Keine Verlagerung der Klassen 1–4 nach Kleinow ohne transparente Entscheidungsgrundlage

Petition richtet sich an:
Gemeindevertretung der Gemeinde Plattenburg

109 Unterschriften

61 %
85 von 140 für Quorum in Plattenburg Plattenburg

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  1. Gestartet 23.09.2026
  2. Sammlung noch > 7 Wochen
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
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Petition richtet sich an: Gemeindevertretung der Gemeinde Plattenburg

Wir fordern die Gemeinde Plattenburg und die zuständigen Entscheidungsträger auf, vor einer endgültigen Entscheidung über die zukünftige Verteilung der Grundschulklassen auf die Standorte Glöwen und Kleinow alle realistischen Varianten transparent und nachvollziehbar miteinander zu vergleichen.
Insbesondere soll vor einer möglichen Verlagerung der Klassen 1 bis 4 von Glöwen nach Kleinow öffentlich dargestellt werden,

  • welche aktuellen Schülerzahlen und belastbaren Prognosen zugrunde liegen,
  • wie viele Kinder bei den jeweiligen Varianten tatsächlich pendeln müssten,
  • welche Fahrzeiten und Belastungen insbesondere für jüngere Kinder entstehen,
  • welche Folgen für Hort, Kita, Geschwisterkinder und Familienorganisation zu erwarten sind,
  • welche Infrastruktur an beiden Standorten vorhanden ist,
  • welche Sanierungs- und Investitionskosten entstehen,
  • welche Auswirkungen die verschiedenen Modelle langfristig auf den Grundschulstandort Glöwen, den Standort Kleinow und die Oberschule Glöwen haben,
  • welche Alternativen geprüft wurden
  • und nach welchen Kriterien diese Varianten gegeneinander abgewogen wurden.

Bis diese Entscheidungsgrundlage transparent vorliegt und öffentlich beraten wurde, soll keine endgültige Festlegung auf die Verlagerung der Klassen 1 bis 4 von Glöwen nach Kleinow erfolgen.
Diese Petition richtet sich ausdrücklich nicht gegen den Schulstandort Kleinow. Unser Ziel ist eine nachvollziehbare, langfristig tragfähige Lösung für die Kinder, Familien und die gesamte Bildungs- und Betreuungsstruktur der Gemeinde Plattenburg.

Begründung

Die geplante Neuordnung der Schulstandorte Glöwen und Kleinow betrifft weit mehr als die Frage, in welchem Gebäude einzelne Klassen unterrichtet werden.

Bei der Informationsveranstaltung am 15. September 2026 wurde dargestellt, dass die konkrete zukünftige Verteilung der Jahrgangsstufen noch nicht endgültig festgelegt sei. Gleichzeitig wurde ein Modell favorisiert, bei dem die Klassen 1 bis 4 künftig in Kleinow und die weiteren Jahrgänge in Glöwen unterrichtet werden sollen.

Uns geht es ausdrücklich nicht darum, Kleinow gegen Glöwen auszuspielen. Wir möchten verstehen können, warum genau dieses Modell langfristig die sinnvollste Lösung für die gesamte Gemeinde sein soll.

Als Argument wurde unter anderem genannt, dass durch den Erhalt des Standortes Kleinow möglicherweise Schülerinnen und Schüler später ab Klasse 7 eher nach Glöwen wechseln und damit die Oberschule stabilisiert werden könnte. Diese Überlegung kann relevant sein – sie ist aber eine Zukunftsannahme. Deshalb sollte offengelegt werden, wie viele Kinder aus dem bisherigen Einzugsbereich Kleinow tatsächlich nach Klasse 6 nach Glöwen wechseln und auf welchen Daten die Annahme beruht, dass das geplante Modell dieses Verhalten langfristig sichert. Ein weiterer zentraler Punkt sind Schulwege und Busfahrzeiten. Gerade für Kinder der Klassen 1 bis 4 sollte nicht nur betrachtet werden, ob eine Beförderung organisatorisch möglich ist, sondern wie viele Kinder betroffen wären, welche Fahrzeiten entstehen und welche Folgen das für Familien, Hort und Geschwisterkinder hat.

