Region: Bayreuth
Erfolg

Ilia Schkolnyi — Stoppt die Abschiebung eines politischen Flüchtlings!

Petition richtet sich an:
Joachim Herrmann Bayerischer Staatsminister des Innern

2.767 Unterschriften

Petition hat zum Erfolg beigetragen

2.767 Unterschriften

Petition hat zum Erfolg beigetragen

  1. Gestartet März 2026
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Erfolg

Die Petition war erfolgreich!

Petition richtet sich an: Joachim Herrmann Bayerischer Staatsminister des Innern

Ein russischer Oppositioneller, der nach Ausbruch des Ukraine-Krieges politisches Asyl in Deutschland beantragt hat, kann von den deutschen Behörden nach Russland abgeschoben werden.

Wir fordern, die Abschiebung des Studenten Ilya Shkolnyy (Universität Bayreuth) sofort zu stoppen und ihm ein dauerhaftes Bleiberecht aus humanitären Gründen zu gewähren.

Ilya gehört zu den Studierenden am Lehrstuhl für Kultur- und Religionssoziologie der Universität Bayreuth. Er schließt derzeit eine Masterarbeit über russische Wehrdienstverweigerer ab. Seine Abschiebung würde dem wissenschaftlichen Umfeld Deutschlands direkt schaden, wo er sich bereits als vielversprechender junger Wissenschaftler etabliert hat

Ilya hat sich über Jahre ehrenamtlich in der Aufnahmeeinrichtung Oberfranken (Bamberg) und in der Organisation «Freund statt fremd» eingesetzt. Er arbeitete als Dolmetscher für Flüchtlinge und begleitete Menschen mit Behinderung, um sich für die demokratischen Werte unserer Gesellschaft einzusetzen

Begründung

Ilya befürchtet aufgrund seiner politischen Ansichten und oppositionellen Aktivitäten eine Abschiebung nach Russland.

Am 11. März 2026 wurde Ilya von der Polizei festgenommen, als er im Rathaus von Bayreuth war. Es ist bekannt, dass der Aktivist in das Migrationsgefängnis der Stadt Hof in Bayern gebracht wurde

In Russland engagierte sich Ilya Shkolnyy aktiv in der Opposition: Er nahm an Protesten von Alexej Nawalny teil, war Freiwilliger in dessen politischen Kampagnen und Mitglied des Komitees der Moskauer Abteilung der Libertären Partei Russlands (LPR). Zudem unterstützte er den „Fonds zur Korruptionsbekämpfung“ (FBK) durch Spenden. Angesichts des Status des FBK als „extremistische und terroristische Organisation“ droht ihm in seiner Heimat bei einer Rückkehr eine langjährige Haftstrafe wegen seiner politischen Überzeugung.

Die Beteiligung an den Aktivitäten einer extremistischen Organisation ist gemäß Artikel 282.2 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation eine Straftat und kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 6 Jahren geahndet werden.
Die Beteiligung an den Aktivitäten einer terroristischen Organisation kann gemäß Artikel 205.5 des Strafgesetzbuches mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 20 Jahren geahndet werden.

Vor- und Nachname von Herrn Schkolny sind in der von den russischen Sicherheitsdiensten genutzten Datenbank „Chimäre“ verzeichnet. Dort wird er als „FBK-Extremist – 2021“ und „Oppositionsmitglied – 2022–2024“ eingestuft. Daher droht Herrn Schkolny bei einer möglichen erzwungenen Einreise nach Russland eine Inhaftierung.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Aleksandr Tepliakov, Karlsruhe
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 23.03.2026
Sammlung endet: 22.09.2026
Region: Bayreuth
Kategorie: Bürgerrechte

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützende,

    herzlichen Glückwunsch zum Erfolg der  Petition!🎉 Das war nur Dank Ihnen möglich und zeigt, wie viel gesellschaftliches Engagement bewirken kann. Damit noch mehr Menschen davon erfahren, haben wir von openPetition ein Video zu Ihrer und zwei weiteren Erfolgs-Petitionen in den Sozialen Netzwerken veröffentlicht - einfach auf die blauen Verlinkungen klicken & teilen, teilen, teilen:

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    Vielen Dank für Ihr Engagement!
    Ihr openPetition-Team

  • Liebe Unterstützende,

    wir haben eine wunderbare Nachricht für Sie alle: Wir haben es geschafft! Ilia hat den Flüchtlingsstatus erhalten und muss keine Abschiebung in die Hände des Putin-Regimes mehr befürchten!

