9 Unterschriften
Petition richtet sich an: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV)
Wir fordern den Gesetzgeber auf, gesetzliche Mindeststandards und Transparenzvorgaben für freiwillige herstellerseitige Garantieprogramme im Automobilsektor (wie z. B. der „Toyota Relax Garantie“) zu
verankern.
Immer mehr Autohersteller werben aggressiv mit langjährigen „Sorglos-Garantien“ von bis zu 15 Jahren, sofern Kunden ihr Fahrzeug lückenlos in Vertragswerkstätten warten lassen. Verbraucher erbringen über Jahre hinweg erhebliche finanzielle Vorleistungen in Form teurer Inspektionen beim Vertragshändler, um genau diesen Garantieschutz aufrechtzuerhalten.
Tritt jedoch ein kostenintensiver Schadensfall ein – etwa ein Motorschaden oder ein Defekt an zentralen Baugruppen, verweigern Hersteller immer wieder die Leistungsübernahme unter Berufung auf intransparente, hochgradig schwammige Ausnahmeklauseln. Da freiwillige Garantien gesetzlich kaum reguliert sind, agieren Hersteller derzeit als „Richter in eigener Sache“.
Konkret fordern wir:
Verbindliche Transparenzgebote:Hersteller müssen Garantieversprechen so formulieren, dass
Ausschlussgründe für Laien vorab eindeutig erkennbar sind.
Faire Beweislastregelung:Wenn Kunden nachweislich alle Herstellervorgaben zur Wartung erfüllt
haben, darf die Beweislast bei Schadensfällen innerhalb der Garantiezeit nicht einseitig auf den
Verbraucher abgewälzt werden.
Unabhängige Schlichtungspflicht:Einrichtung einer unabhängigen, neutralen Prüfstelle bei
Garantieablehnungen im vier- und fünfstelligen Euro-Bereich.
Verbot irreführender Garantiewerbung: Werbung mit langjährigen Garantien muss an tatsächliche, gerichtlich überprüfbare Schutzstandards gekoppelt werden.
Begründung
Freiwillige Herstellergarantien dürfen nicht als bloßes Kundenbindungsinstrument missbraucht werden,
um Fahrzeughalter an überhöhte Werkstattpreise zu kette, während das Haftungsrisiko im Schadensfall systematisch auf den Verbraucher abgewälzt wird.
In der Praxis führt die aktuelle Rechtslage zu einem eklatanten Machtasymmetrie-Problem: Einzelne
Verbraucher stehen multinationalen Konzernstrukturen gegenüber. Ohne ein teures und risikoreiches
Gerichtsverfahren haben Geschädigte kaum eine Handhabe, wenn berechtigte Ansprüche unter
Berufung auf schwammige Klauseln abgelehnt werden.
Ein konkretes Beispiel betrifft Halter von Fahrzeugen von der Marke TOYOTA: Trotz lückenloser
Markenwartung nach Herstellervorgaben werden Kostenübernahmen bei Schäden verweigert. Dies führt das gesamte Werbeversprechen einer „Relax Garantie“ ad absurdum.
Es braucht klare gesetzliche Leitplanken, um fairen Wettbewerb zu garantieren, Verbraucher vor
irreführender Marktkommunikation zu schützen und die Waffengleichheit im Garantierecht
wiederherzustellen.
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
29.07.2026
Sammlung endet:
28.01.2027
Region:
Deutschland
Kategorie:
Verbraucherschutz
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