Auch Kita und Betreuung müssen Teil der Betrachtung sein. Wenn Familien aufgrund neuer Schulwege ihre Betreuung anders organisieren, können sich Kinderzahlen einzelner Einrichtungen verändern. Eine Maßnahme zur Sicherung eines Schulstandortes sollte nicht unbeabsichtigt neue Standortprobleme an anderer Stelle erzeugen. Zudem spielt die vorhandene Infrastruktur eine wichtige Rolle. Glöwen verfügt laut offiziellem Schulporträt unter anderem über drei mathematisch-naturwissenschaftliche Fachräume, einen Speiseraum sowie eine eigene Sporthalle und Sportfreifläche. Beim Standort Kleinow wurde in der Informationsveranstaltung auf Sanierungsbedarf hingewiesen. Wenn der Standort langfristig für die Klassen 1 bis 4 genutzt werden soll, sollte transparent dargestellt werden, welche Investitionen notwendig wären und wie diese im Vergleich zu anderen Modellen zu bewerten sind.

Uns ist bewusst, dass verschiedene Alternativen angesprochen wurden. Uns fehlt jedoch eine nachvollziehbare Darstellung, welche Varianten tatsächlich geprüft wurden, nach welchen Kriterien sie bewertet wurden und warum einzelne Modelle verworfen oder bevorzugt wurden. Die offiziellen Schülerzahlen zeigen, dass es sich um unterschiedlich große Standorte handelt: Im Schuljahr 2025/26 wurden am Grundschulteil Glöwen 106 Kinder in den Klassen 1 bis 6 unterrichtet, davon 72 in den Klassen 1 bis 4. Die Grundschule Kleinow hatte im selben Schuljahr insgesamt 44 Schülerinnen und Schüler.

Diese Zahlen allein entscheiden nicht darüber, welches Modell richtig ist. Sie zeigen aber, warum die Auswirkungen verschiedener Lösungen transparent miteinander verglichen werden sollten.
Wir erwarten keine perfekte Lösung.

Wir erwarten eine Entscheidung, bei der nachvollziehbar ist:
Welche Vorteile stehen welchen Nachteilen gegenüber?
Welche Aussagen beruhen auf aktuellen Zahlen und welche auf Prognosen?
Wie viele Kinder und Familien sind tatsächlich betroffen?
Und warum ist die bevorzugte Lösung langfristig für die gesamte Gemeinde die tragfähigste?

Diese Petition richtet sich ausdrücklich nicht gegen Kleinow.

Sie fordert: Transparenz. Belastbare Zahlen. Geprüfte Alternativen. Und eine nachvollziehbare Entscheidung, bevor Fakten geschaffen werden.

Quellen

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Elterninitiative Glöwen/Kleinow, Plattenburg
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 23.09.2026
Sammlung endet: 15.11.2026
Region: Plattenburg
Kategorie: Bildung

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Warum Menschen unterschreiben

Keine gute Idee!!!

Man kann nicht von einem 6-Jährigen Kind verlangen/erwarten, dass es über 2h pro Tag in einem Bus zur Schule und zurück sitzt! Wann sollen die Kinder Hausaufgaben machen? Dazu ist kaum ein Zeitfenster übrig. Zeit zum "Spielen" im Hort ist dann nicht mehr, weil der Tag mit Fahrzeit ausgereizt ist und die restliche Zeit mit Haufgaben verbracht werden muss. Das ist absolut nicht "zum Wohle des Kindes". Das Konzept ist nicht genug durchdacht und absolut inakzeptabel für uns als Eltern! Ich spreche aus Sicht einer Betroffenen Mama, die selbst als Grundschullehrerin in OPR tätig ist und weiß, wie anstrengend und herausfordernd der Schulalltag ohnehin schon für die ganz kleinen Mäuse ist!!

Weil unsere Kinder in Glöwen gerne zur Schule gehen ... Und ich es nicht nachvollziehen kann warum sie da rausgerissen werden sollen ..

Weil ich es sinnlos finde und es würde mein Kind auch in 2 Jahren betreffen.

Es ist nicht sinnvoll, die gesamten Schülerinnen und Schüler aus Glöwen nach Kleinow zu schicken. Das verursacht zusätzliche Fahrtwege und unnötige Kosten. Sinnvoller und vermutlich kostengünstiger wäre es, die Kinder und Lehrkräfte aus Kleinow nach Glöwen zu bringen.

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