Für eine verlässliche Betreuung - Prüfung des Beitritts zum Kita-Verbund jetzt!

Petition richtet sich an
Gemeinderat Ortsgemeinde Kleinsteinhausen

89 Unterschriften

Die Petition wurde vom Petenten zurückgezogen

89 Unterschriften

Die Petition wurde vom Petenten zurückgezogen

  1. Gestartet Dezember 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Gescheitert

Petition richtet sich an: Gemeinderat Ortsgemeinde Kleinsteinhausen

Liebe Eltern der Kita Kleinsteinhausen,
 
unsere Kinder verbringen viele wertvolle Stunden in der Kita – einem Ort, der ihnen Sicherheit, Förderung und Gemeinschaft schenkt. Umso wichtiger ist es, dass die Rahmenbedingungen zuverlässig sind und die Betreuung auch dann gewährleistet bleibt, wenn personelle Engpässe auftreten.
 
Die Erfahrungen der letzten Jahre haben jedoch gezeigt, dass unser aktuelles System an seine Grenzen kommt. Darum setzen wir uns als Eltern dafür ein, dass unsere Kita dem Kita-Verbund der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land beitritt. Der Verbund hat sich seit drei Jahren als stabil, zuverlässig und zukunftsfähig bewährt. Alle anderen Einrichtungen der Verbandsgemeinde haben gute Erfahrungen gemacht. Unsere Kita ist die letzte kommunale Kita, die noch nicht im Verbund ist. Damit wir die gleichen Vorteile, Sicherheiten und Unterstützung erhalten wie alle anderen Einrichtungen, müssen wir jetzt handeln.
 
Die Verbandsgemeinde hat ihre Bereitschaft zur Übernahme der Trägerschaft bereits zugesichert. Es fehlt nur noch die Zustimmung der Ortsgemeinde – und DAFÜR BRAUCHT ES UNSERE GEMEINSAME STIMME!

Begründung

1.   DIE FAKTEN SPRECHEN FÜR SICH: Zwei Kita-Jahre mit deutlichen Belastungen
 
Kita-Jahr 2024/2025:

  • 224 Öffnungstage
  • 51 Tage ohne Regelbetrieb

→ Das entspricht 10 Wochen eingeschränkte Betreuung
Jeder vierte Öffnungstag war betroffen
 
Kita-Jahr 2025/2026 (Stand 5.12.2025):

  • 78 Öffnungstage
  • 14 Tage ohne Regelbetrieb

→ Bereits jetzt waren fast 20 % aller Öffnungstage eingeschränkt
 
Diese Zahlen zeigen:
Personalmangel ist kein Ausnahmefall, sondern ein strukturelles Problem. Für Kinder bedeutet das Unruhe im Alltag, für Eltern enorme Belastung, für das Kita-Team ständige Überforderung. EIN STABILERES SYSTEM IST NOTWENDIG.

2.   WARUM DER KITA-VERBUND EINE NACHHALTIGE LÖSUNG IST:
 
✔ Fest angestellte Springerkräfte der Verbandsgemeinde
Die Verbandsgemeinde beschäftigt eigene Springerkräfte, die speziell dafür eingestellt wurden, kurzfristige Ausfälle in allen Verbund-Kitas abzufangen.

Wichtig für uns:

  • Die Springerkräfte stehen ausschließlich Kitas der Verbandsgemeinde zur Verfügung.
  • Bei offenen Stellen können sie sogar dauerhaft übernommen werden, wodurch der Fachkräftemangel aktiv entschärft wird.

 
✔ Sichere Personalplanung trotz wechselnder Jahrgänge (Kita-Gesetz RLP)
Seit 2021 richtet sich der Personalschlüssel exakt nach der Anzahl der Kinder.

Das bedeutet heute:

  • Bei einem schwächeren Jahrgang entsteht schnell „zu viel Personal“.
  • Daraus folgt oft: befristete Stellen, Entlassungen oder hohe Kosten für die Gemeinde.
  • Der Verbund kann Personal flexibel verteilen und Schwankungen ausgleichen, sodass Arbeitsverträge sicherer werden und Kosten nicht allein bei der Gemeinde hängen bleiben.

