Region: Augsburg

Augsburg muss handeln – bezahlbare, verlässliche Kinderbetreuung in unserer Stadt

Petition richtet sich an
Oberbürgermeisterin Eva Weber

1.357 Unterschriften

44 %
1.048 von 2.400 für Quorum in Augsburg Augsburg

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  1. Gestartet 17.02.2026
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Petition richtet sich an: Oberbürgermeisterin Eva Weber

Wir fordern die Stadt Augsburg auf, die freiwilligen Zuschüsse für die freien und kirchlichen Kindertageseinrichtungen erheblich zu erhöhen. Augsburg schließt dadurch die Finanzierungslücke nachhaltig und übernimmt Verantwortung für eine zukunftssichere Stadtgesellschaft.   
Fehlende Finanzierung von Kinderbetreuung führt zu Ausfällen, Produktivitätsverlusten und wirtschaftlichen Folgekosten – verlässliche Betreuung sichert hingegen Familien und Arbeitgebern Planungssicherheit.   
Der bisherige städtische Anteil zur Schließung der Finanzierungslücke reicht bei Weitem nicht aus. Daher fordern wir eine erhebliche Erhöhung des städtischen Anteils. Zwar handelt es sich bei der Zuzahlung um freiwillige kommunale Leistungen, doch freie und kirchliche Träger stellen bereits etwa zwei Drittel der Betreuungsplätze in Augsburg und sind damit Garanten für die Sicherstellung des rechtlichen Anspruchs auf Kinderbetreuung. Gleichzeitig dürfen städtische Kitas nicht vernachlässigt werden – auch sie brauchen ausreichende Mittel, um gute Qualität und verlässliche Öffnungszeiten sicherzustellen.  

Begründung

Eine bezahlbare, verlässliche und zukunftssichere Kinderbetreuung ist eine zentrale Voraussetzung dafür, dass Augsburg auch künftig eine attraktive Stadt für Familien und Unternehmen bleibt. Sie sichert gesellschaftlichen Zusammenhalt, ermöglicht einen attraktiven Wirtschaftsstandort und dadurch langfristigen Wohlstand für alle Augsburgerinnen und Augsburger.  
  
Vereinbarkeit von Beruf und Familie  
Eltern stehen finanziell unter massivem Druck. Familien zahlen in Augsburg heute teils mehrere hundert Euro monatlich für Kita- und Krippenplätze. Beispiel: Für zwei Kinder (Krippe und Kindergarten) entstehen schnell rund 800 € monatliche Betreuungskosten bei einer Betreuungszeit von 6Std./ Tag. Bei Teilzeit- oder mittleren Einkommen wird damit ein erheblicher Teil des Einkommens aufgezehrt. 
Das heißt: “Vollzeit-Beitrag” bei Teilzeitbetreuungszeit!  
Die Folge: Arbeitszeitreduktion oder Ausstieg aus dem Beruf – nicht aus Wunsch, sondern aus finanzieller Notwendigkeit. 
  
Augsburg – ein nachhaltiger Wirtschaftsstandort  
Verlässliche Kinderbetreuung schafft Planungssicherheit für Familien und Unternehmen. Durch fehlende Finanzierung entsteht ein Ungleichgewicht zwischen Betreuungskosten und Einkommen, viele bleiben länger zu Hause und stehen dadurch dem Arbeitsmarkt nicht unmittelbar zur Verfügung.   
Außerdem haben verkürzte Betreuungszeiten und unsichere Betreuungsverhältnisse gravierende Folgen für Arbeitgeber, Produktivität und wirken sich negativ auf den Wirtschaftsstandort Augsburg aus. Dies führt zu sinkender Standortattraktivität und volkswirtschaftlichen Folgekosten, die in der Haushaltsplanung der Stadt bislang nicht ausreichend berücksichtigt werden.  
  
Soziale Gerechtigkeit und frühzeitige Förderung aller Kinder  
Steigende Kita-Beiträge verschärfen soziale Ungleichheit und treffen insbesondere Familien mit niedrigen und mittleren Einkommen. Eine gute und zugängliche Kinderbetreuung ermöglicht frühkindliche Bildung unabhängig vom sozialen Hintergrund. Ohne sie droht Bildungsungleichheit bereits im frühen Kindesalter.  
   
Gute Arbeitsbedingungen für pädagogisches Personal  
Durch die unzureichende Finanzierung der Einrichtungen werden auch Fachkräfteschlüssel zu eng bemessen. Das führt dazu, dass Ausfälle durch Krankheit oder Personalengpässe sofort zu Gruppenschließungen, Notbetreuung oder eingeschränkten Öffnungszeiten führen. Eine angemessene Finanzierung ist deshalb entscheidend, auch um den Betreuungsschlüssel dem pädagogischen Konzept anzupassen, stabile Teams zu sichern und eine verlässliche Betreuung ohne Systemausfälle zu gewährleisten. Nur so kann die Qualität der Betreuung erhalten und die Arbeitsbelastung des Personals tragbar bleiben.  
  
Gleichberechtigung  
Bezahlbare Betreuung ermöglicht eine faire Aufteilung von Erwerbs- und Care-Arbeit. Hohe Betreuungskosten führen dagegen dazu, dass vor allem Frauen beruflich zurückstecken müssen.  
Die Folge: Elternschaft geht für viele mit dauerhaften finanziellen Nachteilen und eingeschränkter gesellschaftlicher Teilhabe einher.  
  
Trägervielfalt – Schließung verhindern  
Die Trägervielfalt durch freie und kirchliche Träger, neben städtischen Einrichtungen, sorgt für unterschiedliche pädagogische Konzepte und Angebote und ist ausdrücklich wünschenswert. Diese Vielfalt kann jedoch nur durch eine deutlich stärkere finanzielle Unterstützung der Stadt erhalten bleiben, da sonst zunehmend Schließungen drohen.  
  
Wir fordern entschieden, dass der zukünftige Stadtrat zeitnah und mit Nachdruck die finanzielle Situation der bestehenden freien und kirchlichen Kindergärten und Krippen in Augsburg in den Blick nimmt und die Finanzierungslücke schließt –  für die Kinder, für die Familien, für das pädagogische Personal, für den Wirtschaftsstandort Augsburg, für unsere lebenswerte Stadt –  
kurz: für uns alle.  
  
Kinderbetreuung ist kein Luxus, sondern das Fundament!  

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 17.02.2026
Sammlung endet: 16.08.2026
Region: Augsburg
Kategorie: Familie

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Warum Menschen unterschreiben

Ich suchte selbst nach einem Kiga Platz für meinen Sohn und suche einen passenden Arbeitsplatz für mich als Erzieherin. Dadurch und durch meine Arbeitserfahrung habe ich viele Missstände mitbekommen.

Weil ich selber Kinder habe

Weil ich Kinder habe.
Weil die Gesellschaft auf gut betreute Kindern angewiesen sein wird.

Die Betreuungssituation für Schulanfänger im Sprengel der Eichendorff-Grundschule ist aktuell komplett unsicher, da Hortplätze fehlen und gleichzeitig bestehende Kapazitäten durch Umstrukturierungen wegfallen. Berufstätige Eltern stehen dadurch ohne verlässliche Betreuungsmöglichkeit da, während alternative Angebote wie die Offene Ganztagsschule den tatsächlichen Bedarf – insbesondere in den Ferien – nicht abdecken. Die Stadt muss kurzfristig transparente und tragfähige Lösungen schaffen, damit alle betroffenen Kinder eine verlässliche Betreuung erhalten.

Weil unsere Kitas noch besser aufgestellt werden müssen.

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