Fachfremde Lebenserfahrung vor Berufsstart in Verwaltung, Justiz, Schule und Erziehung

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an
Parlamente

4 Unterschriften

Petitionsempfänger hat nicht reagiert.

4 Unterschriften

Petitionsempfänger hat nicht reagiert.

  1. Gestartet 2021
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Gescheitert

Petition richtet sich an: Parlamente

Die Zugangsbedingungen zu öffentlich relevanten Berufen sollen so umgestaltet werden, dass beim Berufsabschluß / dem Start in den Beruf / der Ernennung ins Amt eine mehrjährige Berufspraxis aus ganz anderen Welten, also fachfremd nachgewiesen sein muss, jedoch noch nicht während der Ausbildung / dem Studium / in berufsvorbereitenden Jahren bzw. bei Soldat*innen in den ersten drei Berufsjahren, sofern in diesen noch keine Führung ausgeübt wird:

  • Mindestens 5 Jahre fachfremde Erfahrung ab dem 15. Lebensjahr, bei Richter*innen mind. 8 Jahre
  • mindestens zwei fachfremde Erfahrungen, in unterschiedlicher Fachrichtung, von je mind. 1,5 Jahren, davon höchstens 1 Jahr durch Studium oder Schule
  • als nicht fachfremd bei Stellen in der öffentlichen Verwaltung soll gelten: öffentliche Verwaltung, Justiz, kaufmännische Berufe, Polizei, Militär
  • als nicht fachfremd bei Polizist*innen soll gelten: öffentliche Verwaltung, Justiz, Sicherheitsdienste, Polizei, Militär
  • als nicht fachfremd bei Soldat*innen soll gelten: öffentliche Verwaltung, Sicherheitsdienste, Polizei, Militär
  • als nicht fachfremd bei Lehrer*innen soll gelten: Schule, Hochschule, Erziehung, Erwachsenenbildung
  • als nicht fachfremd bei Erzieher*innen soll gelten: Schule, Hochschule, Erziehung, Erwachsenenbildung, Pflege
  • als nicht fachfremd bei Richter*innen soll gelten: öffentliche Verwaltung, Justiz, juristische Berufe (Anwalt, Notar, Rechtspflege, ...), kaufmännische Berufe incl. Steuerberatung u. Wirtschaftsprüfung, Polizei, Militär
  • bei Richter*innen darüberhinaus die Forderung einer mind. 3-jährigen Erfahrung in einem Berufs-Umfeld, in dem weit überwiegend nicht-akademisch gebildete Menschen arbeiten

Begründung

Unsere Gesellschaft ist stark spezialisiert und aufgeteilt in ganz unterschiedliche Lebenswelten. Häufig kennen die einen Menschen die Lebensrealität, die täglichen Konflikte, Schwierigkeiten, aber auch Erfolge der Menschen in anderen Branchen und Milieus gar nicht richtig.
Das ist an sich schon ungut, aber noch verträglich in den meisten Berufen. Nicht aber in Berufen, wo das Handeln oder Entscheiden Auswirkung auf Menschen hat, die sich dem kaum entziehen können.
Besonders wichtig halte ich die Erfahrung anderer Lebenswelten bei Richter*innen, damit nicht der Paragraph mehr gilt als der Mensch. Bei Verwaltungsleuten erhoffe ich mir mehr Praxisnähe und Menschlichkeit, bei Lehrkräften und Erziehenden die Kenntnis der Welt, in sie die jungen Menschen begleiten, bei Soldat*innen und Polizist*innen erhoffe ich mir darüberhinaus ein wirksames Gegengewicht zu rechtsradikalen Tendenzen.
Auch bei Parlaments-Abgeordneten ist fachfremde Erfahrung wünschenswert, soll aber ausdrücklich nicht reguliert werden, um den freien Zugang zum Parlament nicht einzuschränken.

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 14.02.2021
Sammlung endet: 18.12.2021
Region: Deutschland
Kategorie: Bildung

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützende,
    der Petent oder die Petentin hat innerhalb der letzten 24 Monate nach dem Einreichen der Petition keine Neuigkeiten erstellt und den Status nicht geändert. openPetition geht davon aus, dass der Petitionsempfänger nicht reagiert hat.