 
✔ Zentrale Gesamtleitung – mehr Unterstützung, weniger Belastung
Die in der Verbandsgemeindeverwaltung angesiedelte Gesamtleitung übernimmt:

  • große Teile der Verwaltungsarbeit
  • Personalthemen
  • Organisation und Controlling
  • Unterstützung bei pädagogischen und strukturellen Fragen

 
Dabei kann sie auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen, da sie zuvor über viele Jahre bei der Kreisverwaltung Südwestpfalz für das Kreis Jugendamt gearbeitet hat. Somit vereinigt sie pädagogisches mit verwaltungstechnischem Fachwissen. Optimale Voraussetzungen für die Position der Gesamtleitung des Kita-Verbunds. Mit ihrer Expertise entlastet sie die Kita-Leitungen und die Gemeinden spürbar und schafft Zeit für das, was wirklich zählt: die Arbeit mit den Kindern.
 
✔ Regelmäßiger Austausch und gegenseitige Unterstützung aller Kitas
Im Verbund finden regelmäßig strukturierte Leitungssitzungen statt.

Die Leitungen:

  • beraten sich gegenseitig
  • können einander unterstützen (z.B. bei personellem Engpass)
  • entwickeln gemeinsame Qualitätsstandards

→ Jede Kita profitiert davon – auch unsere

3.   PÄDAGOGISCHE FRAGE: Wie wirkt sich der Einsatz von Springerkräften auf die Kinder aus?
 
Ein häufiges Anliegen betrifft besonders die U2-Kinder, die feste Bezugspersonen brauchen.

Hier ist wichtig zu wissen:

✔ Drei Jahre Erfahrung im Verbund zeigen klar:
Der Einsatz von Springerkräften hat nicht zu pädagogischen Problemen geführt.
 
Die Rückmeldungen sind positiv:

  • Springerkräfte sind pädagogisch qualifiziert
  • Sie werden regelmäßig eingesetzt und sind daher keine völlig fremden Gesichter
  • Viele Kitas berichten, dass die zusätzlichen Kräfte eher Entlastung als Unruhe bringen

 
✔ Für die Krippe gibt es praktikable Lösungen
Wenn Personalmangel besteht, könnte man:

  • die Krippe bewusst von Springerkräften freihalten
  • stattdessen Stammpersonal dort einsetzen
  • und die entstehende Lücke in den älteren Gruppen durch Springerkräfte schließen

 
So bleibt die Bindung der Jüngsten gewahrt – ohne die gesamte Kita zu überlasten.

4.   UNSER GEMEINSAMES ZIEL:
 
Wir Eltern wünschen uns:

  • verlässliche Öffnungszeiten
  • stabile Betreuung für unsere Kinder
  • Entlastung der Leitung und der Gemeinde
  • bessere Personalplanung
  • ein System, das Krisen auffangen kann statt an ihnen zu scheitern

 
Der Kita-Verbund bietet genau das!

DARUM BITTEN WIR UM IHRE UNTERSTÜTZUNG
Mit Ihrer Unterschrift setzen wir ein klares Signal an die Ortsbürgermeisterin: Wir Eltern wünschen uns den Beitritt unserer Kita zum Verbandsgemeinde-Verbund – für eine stabile, moderne und zukunftssichere Betreuung.
 
GEMEINSAM KÖNNEN WIR ERREICHEN, DASS UNSERE KINDER DIE VERLÄSSLICHE KITA BEKOMMEN, DIE SIE VERDIENEN.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Annette Pfeifer, Kleinsteinhausen
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 08.12.2025
Sammlung endet: 07.06.2026
Region: Kleinsteinhausen
Kategorie: Familie

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützer:innen,

    nachdem ich die Petition veröffentlicht habe, fand eine Elternausschusssitzung mit der Kita-Leitung und dem Träger statt. Das Resultat dieser Sitzung war ein Elternbrief, in dem "der Elternausschuss" "Nachteile" bei einem Verbundbeitritt aufführte.
    Aufgrund meiner Recherche und der daraus gewonnenen Erkenntnisse, wusste ich, dass nahezu alle "Nachteile" sehr übertrieben dargestellt und teilweise überholt waren. Mir ist bewusst, dass diese Argumente nicht vom Elternausschuss (EA) selbst kamen. In meinen Augen war das Ziel des Briefes, die Unterstützer:innen der Petition zu verunsichern. Da daraufhin einige Personen ihre Unterschriften zurückzogen, wurde dieses Ziel leider auch ein Stück weit erreicht.

