Erfolg

Offener Brief: Gestaffelter Mutterschutz - jetzt gemeinsam umsetzen!

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an:
Demokratische Fraktionen im Bundestag

26.179 Unterschriften

Der Petition wurde entsprochen

26.179 Unterschriften

Der Petition wurde entsprochen

  1. Gestartet November 2024
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
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Petition richtet sich an: Demokratische Fraktionen im Bundestag

An die Fraktions- und Parteivorsitzenden von SPD, CDU/CSU, Bündnis 90 / Die Grünen, FDP und die Gruppe Die Linke

Sehr geehrte Fraktions- und Parteivorsitzende,

die Initiative zum gestaffelten Mutterschutz bei Fehl- und Totgeburten ist fast abgeschlossen. Die Gesetzesvorlage ist zu 99 Prozent fertiggestellt, und die Verhandlungen innerhalb der Ampel-Koalition standen kurz vor einem Konsens.

Fraktionsübergreifend steht außer Frage, dass die Gesetzesänderung eine erhebliche Erleichterung für die betroffenen Frauen darstellen würde. Die anfallenden Kosten wären gering und die Initiative wird von breiten Teilen der Gesellschaft, den Krankenkassen und Unternehmen unterstützt.

Wir bitten Sie eindringlich, diese Einigung noch vor Ablauf der Legislaturperiode zu erzielen. Nur so kann vermieden werden, dass die AFD dieses wichtige Thema ‚kapert‘ und für ihren Wahlkampf wie bereits angekündigt nutzen wird. Lassen Sie es nicht zu, dass der gestaffelte Mutterschutz, der auf jahrelangem Engagement basiert und zuletzt von Ihnen allen im Petitionsausschuss mit dem höchsten Votum bewertet wurde, von einer Partei instrumentalisiert wird, die ihn für eigene Zwecke missbrauchen möchte.

Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, dieses Anliegen im Sinne der demokratischen Parteien schnell zu verabschieden. Frauen in ganz Deutschland hoffen auf ein rasches Ergebnis, das ihnen Sicherheit in einer schwierigen Lebensphase bietet. Täglich sind Frauen in unserem Land mit Fehlgeburten konfrontiert und müssen dennoch oft unmittelbar zur Arbeit zurückkehren. Durch Ihre Besonnenheit und eine entsprechende Schwerpunktsetzung den Fokus auf die Sache – auch im Vor-Wahlkampf – können Sie dies ändern.

Die Zeit ist reif für den gestaffelten Mutterschutz und die Zeit drängt. Auch wenn vieles gerade nicht mehr möglich ist, dieses Gesetz ist es. Sie müssen es nur wollen. 

Mit freundlichen Grüßen und großer Zuversicht

Begründung

ErstunterzeichnerInnen:

  • Natascha Sagorski, Gründerin der Gesetzesinitiative für den gestaffelten Mutterschutz nach Fehlgeburten, Petentin, Autorin und Gründerin der NGO Familie sind alle
  • Jutta Allmendinger, Professorin an der Humboldt Universität und der Freien Universität Berlin, Vorsitzende der wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen, ehemalige Präsidentin des WZB
  • Prof. Dr. med. Mandy Mangler, Chefärztin der Klinik für Geburtsmedizin, Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum
  • Dr. Monika Arzberger, Vizepräsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbund e.V
  • Prof. Dr. Jörg Loth, Vorstandsvorsitzender IKK Südwest
  • Marie Nasemann, Schauspielerin und Podcasterin
  • Sebastian Tigges, Podcaster
  • Collien Ulmen-Fernandes
  • Philipp Grütering, Sänger (Deichkind)
  • Isa Grütering, Autorin und Coach
  • Anna Adamyan, Autorin und Influencerin
  • Prof. Dr. med. Dr. h.c. Jalid Sehouli, Direktor der Klinik für Gynäkologie mit Zentrum für onkologische Chirurgie (CVK) und Klinik für Gynäkologie (CBF)
  • Alexandra Zykunov, Autorin
  • Andrea Galle, Vorständin der mkk - meine Krankenkasse
  • Claude de Demo, Schauspielerin Berliner Ensemble
  • Nathalie Klüver, Autorin
  • Kati Ernst, Unternehmerin
  • Sandra Runge, Rechtsanwältin und Co-Gründerin der Initiale Pro Parents
  • Isa Sonnenfeld, Unternehmerin und Podcasterin
  • Susanne Mierau, Autorin
  • Heidi Schäfer, Vice President Germany Lansinoh Laboratories Inc.

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 15.11.2024
Sammlung endet: 14.05.2025
Region: Deutschland
Kategorie: Familie

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützende,

    ihr habt mit eurer Stimme den Gestaffelten Mutterschutz unterstützt und einige von euch haben auch bereits für unsere große Aufklärungskampagne „Jede 3. Frau" gespendet. Dafür danken wir euch von Herzen. Nun möchten wir euch persönlich zu einem Abend einladen, den wir im Rahmen dieser Kampagne veranstalten: dem Her Space Day. Am 12. Oktober 2026 öffnen wir in Berlin einen Raum zum Austausch und zum Netzwerken rund um das Thema “Fehlgeburt”, das kein gesellschaftliches Tabu mehr sein darf. Jede dritte Frau erlebt eine Fehlgeburt und dennoch fehlt immer noch ein Ort, an dem Wissen, persönliche Geschichten und echte Begegnung zusammenkommen dürfen. Genau diesen Ort wollen wir im Rahmen unserer großen Aufklärungskampagne gemeinsam mit euch schaffen.

