537 Unterschriften
Petition richtet sich an: Oberbürgermeister Marcus König mit Präsidien der beteiligten Hochschulen (FAU, TH Nürnberg, HfM Nürnberg und EVHN)
24.000 Studierende verlieren ihren Hochschulsport in Nürnberg. Mit dem angekündigten Ende des Hochschulsports zum 31.07.2026 droht der vollständige Wegfall eines wohnortnahen Sportangebots für Studierende vor Ort. Wir fordern die FAU, die beteiligten Hochschulen, die Stadt Nürnberg und die politischen Verantwortlichen auf, gemeinsam eine tragfähige Alternative zu schaffen. Die Schließung einer einzelnen Sporthalle darf nicht dazu führen, dass Studierende in einer Großstadt wie Nürnberg faktisch keinen Zugang mehr zum Hochschulsport haben. Mögliche Lösungen reichen von der Nutzung städtischer Sportstätten über Kooperationen mit Sportvereinen bis zur Anmietung geeigneter Hallen.
Unsere Forderungen:
1. Erhalt eines Hochschulsportangebots in Nürnberg
2. Eine Übergangslösung bereits zum Wintersemester 2026.
3. Kooperationen mit der Stadt Nürnberg und/oder Sportvereinen.
4. Transparente Kommunikation der Planungen sowie die Einbindung der Studierenden in die Entwicklung möglicher Lösungen.
Begründung
Zum 31.07.2026 endet der Hochschulsport in Nürnberg, weil die Sporthalle am Campus Regensburger Straße aufgrund ihres baulichen Zustands geschlossen wird. Betroffen sind rund 24.000 Studierende der FAU, der TH Nürnberg, der Hochschule für Musik Nürnberg und der Evangelischen Hochschule Nürnberg, die bislang Zugang zum gemeinsamen Hochschulsportangebot hatten. Als Alternative wird auf das Angebot in Erlangen verwiesen. Für viele Studierende ist das jedoch keine realistische Lösung: Die Anfahrt dauert oft mehr als eine Stunde pro Strecke und lässt sich kaum mit Vorlesungen, Prüfungen, Nebenjob oder Praktika vereinbaren. Dabei war das Angebot schon bisher deutlich zu klein. Es stand lediglich eine einzelne Sporthalle zur Verfügung – keine Zwei- oder Dreifachhalle, sondern eine Einzelhalle. Die wenigen Kursplätze waren regelmäßig innerhalb weniger Minuten vergeben. Der Bedarf war also schon vor der Schließung deutlich größer als das vorhandene Angebot. Statt das Angebot auszubauen, soll es nun vollständig wegfallen. Hinzu kommt: In Nürnberg studieren mit rund 24.000 Studierenden ungefähr genauso viele wie in Erlangen. Während dort jedoch mehrere Sporthallen und ein deutlich größeres Hochschulsportangebot zur Verfügung stehen, soll es in Nürnberg künftig gar kein Hochschulsport mehr geben.
Hochschulsport ist weit mehr als ein Freizeitangebot. Regelmäßige Bewegung fördert Konzentration, Stressabbau sowie die körperliche und psychische Gesundheit und schafft einen wichtigen Ausgleich zum Studienalltag. Gerade in einer Lebensphase, die häufig von Prüfungsdruck, Zeitmangel und finanziellen Belastungen geprägt ist, ist ein solches Angebot kein Luxus, sondern ein wichtiger Bestandteil eines gesunden Studiums. Zudem lässt sich Hochschulsport nicht einfach durch Vereinsangebote ersetzen. Er ist besonders bezahlbar, flexibel und ohne Leistungsdruck nutzbar. Kurse kosten oft nur wenige Euro pro Semester und ermöglichen damit auch Studierenden mit knappem Budget regelmäßige sportliche Betätigung. Gleichzeitig lassen sie sich deutlich einfacher mit Studium, Nebenjob und anderen Verpflichtungen vereinbaren als viele klassische Vereinsangebote. Darüber hinaus schafft Hochschulsport Begegnungsräume, die in dieser Form kaum anderswo existieren. Hier kommen Studierende verschiedener Hochschulen und Studiengänge zusammen, knüpfen Kontakte und schließen Freundschaften. Insbesondere für Erstsemester und Zugezogene ist Hochschulsport oft ein wichtiger Einstieg in das soziale Leben vor Ort.
Mit dem Wegfall des Hochschulsports verliert Nürnberg deshalb nicht nur ein Sportangebot, sondern auch einen wichtigen Ort für Gesundheit, Gemeinschaft und Teilhabe. Besonders kritisch ist zudem, dass die Entscheidung offenbar schon länger feststand, aber erst sehr kurzfristig und wenig sichtbar kommuniziert wurde. Den Studierenden blieb dadurch kaum Zeit, sich auf die Situation einzustellen oder sich selbst um Alternativen zu bemühen.
Wir fordern deshalb eine echte, von Hochschule und Stadt getragene Perspektive für den Hochschulsport in Nürnberg. Studierende brauchen auch künftig einen bezahlbaren, wohnortnahen und offenen Ort für Bewegung, Gesundheit und Begegnung. Der vollständige Wegfall des Hochschulsports für 24.000 Studierende in Nürnberg darf keine Dauerlösung sein.
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
22.07.2026
Sammlung endet:
21.01.2027
Region:
Nürnberg
Kategorie:
Bildung
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Bachata hat mein Leben verändert und das war nur möglich, da ich es in der Stadt ausüben konnte in der ich auch wohne. Daria hat sich sehr viel Mühe gegeben diesen Kurs zu leiten und es wäre eine Schande dies allen Studenten die hier wohnen wegzunehmen. Das dieses Gebäude alt ist, ist uns bewusst. Das hat uns aber nie davon abgehalten spaß zu haben.