    Monatelang haben wir gemeinsam gekämpft, uns an verschiedene Behörden und Medien gewandt und eine aktive öffentliche Kampagne geführt. Trotz des anfänglichen starken Widerstands der bürokratischen Instanzen – die Ilia noch wenige Wochen vor Beginn unserer Kampagne abschieben wollten –, konnten wir die Vernunft durchsetzen. Wir haben unmissverständlich deutlich gemacht, dass Ilia in Russland eine lange Haftstrafe und eine akute Lebensgefahr gedroht hätten – Gefahren, die selbst außerhalb Russlands nicht auszuschließen sind.

    Dies ist unser gemeinsamer Sieg! Die Zivilgesellschaft hat es geschafft, eine schwere Ungerechtigkeit zu verhindern und das Recht eines Menschen auf ein freies und friedliches Leben zu schützen. Jede einzelne Person, die unsere Petition unterschrieben, geteilt oder sich öffentlich für Ilia eingesetzt hat, hat buchstäblich dazu beigetragen, ein Menschenleben vor einem grausamen Schicksal zu bewahren.

    Ein ganz besonderer Dank gilt der Organisation inTransit, die Ilia von Anfang an rechtlich und menschlich begleitet, sich mit zahlreichen Anfragen an staatliche Stellen gewandt und die Rechte russischer Staatsangehöriger, denen in ihrer Heimat Haft und Folter drohen, aktiv verteidigt hat. Ohne ihre unermüdliche professionelle Unterstützung ständen wir heute nicht hier.

    Ein großer Dank gilt auch den Abgeordneten, die auf Ilias Fall aufmerksam gemacht und sich mit Schreiben an das Innenministerium gewandt haben, sowie den Journalistinnen, Journalisten und Medien, die über den Fall berichtet und ihn in die Öffentlichkeit getragen haben.

    Und natürlich ein herzliches Dankeschön an die Plattform openPetition! Unsere Petition wurde vielfach von den Medien aufgegriffen und war ein unverzichtbares Instrument, um Unterstützung zu bündeln. Das Team von openPetition hat uns zudem aktiv bei der Verbreitung der Informationen unterstützt – unter anderem haben wir gemeinsam ein Video zur Unterstützung von Ilia produziert. Vielen Dank dafür!

    Danke, dass Sie an unserer Seite standen!

  • Liebe Unterstützende,

    Ilia Schkolnyi kann erstmal aufatmen: Er wurde nach 20 Tagen Abschiebehaft im fränkischen Hof wieder freigelassen. Nur ein Eilantrag seiner Anwältin konnte die Abschiebung in letzter Sekunde stoppen. Umso wichtiger ist es jetzt, noch mehr Unterstützende zu gewinnen, um sein dauerhaftes Bleiberecht zu sichern. Schauen Sie sich deshalb gerne das Video auf unseren Social-Media-Kanälen an 💛 & teilen, teilen, teilen: 

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    Herzliche Grüße
    Das Team von openPetition

Jeder Mensch hat das Recht auf Schutz, wenn ihm in seinem Herkunftsland wegen seiner persönlichen Überzeugung, seiner Meinung oder seiner Haltung Verfolgung droht. Wenn eine Person wegen ihrer Ansichten Gefängnis, staatliche Repression oder unmenschliche Haftbedingungen erwarten muss, dann darf sie nicht schutzlos bleiben. Der Schutz von Menschen, die wegen ihrer Meinung bedroht werden, ist kein Privileg, sondern ein grundlegendes Recht.

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