Region: Hürth

Keine rechtsextreme Propagandafassade am Schulweg in Hürth‑Efferen

Petition richtet sich an
Bürgermeister Dirk Breuer

2.687 Unterschriften

100 %
1.494 von 890 für Quorum in Hürth Hürth

2.687 Unterschriften

100 %
1.494 von 890 für Quorum in Hürth Hürth
  1. Gestartet 09.05.2026
  2. Sammlung noch > 4 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Bürgermeister Dirk Breuer

Wir Bürgerinnen und Bürger fordern die Stadt Hürth, den Rat der Stadt Hürth sowie die zuständigen Behörden (Ordnungsamt, Bauordnungsamt, Polizei/Staatsanwaltschaft) auf, die aktuelle Fassadengestaltung des Hauses mit der bunten Fassade in der Kochstraße/ Ecke Jülichstrasse in Hürth‑Efferen

rechtlich neu zu bewerten, insbesondere

  • strafrechtlich,
  • ordnungsrechtlich,
  • und bauordnungsrechtlich.

Es soll geprüft werden, ob konkrete, verhältnismäßige Maßnahmen eingeleitet werden können, um eine weitere rechtsextreme und rassistische Propagandawirkung im öffentlichen Straßenraum zu unterbinden.

Der Stadtrat sowie die Öffentlichkeit sollen transparent über die Ergebnisse informiert werden.

(Auf eine bildliche Darstellung des Hauses wird bewusst verzichtet.)

Begründung

In der Kochstraße in Hürth‑Efferen befindet sich ein Haus mit einer sehr großflächig bemalten/besprayten Fassade. Stärker zur Bundestagswahl im Jahr 2025 und dann schließlich im ersten Quartal 2026 hat sich diese Fassade zu einer in sich geschlossenen rechtsextremen Propagandafläche über zwei Hauswände und Garage entwickelt.

Die Fassadengestaltung beschränkt sich nicht auf „schrille Kunst“ des Eigentümers oder geschmacklose Einzelmotive. Sie enthält in großer Dichte und Kombination rechtsextremistischer, rassistischer Parolen, Verweise auf Remigration und Namen sowie Bezüge zu einschlägig rechtsextremen/neurechten Personen.

Es geht dieser Petition ausdrücklich nicht darum, Meinungen zu verbieten oder Kunst pauschal einzuschränken. Es geht darum, dass rechtsextreme und rassistische Propaganda mit einschüchternder Wirkung nicht dauerhaft und unkommentiert an diesem Hauptverkehrsweg und Schulweg stehen bleibt, wenn das geltende Straf‑, Polizei‑, Ordnungs‑ und Baurecht Möglichkeiten zur Einzelfallprüfung und zum Einschreiten vorsieht.

Hürth und seine Stadtteile sollen Orte sein, an denen alle Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste der Stadt ohne permanente Konfrontation mit rassistischer Hetze leben und sich aufhalten können und in denen rechtsextreme Parolen im Ortsbild nicht zur Normalität werden. Dafür setzen wir mit dieser Petition ein deutliches, aber rechtsstaatlich fundiertes Zeichen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Kristina Hunger, Hürth
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 09.05.2026
Sammlung endet: 08.11.2026
Region: Hürth
Kategorie: Minderheitenschutz

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    wir sind überwältigt: Innerhalb von nur zehn Tagen haben 1.714 Menschen unsere Petition unterzeichnet, davon 916 aus Hürth selbst. Damit ist das für eine Übergabe an den Bürgermeister erforderliche Quorum von 890 Stimmen aus Hürth deutlich überschritten (openPetition).

    Das ist ein starkes, sichtbares Signal der Haltung aus der Bevölkerung– und es macht etwas mit einem, das so getragen zu spüren. Dafür von Herzen Dank für den Rückhalt!

