Region: Wuppertal

Tierschutzzentrum Wuppertal darf nicht verloren gehen!

Petition richtet sich an:
Bergische Diakonie, Landgericht Wuppertal & Präsident des Landtags NRW

5.046 Unterschriften

Sammlung beendet

5.046 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet Juni 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht am 17.09.2025
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Neuigkeiten

18.09.2026, 11:12

Liebe Unterstützende,

schon seit Jahren fehlt Wuppertal ein Tierschutzzentrum. Die Bemühungen des Vereins Pechpfoten, eines auf dem Gelände der Bergischen Diakonie Aprath zu errichten, sind derzeit Gegenstand eines langwierigen Gerichtsverfahrens. Am 6. Oktober soll es vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht weitergehen. „Wir hoffen darauf, dass das Urteil des Landgerichtes bestätigt und damit rechtskräftig wird.

Geplant ist ein modernes Tierschutzzentrum mit parkartiger Anlage auf zwei Hektar Fläche, in den vergangenen Jahren wurde viel Arbeit in die Sanierung eines früheren Mädchenheims der Diakonie gesteckt, ebenso wie viele Spendengelder. Ein Vertrag dazu wurde 2022 abgeschlossen. Mit einem Vorstandswechsel bei der Bergischen Diakonie fingen aber auch die Schwierigkeiten an: Im Juni 2024 wurde der Vertrag einseitig gekündigt mit der Begründung, dass das nahe gelegene Tierschutzzentrum für die zum Teil schwer psychisch erkrankten Klienten der Diakonie „keinen tatsächlichen Mehrwert“ hat.

Dabei war die Grundidee, die Bewohner mit in die Arbeit einzubeziehen, sodass sowohl die Tiere als auch die Menschen voneinander profitieren können. Die Diakonie teilte im vergangenen Jahr gegenüber unserer Zeitung mit: „Unser Auftrag ist es, hilfsbedürftige Menschen zu schützen und zu unterstützen. Darin dürfen wir keine Abstriche machen. Auch nicht für andere, sehr lobenswerte Ziele, wie den Tierschutz.“ Die Idee sei zwar gut, die Interessen eines Tierschutzvereins würden sich aber nicht mit den Aufgaben einer Diakonie in Einklang bringen, da es für eine inklusive Teilhabe mit professioneller Begleitung feste Rhythmen und klare Strukturen brauche. Diese seien aber nicht realisierbar, so die Diakonie.

Das Landgericht hat diese einseitige Kündigung aber für nichtig erklärt: Der Vertrag sei rechtsgültig und nicht kündbar. Die Diakonie hatte dagegen Ende 2025 Berufung eingelegt, seither wartet man auf die Fortführung am Oberlandesgericht. Diverse Mediationsgespräche in der Vergangenheit haben nichts gebracht.

Schon seit Februar 2026 gibt es eine Online-Petition für ein Tierschutzzentrum, die sich an OB Miriam Scherff und den Vorstand der Bergischen Diakonie richtet. „Tatsächlich geht diese Petition von einer Privatperson aus. Wir freuen uns sehr über die Unterstützung, stehen aber in keinem Kontakt mit dieser Initiative“, betont Anke Süper.

Dennis Süß gibt online an, dass er diese Petition gestartet hat, um das allgemeine Interesse an einem Tierschutzzentrum in Wuppertal zu unterstreichen. Er begründet seinen privaten Einsatz damit, dass er ein großer Tierfreund sei und persönliche Tierrettungen ihn stark geprägt habe. Mit der Petition hofft er auch, die Diakonie zu einem Umdenken bewegen zu können und hofft auf viel Unterstützung. Mittlerweile haben fast 3900 Menschen unterschrieben, 2855 davon kommen aus Wuppertal.

Letzteres ist ausschlaggebend für eine Funktion der Plattform openPetition, auf der die Petition zu finden ist: Gibt es aus Wuppertal mindestens 2600 Unterstützerinnen und Unterstützer, fordert die Plattform eine Stellungnahme der zuständigen Entscheidungstragenden ein. Unterschriften sind noch bis zum 6. Oktober möglich – dann wird die Unterschriftensammlung an die Empfänger geschickt und der Dialog gesucht.

openpetition.de/petition/online/buergerinitiative-fuer-das-tierschutzzentrum-an-der-bergischen-diakonie-apr


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