Petition richtet sich an:
Bundesministerium für Gesundheit
In dieser Petition wird die dauerhafte Legalisierung THC-haltiger Produkte als Genussmittel ab 18 Jahren gefordert, um die mit dem Konsum verbundenen gesundheitliche Risiken zu minimieren, der momentanen Monopolstellung von alkoholhaltigen Getränken entgegenzuwirken und dem Schwarzmarkt ein massives Standbein zu entziehen.
Begründung
Die deutsche Drogenpolitik hat versagt. Täglich werden selbst gelegentliche Cannabis-Konsumenten kriminalisiert, wohingegen im selben Zeitraum ca. 500 Menschen an den direkten oder indirekten Folgen des Konsums legaler Suchtmittel (Alkohol und Nikotin) sterben.
Gleichzeitig entsteht seit Jahren ein florierender Markt für sogenannte Legal-Highs, die sich durch geschickte Veränderung bereits verbotener Substanzen der Kontrolle und Strafverfolgung entziehen. Eine Legalisierung THC-haltiger Produkte würde diesem Markt einen Großteil seiner Kunden und gleichzeitig Opfer entziehen. Gleichzeitig gäbe es die Möglichkeit mittels erhobener Steuern und Abgaben seitens der Konsumenten und Produzenten eine nicht irrelevante Summe an Steuergeldern einzunehmen, mit denen eventuelle gesundheitliche Folgen mehr als gedeckt werden würden. Die strafrechtliche Verfolgung von Cannabis-Konsumenten verschlingt seit Jahrzehnten etliche Summen an Geld, ohne dass sich auch nur geringste Erfolge nachweisen lassen. Die Behörden sind ausgelastet und es entstehen regelmäßig hohe Kosten für alle Teile der hiesigen Bevölkerung.
Schwarzmarktprodukte unterliegen keinerlei Qualitätskontrollen. Die Streckmittel für Cannabis reichen von einfachen Kräutern und Gewürzen hin zu gefährlichen Mischungen aus Kunststoffen, Glas, Keramik und Schwermetallen. Die daraus entstehenden Kosten im Gesundheitssystem sind enorm.
Ein Kritikpunkt an der Legalisierung ist immer wieder der mittlerweile stark gestiegene THC-Gehalt der Produkte. Dabei sollte beachtet werden, dass eine Legalisierung unter staatlicher Aufsicht sowohl eine qualitative als auch quantitative Kontrolle ermöglicht. In den Niederlanden wird vom Staat z.B. eine tägliche Abgabemenge von 5g durch sog. Coffee-Shops geduldet.
Argumente, pro oder contra, gibt es viele. Alle hier aufzulisten sprengt den ermöglichten Rahmen, daher folgt nun eine Liste von ausgewählten, teilweise auch kritischen und seriösen Weblinks: