Weiteres Vorgehen

15.09.2012 07:52 Uhr

Die Bürgerinitiative "Windkraft im Grabfeld, aber mit Maß und Ziel" werden die Unterschriften zusammen mit noch andere Unterschriften den Landrat Dr. Habermann überreichen.
Der Termin steht noch nicht fest.

Änderung am Text der Petition

03.08.2012 21:11 Uhr

Schreibfehler
Neuer Petitionstext: Abstand der Windkraftanlagen WKA von jeglicher Wohnbebauung (gem. WHO) von mindestens 2000 m zum Erhalt von Gesundheit und Wohlbefinden der Anwohner.

Größe der WKA begrenzt auf das 3fache der durchschnittlichen Kirchturmhöhe im Milzgrund

Keine Abholzung unserer Wälder für Windkraftanlagen/Windparks

Keine Umspannwerke und keine überirdischen Stromleitungen (Hochspannungsleitungen)

Erhaltung unserer intakten Natur, Artenvielfalt, Kulturlandschaft, Landschaftsästhetik, Naturschutz

Befragung und Einbeziehung der Bürger zum Thema Windkraftanlagen mit Unterschriftenaktion in unseren Ortschaften Neue Begründung: Windkraftanlagen sind in Unterfranken im Grabfeld nicht vertretbar, da aufgrund der Windverhältnisse eine wirtschaftliche Nutzung nicht gegeben ist. Zudem muss eine vom Steuerzahler finanzierte Zweitversorgung mit konventionellen Anlagen zur Grundlastsicherung betrieben werden. Es kann somit kein konventionelles Kraftwerk durch Windkraftanlagen ersetzt werden.

Damit treten die Auswirkungen der Windkraftanlagen (WKA) auf Mensch und Natur in den Vordergrund.

• WKA gefährden unsere wertvolle Kulturlandschaft und beliebte Ausflugs- und Wandergebiete wie vor der Kulisse der Kaiserberge und des Albtraufes.
Das Landschaftsbild wird durch über 200 m hohe Industrieanlagen mit drehenden Rotoren geprägt. Eine erholsame Betrachtung der Landschaft ist nicht mehr möglich.

• WKA gefährden den Lebensraum für heimische Tierarten, besonders für seltene bzw. bedrohte Tierarten wie Milan, Kranich, Schleiereule, Schwarzstorch und Fledermaus.
Drehende Rotoren sind für Vögel nicht einschätzbar. Sie werden bei Kollision regelrecht zerstäubt und Luftdruckschwankungen lassen die Lungen von Fledermäusen platzen. Die Gebiete wie die Voralb das Grabfeld bieten Nistmöglichkeiten und Nahrungsgrundlage des Rotmilans.
• WKA gefährden unsere Gesundheit.
Belästigung durch nächtliches Leuchtfeuer zur Flugsicherung.
Schlaglicht und Schattenwirkung der drehenden Rotoren kann epileptische Anfälle auslösen.
Der an der WKA entstehende niederfrequente Infraschall wirkt kilometerweit. Er kann Herzrhythmusstörungen, Schlafstörungen, Angstzustände und Depressionen hervorrufen. Dies ist bereits durch Ärzte dokumentiert. Geräuschentwicklung durch Interferenzeffekte und wetterbedingte Einflüsse werden bei der Planung nicht beachtet und führen zur erhöhten Lärmbelästigung in Form von Windgeräuschen, Schwebungen und Pfeifen, gerade auch nachts.

• WKA gefährden die wirtschaftliche Nutzung für Tourismus und für die Naherholung.
Die wirtschaftlichen Folgen werden wir zu tragen haben. Nicht nur durch stark steigende Strompreise und Wertminderung von Immobilien bis 30% bei Verkauf und Vermietung, bis sogar zur Unverkäuflichkeit.

Damit ist vorrangig ein berechtigtes öffentliches Interesse zum Schutz unserer Gesundheit, der Natur und der Landschaft gegeben, das den Bauvorhaben zur Errichtung von Windkraftanlagen entgegensteht.

Im Namen aller Unterzeichner.
Grabfeld, 29.07.2012