    Wir bedanken uns herzlich für Ihr Engagement und die Unterstützung,
    Ihr openPetition-Team
  • Hallo Frau Czwielong, liebe Barbara, liebe Marion,

    nun ist die Petition abgelaufen. Da sie nicht allzuviele Unterschriften erhalten hat, hab ich sie, wie schon angekündigt, formlos an 2 Abgeordnete des Bundestags geschickt.

    ###
    Hier ist der Text dieses Emails in Kopie:

    Betreff: Leute, die im Leben herum gekommen sind, treffen weisere Entscheidungen
    An: andrej.hunko@bundestag.de, stefan.wenzel@bundestag.de

    Hallo Herr Hunko, hallo Herr Wenzel,

    wenn Menschen, die nur Schule und Ausbildung oder Studium hinter sich haben, in verantwortliche Positionen kommen, also "auf die Menschheit losgelassen werden", dann wird mir mulmig. Die haben ja noch gar nichts vom Leben mitbekommen, denke ich mir da.

    Ich schreibe dies genau Ihnen beiden, denn an Ihren Lebensläufen ist erkennbar, dass Sie herum gekommen sind im Leben.

    Meine Petition auf openpetition.de:
    www.openpetition.de/petition/online/fachfremde-lebenserfahrung-vor-berufsstart-in-verwaltung-justiz-schule-und-erziehung

    geht in diese Richtung. Sie ist nun abgelaufen und hat nur oder immerhin vier Unterschriften. Die einzige inhaltliche Rückmeldung war, dass sie wohl zu sehr nach Vorschrift und Verbot klingt. Vielleicht braucht das Thema eine andere Form der Umsetzung. Auf jeden Fall bin ich überzeugt, dass es der Gesellschaft gut tut, wenn Menschen mit Einfluss und in Entscheidungs-Positionen Lebenserfahrung und Weitblick haben.

    Wenn Sie eine Gelegenheit finden, dies zu fördern, unterstützen Sie bitte diese Vielfalt.

    herzliche Grüße und weiter viel Erfolg in Ihrer Arbeit
    Stephan Pickl

    ### Soweit das Email

    Etwas schade ist, dass es 2 Männer sind und keine Frau, an die ich geschrieben hab. Ich hab lange bei den Grünen-Frauen nach einer Person gesucht, die wirklich Vielfalt im Lebenslauf hat, hab aber keine gefunden, bei der dies so deutlich war, wie bei Hr. Wenzel.

    Nun ist die Petition also beendet und ich werde mich wieder anderen Themen zuwenden.

    Vielleicht sehen wir uns mal (wieder) persönlich.

    herzliche Grüße
    Stephan
    bzw. Stephan Pickl
  • Hallo Ihr,

    seit längerem stagniert diese Petition. Wir sind nun incl. mir selbst genau vier Menschen, die unterschrieben haben; zwei davon sind persönliche Bekannte von mir. Das ist noch eine recht kleine Schar.

    Ich habe ab und zu in Emails im Verwandten- und Bekanntenkreis auf die Petition hingewiesen. Es gab (außer euch) nur eine Reaktion: da hieß es, dass die Petition vielleicht abschreckt, weil sie so nach Vorschrift und Verbot klingt. Ansonsten keine Rückmeldung, keine Unterzeichnung.

    Daher wende ich mich jetzt an euch: Wenn ihr die Möglichkeit habt und bereit seid, noch Leute anzuschreiben, tut dies gerne. Vielleicht kommt noch Bewegung rein. Das wäre schön.

    Wenn sich die Zahl der unterzeichnenden Menschen nicht deutlich erhöhen sollte, schwebt mir vor, mir 2 Bundestagsabgeordnete, je eins von den Grünen und den Linken, herauszusuchen und sie gegen Jahresende per Email über die Petition zu informieren. Und es dann gut sein zu lassen.

    Aber wie gesagt, jetzt ist eine gute Zeit, noch Menschen darauf aufmerksam zu machen.

    herzliche Grüße
    Stephan

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