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Nachricht zu einer abgeschlossenen Petition
am 04.06.2026Liebe Unterstützer:innen,
nachdem ich die Petition veröffentlicht habe, fand eine Elternausschusssitzung mit der Kita-Leitung und dem Träger statt. Das Resultat dieser Sitzung war ein Elternbrief, in dem "der Elternausschuss" "Nachteile" bei einem Verbundbeitritt aufführte.
Aufgrund meiner Recherche und der daraus gewonnenen Erkenntnisse, wusste ich, dass nahezu alle "Nachteile" sehr übertrieben dargestellt und teilweise überholt waren. Mir ist bewusst, dass diese Argumente nicht vom Elternausschuss (EA) selbst kamen. In meinen Augen war das Ziel des Briefes, die Unterstützer:innen der Petition zu verunsichern. Da daraufhin einige Personen ihre Unterschriften zurückzogen, wurde dieses Ziel leider auch ein Stück weit erreicht.Am 13.01.26 fand dann eine Infoveranstaltung statt. Während dieser wurde klargestellt, dass Fragen aus dem Publikum nicht erwünscht waren. Da frage ich mich, welches Ziel eine solche Veranstaltung unter diesen Voraussetzungen hat?!
Die Ortsbürgermeisterin behauptete, dass die in der Petition genannten Zahlen zu Betreuungseinschränkungen falsch seien. Dabei ist zu beachten, dass ich in der Petition von "Tagen ohne Regelbetrieb" sprach. Sie hingegen nannte andere Zahlen und sprach dabei von "Schließtagen". Allein aufgrund der unterschiedlichen Begriffe sind diese Zahlen gar nicht vergleichbar. Des Weiteren stellte sich wenige Tage später heraus, dass bei der Aufstellung des Kreisjugendamtes (KJA), welche die Daten zu Betreuungseinschränkungen sammelt, ein Dokumentationsfehler vorlag. Aus den genannten Gründen ergab sich die Differenz zwischen deren und meinen Zahlen. Somit war klar, dass meine Angaben korrekt waren. Dieser Sachverhalt wurde der Bürgermeisterin umgehend mitgeteilt. Eine Richtigstellung ist bis heute ausgeblieben.Am 23.01.26 reichte ich die Petition als Brief offiziell beim Gemeinderat (GR) ein. In dem Brief habe ich etliche Daten und Fakten zum Vergleich von Verbund- und Einzelträgerschaft aufgeführt. Zudem beinhaltete er Erfahrungsberichte von anderen Ortsbürgermeister:innen sowie von Kita-Leitungen, die dem Verbund schon länger/von Beginn an angehören.
Anstatt auf die Bitte einzugehen, sich mit dem Thema genauer zu befassen und Vor- und Nachteile eines Verbundbeitritts zum jetzigen Zeitpunkt neu zu bewerten, bekam ich am 28.01. ein Antwortschreiben.In dem Schreiben stand, dass der GR keinen Grund sieht an der Situation etwas zu ändern, da schließlich nicht die Mehrheit der Eltern unterschrieben hätte (Zitat: "anonym abgegebene Stimmen zählen nicht"). Außerdem warf man mir vor, dass mein Verhalten das Vertrauen zum Träger (Gemeinde) und zum Kita-Personal stark beeinträchtige und meine Nachfragen bei Verbandsgemeinde, KJA, anderen Kita-Leitungen und Ortsvorständen, die Kita und die Gemeinde in einem schlechten Licht erscheinen ließen. Des Weiteren führe mein Versuch andere Eltern von meiner Sichtweise zu überzeugen zu einer Spaltung der Elternschaft.
Das Beste kommt aber bekanntlich zum Schluss: Es wird auf Abschnitt X des Betreuungsvertrages hingewiesen. Hier sei zu erwähnen, dass es in diesem "Abschnitt X" um die Kündigung des Betreuungsvertrages geht.
Hier der genaue Wortlaut: "In einem persönlichen Gespräch mit mehreren Ratsmitgliedern wurden Sie gebeten, dass Sie in Zukunft bei Problemen nicht die Öffentlichkeit suchen, sondern konstruktiv handeln und sich an die Ortsgemeinde, als zuständige Stelle wenden. Wir hoffen auf Ihre Einsicht. Des Weiteren verweisen wir auf den Betreuungsvertrag Abschnitt X und die daraus resultierenden, möglichen Folgen. Wir hoffen auf Ihr Verständnis."Wie diese Aussage zu verstehen ist, kann jeder für sich selbst entscheiden. Ich persönlich habe mich daraufhin, in erster Linie zum Schutz meiner Kinder, dazu entschieden mich zurückzuziehen.
Am 22.02. wurde ein weiterer Brief beim GR eingereicht, in dem klargestellt wurde, dass dieses Anliegen von vielen Familien unterstützt wird. Zudem wurde darum gebeten, das Thema in einer öffentlichen Sitzung zu besprechen. Diesen Brief unterschrieben 14 von insgesamt 33 Familien (meine ausgenommen).
Am 12.03. gab der EA in einem Elternbrief bekannt, dass der GR sich mehrheitlich dafür aussprach die Trägerschaft bei der Ortsgemeinde zu belassen.
Da auf der Tagesordnung der GR-Sitzung das Thema nicht im öffentlichen Teil genannt war, ist davon auszugehen, dass die Diskussion sowie die Abstimmung darüber im nicht öffentlichen Teil, also geheim stattfand.
Da stellt sich mir die Frage: WARUM?!Zum Abschluss möchte ich betonen, dass diese Nachricht meine persönliche Sicht ist. Mir ist Transparenz allerdings sehr wichtig, weshalb ich euch diese Informationen nicht vorenthalten möchte.
Wer sich sein eigenes Bild machen möchte, kann sich gerne die angehängte PDF-Datei anschauen. Da findet ihr mehr und vor allem detailliertere Infos.
Ansonst bleibt mir nur noch eins zu sagen: VIELEN DANK FÜR DIE UNTERSTÜTZUNG!!!