    Was Ihre Stimme bewegt
    Jede Unterschrift zählt rechtlich und politisch. Sie zeigt der Stadt Hürth, dem Rat und den zuständigen Behörden – Ordnungsamt, Bauaufsicht und Staatsanwaltschaft –, dass die Fassade in der Kochstraße keine Privatsache zwischen einem Hauseigentümer und seinen Nachbarn ist, sondern eine Frage, die unser Ortsbild, unsere Schulwege und das Klima in Efferen betrifft.

    Besonders kostbar sind dabei Ihre persönlichen Kommentare. Sie schildern, was Eltern denken, wenn ihre Kinder an diesem Haus vorbeikommen - ob zur Schule oder zum Sport. Sie erzählen, wie sich Passantinnen und Passanten fühlen, wenn sie täglich an Symbolen und Verweisen vorbeigehen, die sich gegen sie richten sollen. Denn angegriffen fühlen sich viele - ob mit Migrationsgeschichte oder ohne.

    Genau diese Stimmen sind für die rechtliche Bewertung und entsprechende Ermessensentscheidungen Gold wert. Behörden müssen die Wirkung einer Fassade auf das konkrete Umfeld einschätzen – auf die Passantinnen und Passanten, auf das Ortsbild, auf das Sicherheitsgefühl. Statistiken können das nicht leisten. Ihre Worte schon. Und die sind nun sehr ausführlich dokumentiert und schwerlich auszublenden.

    Wie es jetzt weitergeht

    • Die Petition läuft formal bis zum 8. November 2026 weiter, jede zusätzliche Stimme stärkt unser Anliegen.
    • Parallel bereiten ich als Nachbarschaftsinitiative die Übergabe an Bürgermeister Dirk Breuer vor.
    • Die demokratischen Fraktionen im Stadtrat haben bereits eigene Anträge bzw. Unterstützung im Rat angekündigt. Auch für dieses Engagement bedanken wir uns sehr.
    • Wir werden Sie hier weiter auf dem Laufenden halten – über Rückmeldungen aus dem Rathaus, nächste Schritte und Gelegenheiten, sichtbar zu bleiben.

    Eine Bitte zum Schluss
    Wenn Sie noch jemanden kennen, der in Hürth wohnt und unterzeichnen möchte: Teilen Sie den Link gern weiter. Und wenn Sie mögen, schreiben Sie auch weiterhin Kommentare. Jede Schilderung – ob nüchtern oder mit persönlichen Eindrücken – hilft, die Wirkung dieser Fassade vor Ort begreifbar zu machen.

    Danke, dass Sie mitgehen.

    Herzliche Grüße aus Efferen!

  • In Unser Hürth ist am 18.05.2026 der Artikel "Wie eine Hausfassade in Efferen Angst, Fragen und eine Debatte auslöst" erschienen:
    https://www.unserhuerth.de/2026/05/18/wenn-kunst-kippt/

Rassismus, rechtsextremes Gedankengut, entsprechende Symbole und Zeichen dürfen auf keinen Fall unter dem Deckmantel der künstlerischen Freiheit "normalisiert" werden.

Es gehört zur Demokratie, die Meinung anderer auszuhalten. - Auch wenn sie noch so komisch ist und bunt aussieht.

Warum Menschen unterschreiben

Aufwändig gestaltete Fassaden, die vorsätzlich rassistisches Gedankengut und Phantasien einer ethnischen Säuberung („Remigration“) darstellen und mit Form und Farbe in aller Öffentlichkeit beschönigen, sind umgehend zu entfernen. Die verfassungswidrigen Inhalte verstören jeden Passanten, erst recht die vielen vorbeilaufenden Schüler !
Ich bin in Hürth Efferen groß geworden, so etwas wäre zu meiner Schulzeit undenkbar gewesen !

Weil viele Kunden auf dem Weg zur Schule diese Parolen sehen und sie nichts an einem öffentlichem Ort verloren haben!

Weil ich als Erzieherin in einem Kindergarten versuchen möchte, den mir anvertrauten Kindern wertungsfreies und unvoreingenommenes Denken zu ermöglichen!
Das Handeln eines Menschen macht jeden aus,. Nicht mehr, nicht weniger.

Ist sehr provokativ

Ich wohne in Hürth. Das geht nicht.

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