    Was: HER SPACE DAY - Wissen, Austausch und Begegnung rund um Fehlgeburten. 
    Wann: Montag, 12. Oktober 2026, 17–21 Uhr
    Wo: Berlin
    Wichtig: Die Teilnahme ist kostenlos, aber die Tickets sind begrenzt: Deswegen meldet euch bitte über folgenden Link zeitnah an (es gilt first come first serve) : Her Space
    Das Programm:

    • Panel mit Expert:innen und Betroffenen, u.a. Charlotte Weise, Hebamme Sissi Rasche und Anke Helle (Chefredaktion Freundin) 
    • Deep Talks mit Fachpersonen, u.a. Prof. Dr. Mandy Mangler
    • Weltpremiere eines Sternengeschwister-Songs von Hier kommt Nina
    • Kurzlesung “Jede 3. Frau”
    • Raum für Austausch und Vernetzung

    Mit dabei sind unter anderem Prof. Dr. Mandy Mangler, Chefärztin Gynäkologie, Sissi Rasche, Hebamme, Charlotte Weise, Creatorin und Anke Helle, Chefredaktion freundin. Daniela Nuber-Fischer steht uns als Expertin der Sternenkindersprechstunde zur Verfügung und die Kinderliedersängerin „Hier kommt Nina" wird den ersten Sternenkindergeschwister-Song präsentieren. Gastgeberin der Veranstaltung ist die BARMER mit Simone Schwering, stellvertretende Vorstandsvorsitzende. Ein besonderer Dank an dieser Stelle an alle Teilnehmenden ExpertInnen.
    Wir freuen uns außerdem sehr, wenn ihr die Einladung in eurem Netzwerk teilt. Und falls ihr die Aufklärungskampagne über den Abend hinaus stärken möchtet: „Jede 3. Frau" finanziert sich ausschließlich über Crowdfunding und eine kleine Stiftungsförderung der Margarethe Ammon Stiftung. Leider konnten wir unser Spendenziel bisher nicht erreichen, aber jede Spende bringt uns näher daran, diesem Thema Sichtbarkeit zu verleihen. Ihr bekommt natürlich auch Spendenquittungen ausgestellt, da wir gemeinnützig sind. 
    Jetzt spenden auf Betterplace

    Wir freuen uns, euch am 12. Oktober zu sehen und danken für eure Unterstützung!

    Herzliche Grüße
    Natascha Sagorski und das Team von Familie sind alle

  • Liebe Unterstützende,

    dank Euch und Ihnen haben wir es 2025 geschafft: Der gestaffelte Mutterschutz nach Fehlgeburten wurde beschlossen und Deutschland hat aktuell das beste Mutterschutzgesetz weltweit. Allerdings kennen viele Frauen ihr Recht noch gar nicht und Wissen zu Fehlgeburten ist nach wie vor kein Allgemeinwissen.

    Das wollen wir ändern und sammeln gerade für eine große digitale Aufklärungskampagne zu Fehlgeburten im Sommer. Als gemeinnützige Organisation können wir Spendenquittungen ausstellen.

    Hier spenden:
    https://www.betterplace.org/de/projects/166401-aufklaerungskampagne-fehlgeburten-jede-3-frau

    Warum eine Aufklärungskampagne?
    Es stärkt Frauen, wenn sie bereits aufgeklärt in den Kinderwunsch hinein starten und sich nicht erst mit Rechten und medizinischen Möglichkeiten auseinandersetzen müssen, wenn sie in einer körperlichen und emotionalen Ausnahmesituation sind.

    Leider stehen keine öffentlichen Gelder für diese wichtige Kampagne zur Verfügung. Deswegen hoffen wir auf eure und Ihre Unterstützung und sammeln gerade Spenden, um eine möglichst große Kampagne mit hoher Reichweite auf die Beine zu stellen.

    Prominente Unterstützerinnen wie Marie Nasemann, Sissi Rasche und Prof. Dr. Dr. Mandy Mangler unterstützen den Spendenaufruf bereits. Wir hoffen Ihr und Sie auch – gemeinsam für mehr Aufklärung zu Fehlgeburten!

    Wir haben bereits gemeinsam ein Gesetz geändert, jetzt wollen wir das Tabu brechen.
    Über Fehlgeburten sprichst du nicht! Lass uns das ändern.

    Danke, dass Ihr und Sie weiter mit uns dranbleiben.

    Herzliche Grüße
    Natascha Sagorski

Weil es um emotionale Gesundheit und Mitgefühl geht

Jede Regelung hat irgendwo eine Grenze. Das kann man nicht lösen. Eine Frau kann sich krankschreiben lassen, wenn es ihr nach diesem Verlust verständlicherweise nicht gutgeht. Dafür gibt es physisch und psychisch genügend Gründe, die bei den Frauen sehr individuell sind und auch so behandelt werden sollen. Ich kenne das aus eigenem Erleben. Wozu jedoch ein Mutterschutz, wenn man keine Mutter geworden ist?

Helfen Sie mit, Bürgerbeteiligung zu stärken. Wir wollen Ihren Anliegen Gehör verschaffen und dabei weiterhin unabhängig bleiben.

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