    Am 13.01.26 fand dann eine Infoveranstaltung statt. Während dieser wurde klargestellt, dass Fragen aus dem Publikum nicht erwünscht waren. Da frage ich mich, welches Ziel eine solche Veranstaltung unter diesen Voraussetzungen hat?!
    Die Ortsbürgermeisterin behauptete, dass die in der Petition genannten Zahlen zu Betreuungseinschränkungen falsch seien. Dabei ist zu beachten, dass ich in der Petition von "Tagen ohne Regelbetrieb" sprach. Sie hingegen nannte andere Zahlen und sprach dabei von "Schließtagen". Allein aufgrund der unterschiedlichen Begriffe sind diese Zahlen gar nicht vergleichbar. Des Weiteren stellte sich wenige Tage später heraus, dass bei der Aufstellung des Kreisjugendamtes (KJA), welche die Daten zu Betreuungseinschränkungen sammelt, ein Dokumentationsfehler vorlag. Aus den genannten Gründen ergab sich die Differenz zwischen deren und meinen Zahlen. Somit war klar, dass meine Angaben korrekt waren. Dieser Sachverhalt wurde der Bürgermeisterin umgehend mitgeteilt. Eine Richtigstellung ist bis heute ausgeblieben.

    Am 23.01.26 reichte ich die Petition als Brief offiziell beim Gemeinderat (GR) ein. In dem Brief habe ich etliche Daten und Fakten zum Vergleich von Verbund- und Einzelträgerschaft aufgeführt. Zudem beinhaltete er Erfahrungsberichte von anderen Ortsbürgermeister:innen sowie von Kita-Leitungen, die dem Verbund schon länger/von Beginn an angehören.
    Anstatt auf die Bitte einzugehen, sich mit dem Thema genauer zu befassen und Vor- und Nachteile eines Verbundbeitritts zum jetzigen Zeitpunkt neu zu bewerten, bekam ich am 28.01. ein Antwortschreiben.

    In dem Schreiben stand, dass der GR keinen Grund sieht an der Situation etwas zu ändern, da schließlich nicht die Mehrheit der Eltern unterschrieben hätte (Zitat: "anonym abgegebene Stimmen zählen nicht"). Außerdem warf man mir vor, dass mein Verhalten das Vertrauen zum Träger (Gemeinde) und zum Kita-Personal stark beeinträchtige und meine Nachfragen bei Verbandsgemeinde, KJA, anderen Kita-Leitungen und Ortsvorständen, die Kita und die Gemeinde in einem schlechten Licht erscheinen ließen. Des Weiteren führe mein Versuch andere Eltern von meiner Sichtweise zu überzeugen zu einer Spaltung der Elternschaft.

    Das Beste kommt aber bekanntlich zum Schluss: Es wird auf Abschnitt X des Betreuungsvertrages hingewiesen. Hier sei zu erwähnen, dass es in diesem "Abschnitt X" um die Kündigung des Betreuungsvertrages geht.
    Hier der genaue Wortlaut: "In einem persönlichen Gespräch mit mehreren Ratsmitgliedern wurden Sie gebeten, dass Sie in Zukunft bei Problemen nicht die Öffentlichkeit suchen, sondern konstruktiv handeln und sich an die Ortsgemeinde, als zuständige Stelle wenden. Wir hoffen auf Ihre Einsicht. Des Weiteren verweisen wir auf den Betreuungsvertrag Abschnitt X und die daraus resultierenden, möglichen Folgen. Wir hoffen auf Ihr Verständnis."

    Wie diese Aussage zu verstehen ist, kann jeder für sich selbst entscheiden. Ich persönlich habe mich daraufhin, in erster Linie zum Schutz meiner Kinder, dazu entschieden mich zurückzuziehen.

    Am 22.02. wurde ein weiterer Brief beim GR eingereicht, in dem klargestellt wurde, dass dieses Anliegen von vielen Familien unterstützt wird. Zudem wurde darum gebeten, das Thema in einer öffentlichen Sitzung zu besprechen. Diesen Brief unterschrieben 14 von insgesamt 33 Familien (meine ausgenommen).

    Am 12.03. gab der EA in einem Elternbrief bekannt, dass der GR sich mehrheitlich dafür aussprach die Trägerschaft bei der Ortsgemeinde zu belassen.
    Da auf der Tagesordnung der GR-Sitzung das Thema nicht im öffentlichen Teil genannt war, ist davon auszugehen, dass die Diskussion sowie die Abstimmung darüber im nicht öffentlichen Teil, also geheim stattfand.
    Da stellt sich mir die Frage: WARUM?!

    Zum Abschluss möchte ich betonen, dass diese Nachricht meine persönliche Sicht ist. Mir ist Transparenz allerdings sehr wichtig, weshalb ich euch diese Informationen nicht vorenthalten möchte.

    Wer sich sein eigenes Bild machen möchte, kann sich gerne die angehängte PDF-Datei anschauen. Da findet ihr mehr und vor allem detailliertere Infos.

    Ansonst bleibt mir nur noch eins zu sagen: VIELEN DANK FÜR DIE UNTERSTÜTZUNG!!!

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