Petition richtet sich an:
Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages
Die Crispr-Technologie wurde entwickelt, um Behinderungen beim Menschen auf genetischer Ebene zu behandeln. In den USA wird hier Pionierarbeit geleistet, zudem wurde die Technologie durch Unternehmen wie "Odin" stark vereinfacht und somit auch Privatleuten zugänglich gemacht, die kein teures Labor im Rücken haben. In Deutschland wird die Technologie dagegen behandelt wie die verpönte Gentechnik, deren Gesetzestexte auf veralteten Statuten beruhen. Die Crispr-Technologie ist hierzulande für den Privatforscher unzugänglich. Für kleine Labore sind die Regularien zu hoch bzw. zu teuer. Die Technologie verbleibt somit in der Macht großer Pharmakonzerne - deren Primärziel das Balance Sheet ist, nicht die Gesundheit der Menschen.
Der Grund, warum hier die Novellierung des Gentechnik-Gesetzes gefordert wird, ist nicht der Wunsch nach Narrenfreiheit im Umgang mit hochmoderner Gentechnik, sondern der Weckruf an die Politik und Gesellschaft, wie sehr wir uns in Deutschland von den Errungenschaften in diesem Sektor zurückfallen lassen und abhängig von den USA machen. Der Horizont muss in dieser Hinsicht neu ausgerichtet werden.
Crispr ist nicht nur in der Lage, behinderten Menschen zu mehr Lebensqualität und Lebensfähigkeiten zu verhelfen. Crispr ist auch in der Lage, uns die Unausweichlichkeit vor dem Altern zu nehmen, indem es Zellzerstörungen repariert. Die Folge wäre, dass alte Menschen nicht gleich schwache oder gar kranke Menschen sein müssen. Es könnte normal werden, dass Menschen mit 80 Jahren genauso belastbar bleiben wie mit 30 Jahren. Oder sogar, dass Menschen mehrere Hundert Jahre alt werden - und zwar gesund und fähig. Entsprechend steht die Versorgung alter Menschen in der Zukunft nicht länger in den Sternen. Sie können sich selbst versorgen und weiterhin der Arbeit nachgehen, die sie erfüllt. Familien werden entlastet, Altersheime werden zu einer skurrilen Erscheinung, über die man nur noch entsetzt sein kann. Der Anschluss an die Gesellschaft bleibt auch im höheren Alter bestehen. Das "höhere Alter" wird neu definiert. Die Wirtschaftsleistung wird enorm gesteigert, altersbedingte Tode werden eine Seltenheit. Und gerade für Entwicklungsländer wäre dies ein sogenannter Game Changer. Und wer hierdurch Überbevölkerung befürchtet: die haben wir schon. Doch aktuell besteht mind. ein Drittel der Bevölkerung aus nicht mehr leistungsfähigen Menschen aufgrund von Altersschwäche. Mit einer Crispr-Gesellschaft sterben natürlich immer noch Menschen an Unfällen etc. Aber wir lassen sie nicht länger an der als unvermeidlich deklarierten Krankheit namens "Alter" dahinsiechen, sondern halten sie in der Gesellschaft. Wenn wir darüber hinaus bald andere Planeten besiedeln, brauchen wir gesunde Menschen. Viele davon.
Begründung
Neue Technologien werden nicht gesellschaftsreif, indem man sie dem Ungleichgewicht des Kapitalismus' überlässt. Man muss sie mit konstruktiven, d.h. Fortschritt ersehnenden Regularien den Menschen zur Verfügung stellen. Erst dann erhält man Fortschritte, die zuvor unmöglich schienen. So war es beim Auto, beim Computer, beim 3D-Drucker oder bei so vielen anderen Technologien, die heute völlig natürlich Teil unseres Alltags sind. Generalisierte Ablehnung war nie Förderer des Fortschritts. Mit der trägen Stehenbleiben-Mentalität säßen wir heute noch in Höhlen fest.
Unter den beiden folgenden Links gibt es tiefergehende Informationen zum Thema. Je mehr Aufmerksamkeit Crispr und auch Sens.org (Stiftung zur Beendigung des Alterungsprozesses), desto mehr verschwindet das Wort "unmöglich" aus dem Kontext.
https://www.transgen.de/forschung/2564.crispr-genome-editing-pflanzen.html
https://www.sens.org/our-research/intro-to-sens-research/