Nachtfahrverbot für Mähroboter im Kreis Groß-Gerau zum Schutz der Igel

Petition richtet sich an
Landrat Thomas Will, Kreistag des Kreises Groß-Gerau

192 Unterschriften

6 %
136 von 2.100 für Quorum in Kreis Groß-Gerau Kreis Groß-Gerau

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136 von 2.100 für Quorum in Kreis Groß-Gerau Kreis Groß-Gerau
  1. Gestartet 05.06.2026
  2. Sammlung noch > 5 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Landrat Thomas Will, Kreistag des Kreises Groß-Gerau

Unsere Forderung
Wir, die Raunheimer Tierhilfe, fordern den Kreis Groß-Gerau auf, unverzüglich ein Nachtfahrverbot für Mähroboter zu erlassen. Der Betrieb dieser Geräte soll im Zeitraum von 30 Minuten vor Sonnenuntergang bis 30 Minuten nach Sonnenaufgang untersagt werden - durch eine Allgemeinverfügung der unteren Naturschutzbehörde. Tagsüber bleibt die Nutzung uneingeschränkt möglich.

Begründung

Warum jetzt gehandelt werden muss
Die kommenden Monate sind für unsere heimischen Igel die kritischste Zeit des Jahres. Über den Sommer und bis in den Herbst hinein sind die Tiere nachts auf Nahrungssuche, und gerade jetzt sind auch die jungen, besonders kleinen Igel unterwegs. Genau diese Tiere geraten am häufigsten unter die Klingen. Jede Woche, die wir mit einer Regelung warten, kostet vermeidbare Igelleben. Deshalb ist diese Petition dringlich und duldet keinen Aufschub bis zur nächsten Gartensaison.

Der Igel ist eine schützenswerte und gefährdete Art
Der Igel ist seit 2024 auf der internationalen Roten Liste als „potenziell gefährdet“ gelistet. Igel und weitere betroffene Arten sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz und der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt, weshalb es verboten ist, sie zu fangen, zu verletzen, zu töten oder ihre Lebensstätten zu zerstören. Ein Nachtfahrverbot ist daher nicht nur eine Frage des Mitgefühls, sondern auch eine konsequente Umsetzung geltenden Artenschutzrechts auf kommunaler Ebene.

Die Gefahr ist wissenschaftlich belegt
Das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung hat rund 370 dokumentierte Fälle von Igeln mit Schnittverletzungen ausgewertet. Igel rennen bei Gefahr nicht weg, sondern rollen sich ein, und die meisten Mähroboter können die Tiere nicht erkennen. Die scharfen, schnell rotierenden Klingen fügen ihnen schwere bis tödliche Verletzungen zu. Selbst leicht verletzte Tiere sterben oft später an Infektionen, und die ehrenamtlichen Auffangstationen sind vielerorts überlastet.

Andere Städte und Kreise sind längst vorangegangen
Köln und die brandenburgische Gemeinde Nuthetal machten 2024 den Anfang. Inzwischen gilt ein Nachtfahrverbot unter anderem in Augsburg, Bayreuth, Chemnitz, Dortmund, Düsseldorf, Erfurt, Göttingen, Halle, Herne, Hildesheim, Leipzig, Mainz, in Teilen von München sowie im Landkreis Lüchow-Dannenberg. Dass es bei uns bislang keine Regelung gibt, liegt nicht an mangelndem Willen vor Ort, sondern daran, dass eine bundesweite gesetzliche Grundlage bis heute fehlt. In Deutschland besteht ein Flickenteppich aus lokalen Regelungen, und der Deutsche Städtetag fordert seit April 2026 ein bundesweites Nachtfahrverbot. Solange der Bund untätig bleibt, ist es an den Kommunen und Kreisen, Verantwortung zu übernehmen. Der Kreis Groß-Gerau kann und sollte hier vorangehen.

Das bewegt viele Menschen
Der Schutz der Igel berührt die Bürgerinnen und Bürger über alle politischen Grenzen hinweg. Bundesweit haben bereits über 160.000 Menschen eine entsprechende Petition unterzeichnet. Der Igel gehört zu unseren Gärten und Siedlungen, fast jeder kennt ihn, und kaum jemand möchte ihn dort verletzt oder verendet auffinden. Eine Regelung im Kreis Groß-Gerau wäre ein klares, mehrheitsfähiges Signal für den Naturschutz vor der eigenen Haustür.

Unser Appell
Ein Nachtfahrverbot ist eine einfach umzusetzende, kostengünstige und wirkungsvolle Maßnahme. Sie schränkt niemanden ernsthaft ein, denn tagsüber bleibt der Mähroboter voll nutzbar. Sie rettet aber nachweislich Leben.
Wir bitten den Landrat und den Kreistag, diese Petition aufzugreifen und zügig zu handeln – noch in dieser Saison.

Jede Unterschrift zählt. Bitte unterstützen Sie diese Petition.
Eine Initiative der Raunheimer Tierhilfe.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Stella Baron, Rüsselsheim am Main

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 05.06.2026
Sammlung endet: 04.12.2026
Region: Kreis Groß-Gerau
Kategorie: Tierschutz

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