Energiewirtschaft - Parlamentarischer Beauftragter für die Energiewende

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an
Deutschen Bundestag

465 Unterschriften

Der Petition wurde nicht entsprochen

465 Unterschriften

Der Petition wurde nicht entsprochen

  1. Gestartet 2011
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Beendet

Dies ist eine Online-Petition des Deutschen Bundestags.

Petition richtet sich an: Deutschen Bundestag

Der Deutsche Bundestag möge beschließen baldmöglichst a) einen "Parlamentarischen Beauftragten für die Energiewende" zu wählen und b) bei der Bundesregierung darauf hinzuwirken ein "Nationales Forum Energiewende" einzuberufen. Beide Institutionen sind im Abschlussbericht der von Bundeskanzlerin Angela Merkel eingesetzten und von Bundesminister a.D. Klaus Töpfer geleiteten ?Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung? angeregt und beschrieben worden.

Begründung

Erst wenn wir den Prozess zwischen Neuverschuldung, Schuldendienst und Energieimporten stoppen und heimische, dezentrale Erneuerbare Energie nutzen, kann sich unser Staat und die Regionen ? gerade auch mit Solarenergie ? entschulden. Wir brauchen daher eine schnelle, unumkehrbare Energiewende. Geht es nach der Bundesregierung, soll der Anteil der erneuerbaren Energien am Energieverbrauch in den nächsten 40 Jahren auf lediglich 60 Prozent und am Stromverbrauch auf lediglich 80 Prozent steigern. Wir wollen jedoch nicht zu einer künstlichen und vollkommen unnötigen Verlängerung des jetzigen Zustandes in der fossil-atomaren Energieversorgung beitragen. Wir halten dagegen: 100 Prozent erneuerbare Stromversorgung in elf Jahren ist möglich. Institutionen, die diesen Prozess transparent gestalten könnten wurden bereits durch die von Bundeskanzlerin Angela Merkel eingesetzten ?Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung? dargestellt. Dieser Vorschlag wurde bisher von der Regierung nicht umgesetzt. Diese Petition soll diesen Beschluß herbeiführen.

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 20.11.2011
Sammlung endet: 07.03.2012
Region: Deutschland
Kategorie:  

Neuigkeiten

  • Pet 2-17-18-751-030694Energiewirtschaft
    Der Deutsche Bundestag hat die Petition am 31.01.2013 abschließend beraten und
    beschlossen:
    Das Petitionsverfahren abzuschließen, weil dem Anliegen nicht entsprochen werden
    konnte.
    Begründung
    Mit der Petition wird gefordert, einen "Parlamentarischen Beauftragten" für die
    Energiewende einzusetzen sowie "ein Nationales Forum Energiewende"
    einzuberufen.
    Die Eingabe führt aus, dass die Ethik-Kommission "Sichere Energieversorgung" in
    ihrem Abschlussbericht vom 30.05.2011 u. a. vorschlägt, das Amt eines
    unabhängigen Parlamentarischen Beauftragten für die Energiewende beim
    Deutschen Bundestag einzurichten und ein Nationales Forum Energiewende zu
    schaffen. Das Nationale Forum Energiewende solle anhand von öffentlichen
    Veranstaltungen und Bürgerdialogen den öffentlichen Diskurs zur Energiewende
    institutionalisieren. Anlass zu diesen Vorschlägen der Ethik-Kommission seien die
    besonderen Herausforderungen der Energiewende hinsichtlich eines konsequenten
    Monitorings und eines umfassenden Projektmanagements.
    Um den jetzigen Zustand einer fossil-atomaren Energieversorgung sobald als
    möglich zu beenden, müsse eine 100%ige Stromversorgung aus erneuerbaren
    Energien innerhalb von elf Jahren angestrebt werden.
    Die Petition führt aus, dass die durch erneuerbare Energien erzeugte Stromleistung
    tagesaktuell teilweise größer sei als der von mehrere Kernkraftwerke gemeinsam
    produzierte Strom.
    Im Interesse eines zunehmend aus erneuerbaren Energien gewonnenen und
    zugleich dezentral erzeugten Stroms sowie zur Vermeidung unnötiger
    Energieimporte spricht sich die Petition dafür aus, den bislang von der

    Bundesregierung nicht umgesetzten Vorschlag der Ethik-Kommission in Bezug auf
    die Einrichtung eines Nationalen Forums Energiewende und die Schaffung eines
    Parlamentarischen Beauftragten für die Energiewende sobald als möglich
    umzusetzen.
    Wegen weiterer Einzelheiten zu dem Vorbringen wird auf die mit der Eingabe
    eingereichten Unterlagen verwiesen.
    Bei der Eingabe handelt es sich um eine öffentliche Petition, die zum
    Abschlusstermin für die Mitzeichnung 465 Unterstützer fand sowie auf der Internet-
    Seite des Petitionsausschusses 48 Diskussionsbeiträge bewirkt hat.
    Der Petitionsausschuss hat zu dem Anliegen eine Stellungnahme des
    Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
    angefordert. Das Ergebnis der parlamentarischen Prüfung lässt sich auf dieser
    Grundlage nunmehr wie folgt zusammenfassen:
    Der Petitionsausschuss weist darauf hin, dass die Umsetzung der Energiewende
    gegenwärtig eine der politischen Kernaufgaben darstellt, die durch eine gemeinsame
    Anstrengung aller Akteure zu bewältigen ist. Vor diesem Hintergrund begrüßt der
    Petitionsausschuss, dass das BMU und das Bundesministerium für Wirtschaft und
    Technologie (BMWi) mit anderen betroffenen Ressorts unter Einbeziehung von
    Wirtschaft, Wissenschaft, Bürgern und Verbänden zur Bewältigung dieser Aufgaben
    eng zusammenarbeiten. Hierzu gehört auch die Einrichtung des Kraftwerksforums
    und der Netzplattform, in der die zivilgesellschaftlichen Akteure im engen Kontakt mit
    Wirtschaft, Gesellschaft und Politik Lösungen für den Umbau der deutschen
    Energieinfrastrukturen und -netze erarbeiten und konkrete Vorschläge entwickeln.
    Des Weiteren begrüßt der Petitionsausschuss, dass die Bundesregierung am
    20.10.2011 den Monitoring-Prozess "Energie der Zukunft" beschlossen und
    festgelegt hat, wonach das Bundeswirtschaftsministerium und das
    Bundesumweltministerium unter Einbeziehung der anderen betroffenen Ressorts
    jährlich einen faktenbasierten Monitoring-Bericht und alle drei Jahre einen
    umfassenden Fortschrittsbericht vorlegen. Die Berichte werden jeweils nach
    Beschlussfassung im Kabinett dem Deutschen Bundestag zugeleitet. Zusätzlich wird
    der externe Sachverstand der Zivilgesellschaft durch eine Kommission aus vier
    Energieexperten hinzugezogen, die zur Begleitung des Monitoring-Prozesses eine
    Stellungnahme verfassen.

    Weiterhin stellt der Petitionsausschuss fest, dass nicht nur der zügige Ausbau des
    Anteils erneuerbarer Energien an der Stromversorgung, sondern auch der optimale
    wirtschaftliche Einsatz kommerzieller Kraftwerke und der verstärkte
    grenzüberschreitende Stromhandel den raschen Ausbau des Höchstspannungs-
    Übertragungswertes in Deutschland dringend erforderlich werden lassen. Zur
    Integration erneuerbarer Energien zeichnet sich hierbei in den Verteilnetzen ein
    erheblicher Ausbau- und Erneuerungsbedarf ab. Der Petitionsausschuss begrüßt
    daher, dass mit dem vom Bundesrat am 08.07.2011 gebilligten Energiepaket auch
    das Gesetz über Maßnahmen zur Beschleunigung des Netzausbaus
    Elektrizitätswerke (NABEG) verabschiedet wurde. Dieses enthält zahlreiche
    Elemente, damit die notwendigen Verfahren auf Bundes- und Landesebene für die
    zuständigen Behörden vereinfacht und beschleunigt werden können, ohne die
    Interessen und Rechte der Betroffenen zu beschneiden.
    Angesichts der im Jahr 2011 umfangreich verabschiedeten gesetzgeberischen
    Maßnahmen, die zur Herbeiführung der Energiewende auch in erheblichem Maße
    auf den Überlegungen der Ethik-Kommission basieren, vermag der
    Petitionsausschuss nach den vorherigen Darlegungen nicht in Aussicht zu stellen,
    weitergehenden Forderungen der Ethik-Kommission nach einem „Parlamentarischen
    Beauftragten“ und einem „Nationalen Forum Energiewende“ zu entsprechen. Er
    empfiehlt daher, das Petitionsverfahren abzuschließen, weil dem Anliegen nicht
    entsprochen werden kann.

    Begründung (PDF)

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