Region: Schwerin und Umgebung

Kein asphaltierter Ausbau des Waldweges zwischen Zippendorf und Mueß!

Petition richtet sich an:
Stadtvertretung Schwerin

120 Unterschriften

24 %
500 für Sammelziel

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  1. Gestartet 04.10.2026
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Petition richtet sich an: Stadtvertretung Schwerin

  • Die Stadtvertretung soll beschließen, dass der Waldweg zwischen Zippendorf und Mueß nicht asphaltiert wird.
  • Der bestehende naturnahe Charakter des Weges soll erhalten bleiben.
  • Keine Verwendung von rund 776.000 € Steuergeldern für den Asphaltausbau, da der Weg bereits nutzbar ist.
  • Vermeidung von Baukosten und Folgekosten (Pflege, Instandhaltung, spätere Neuasphaltierung) für Stadt und Land als Fördermittelgeber.

Begründung

Es ist nicht nachvollziehbar warum mit fast 776.000 € an Steuergeldern hier asphaltiert werden soll, da der Weg nutzbar ist und das Erlebnis verschlechtert werden würde. Die Baukosten und die zukünftigen Folgekosten für Pflege und Instandhaltung des Asphalts stellen eine vermeidbare Belastung für Stadt und Land (Fördermittelgeber) dar. Asphalt im Wald erreicht schnell einen verkehrsgefährdenden Zustand, der eine kostenaufwändige Neuasphaltierung zur Folge hat.

Vermeidbar ist die Asphaltierung auch, weil der vorhandene feste Boden gut befahrbar ist. Der vorhandene Fuß- und Radweg durch den Wald zwischen Zippendorf und Mueß dient in seinem jetzigen Zustand vielen Menschen als Möglichkeit die Natur und Landschaft zu erleben. Ob Touristen, Pendler, Naherholungssuchende, ob beim Fahrradfahren oder Mountainbiken, beim Joggen, Wandern, Spazierengehen, Geocaching oder Naturbeobachten. Die Menschen nutzen diesen etwa 1 km langen, idyllischen Uferweg am Schweriner See gerade deshalb, weil sie die Ursprünglichkeit, den Naturcharakter und den unbefestigten Boden inmitten des Waldes genießen wollen. Ein künstlicher, fast autobahnähnlicher Asphaltteppich würde genau das Naturerlebnis zerstören, welches diese Strecke auszeichnet. Zum Landschaftserlebnis gehört auch, den kuppigen Charakter der Grundmoräne und den typischen sandig-lehmigen Geschiebemergel der letzten Eiszeit spüren zu können. Eine Asphaltierung dieses Fuß- und Radweges im Landschaftsschutzgebiet „Schweriner Innensee, Ziegelaußensee und Medeweger See“ ist aus Gründen des Natur- und Landschaftsschutzes nicht zulässig.

Unsere Landeshauptstadt trägt mit Stolz den Status eines UNESCO-Weltkulturerbes. Doch sie asphaltiert das Kostbarste, was unsere Gegend zu bieten hat: die unberührte, gewachsene Natur, die Schwerin zu dem gemacht hat, was es heute ist. In ganz Deutschland laufen Vorhaben zur Entsiegelung, z.B. der Waldwege im hessischen Reinhardswald. Aber in Schwerin wurde unnötigerweise eine Totalversiegelung geplant. Der Boden würde komplett versiegelt, was das Bodenleben, das Mikroklima und den natürlichen Wasserhaushalt zerstört.

Durch nasses Laub, Schnee und Eis werden Asphaltwege schneller zur Rutschgefahr, als der vorhandene Weg.

Trotz der Zusage, Bäume nicht zu fällen, würde diese große Baumaßnahme im Wald den Baumbestand schädigen. Durch schwere Baugeräte und die komplette Versiegelung mit Asphalt würde das sensible Wurzelwerk nachhaltig beschädigt. Eine so umfangreiche Baumaßnahme würde voraussichtlich eine Brutsaison lang die im sehr nahen Uferbereich und im Baumbestand brütenden Vogelarten so stark beeinträchtigen, dass sie keinen Nachwuchs haben.

Die Landeshauptstadt sollte die verschiedenen Nutzergruppen in der Stadtentwicklung berücksichtigen. Für schnelle und asphaltierte Radverkehrsverbindung zwischen Mueß und Zippendorf bzw. in die Innenstadt gibt es inzwischen einen gut ausgebauten Radweg an der Crivitzer Chaussee. Der Residenzstädterundweg könnte diese Route den Radfahrenden als Alternative empfehlen, die statt Naturweg lieber Asphalt nutzen. Für andere Nutzergruppen (Trail-Laufen, Wandern, Mountainbiking) sind inzwischen in Schwerin kaum noch Naturwege vorhanden. Beim Laufen bieten sie mehr Dämpfung als Asphalt und schulen die Koordination. Für diese Menschen soll der Wald ohne Asphalt bleiben.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, BUND Landesverband M-V e.V. - Gruppe Schwerin, Schwerin
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 04.10.2026
Sammlung endet: 03.04.2027
Region: Schwerin und Umgebung
Kategorie: Umwelt

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Warum Menschen unterschreiben

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Der Waldweg ist so wie er ist für "beschauliches" Radfahren ausreichend. Ambitionierte Schnellfahrer und e-bikes können den Radweg an der Crivitzer Chaussee benutzen.

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