.
Wir wollen die Qualität der deutschen Bürgermedien als dritte Rundfunksäule langfristig erhalten und ausbauen und bitten Sie deshalb um Folgendes:
Setzen Sie sich für eine Finanzierung der Landesmedienanstalten mit 3% des Rundfunkbeitrags ein und dafür, dass von diesem Geld zweckgebunden mindestens ein Drittel an die Bürgermedien weitergegeben wird.


Neue Begründung: Neben den privaten kommerziellen Sendern und den öffentlich rechtlichen, schaffen die Bürgermedien eine besseres Gleichgewicht und Meinungsvielfalt. Diese winzig kleine Säule der Demokratie darf nicht alle paar Jahre von der Politik oder politischen Interessen hinterfragt werden. Die Finanzierung muss so gestaltet sein, dass die Bürgermedien Ihre Arbeit zur Sicherung der Meinungsvielfalt, sowie bei der Förderung von Medienkompetenz wahrnehmen können. Hier erinnern wir noch einmal an die wichtigsten Merkmale, die die Bürgermedien auszeichnen:
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- Sie geben Bürgerinnen und Bürgern den chancengleichen und unzensierten Zugang zu Hörfunk und Fernsehen,
- sie bieten gebührenfreie Seminare und Kurse an zum Erlernen der Radio- und TV-Produktion,
- sie stellen die notwendigen Produktionsmittel – auch gebührenfrei – zur Verfügung,
- sie beraten und unterstützen die Bürgerproduzenten bei ihren medialen Vorhaben,
- sie vermitteln Medienbildung mit einer breiten Palette von Workshops, Projekten, Vorträgen und vielem mehr – meist in Kooperation mit Trägern schulischer, außerschulischer und universitärer Bildung, und
- sie tragen zur lokalen Information bei.
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(*Quelle: Bürgermedien in Deutschland, Bundesverband Offener Kanäle, Oktober 2015)
Im Januar 1984 ging das erste Bürgermedium in Deutschland an den Start. In den letzten 30 Jahren sind mehr als 170 Bürgermedien aus 14 Bundesländern dazugekommen. Heute werden dort jährlich rund 200 Ausbildungsplätze vergeben. Die Auszubildenden bekommen in den Bürgersendern das notwendige Rüstzeug, um später in nicht unerheblicher Zahl von den „großen“ Sendern mit Handkuss übernommen zu werden. Die Bürgermedien erreichen pro Tag zwischen 1 und 1,5 Millionen Hörer, sind unabhängig, senden werbefrei, sind gemeinnützig und dienen dem Allgemeinwohl. Finanziert werden die Bürgermedien zur Zeit mit weniger als knapp 0,3% der Rundfunkgebühreneinnahmen Rundfunkbeitragseinnahmen von 8,3 Milliarden Euro pro Jahr.
Die Bürgerinnen und Bürger zahlen zwar die Rundfunkgebühren, den Rundfunkbeitrag, haben aber keinen Einfluss auf die Verwendung des Geldes, das sie bezahlen.
Diese Petition macht nun einen (sehr bescheidenen) Vorschlag für die Verwendung des Geldes:
Mindestens 3% der Rundfunkgebühren sollen des Rundfunkbeitrags soll an die Landesmedienanstalten gehen und zweckgebunden mindestens ein Drittel davon für Bürgermedien eingesetzt werden.