Region: Germany

Keine Kürzung der Kinderkrankentage!

Petition is addressed to:
Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann & Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

49,065 Signatures

100 %
48,054 from 30,000 for quorum in Germany Germany

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  1. Launched 24/09/2026
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Petition addressed to: Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann & Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, den Anspruch auf Kinderkrankengeld dauerhaft bei 15 Arbeitstagen je gesetzlich versichertem Kind und Elternteil zu belassen (Alleinerziehende: 30 Tage), die Höchstgrenzen bei mehreren Kindern (35 bzw. 70 Tage) beizubehalten und die Auswirkungen regelmäßig zu evaluieren.

Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann plant die Maximalzahl der Kinderkrankentage wieder zu senken. Damit würden ab Januar 2027 pro Elternteil und Kind statt 15 Kinderkranktage nur noch 10 Tage zur Verfügung stehen.

Reason

1) Ein krankes Kind lässt sich nicht planen. Wenn es nicht in Kita oder Schule gehen kann, braucht es sofort eine vertraute Person, meist ein Elternteil. Genau dafür gibt es das Kinderkrankengeld nach § 45 SGB V.

2) Für 2026 gelten 15 Arbeitstage je Kind und Elternteil (Alleinerziehende: 30). Diese Regelung endet am 31. Dezember 2026. Ohne neues Gesetz fallen wir ab 2027 auf zehn Tage zurück. Das Argument, es habe sich um eine Corona-Sonderregel gehandelt, greift zu kurz: Kinder werden auch ohne Pandemie krank. Gerade in Kita und Grundschule folgt im Winter oft ein Infekt auf den nächsten.

3) Hinzu kommt der Gesundheitsschutz: Nach Fieber, Erbrechen oder Durchfall müssen Kinder häufig mindestens 24 Stunden symptomfrei sein, bevor Kita oder Schule sie wieder aufnehmen. Der Betreuungsbedarf ist also länger als die akute Krankheit. Fehlen die Tage, steigt der Druck, Kinder zu früh zurückzuschicken. Das gefährdet ihre Genesung, andere Kinder und das Betreuungs- und Lehrpersonal. Jedes Kind hat ein Recht auf Gesundheit. Ausreichende Kinderkrankentage schützen alle Beteiligten vor vermeidbaren Infektionen.

Wer den Anspruch aufgebraucht hat, muss Urlaub nehmen, unbezahlt zu Hause bleiben, Arbeitszeit kürzen oder private Notlösungen organisieren. Homeoffice ist keine Antwort: Ein krankes Kleinkind braucht Pflege, und viele Beschäftigte in Produktion, Pflege, Handwerk, Handel oder Gastronomie können ohnehin nicht von zu Hause arbeiten. Kinderkrankengeld ersetzt zudem in der Regel nur 90 % des Nettoentgelts. Es ist kein zusätzlicher Urlaub.

Diese Petition richtet sich nicht gegen Arbeitgeber. Eine klare Regel schafft Planbarkeit; ohne sie wird die Abwesenheit nur anders organisiert, etwa über Urlaub, Krankmeldungen oder Teilzeit. Deutschland ist auf die Erwerbstätigkeit von Eltern angewiesen. Kurzfristige Betreuungsprobleme dürfen nicht zum dauerhaften Ausstieg führen. Und weil die Betreuung kranker Kinder in der Praxis oft ungleich verteilt ist, erleichtern ausreichende, einzeln nutzbare Tage auch die partnerschaftliche Aufteilung.

Wir fordern:

  • 15 Kinderkrankentage je Kind und Elternteil dauerhaft gesetzlich festzuschreiben.
  • 30 Tage für Alleinerziehende und die Höchstgrenzen bei mehreren Kindern beizubehalten.
  • Inanspruchnahme, Kosten und Folgen für Familien, Arbeitgeber und Erwerbsbeteiligung regelmäßig und transparent zu evaluieren.

Es geht nicht um mehr Urlaub, sondern um eine einfache Realität: Kinder werden krank. Wer sein Kind auskurieren kann, kehrt stabil zurück, statt erneut auszufallen. Das entlastet Betriebe und Kitas. Wer Familien schützt, stärkt Wirtschaft und Vertrauen in die Politik.

Ich bin Vater und Arbeitnehmer und weiß, was kurzfristige Ausfälle für Betriebe bedeuten. Deshalb richtet sich diese Petition nicht gegen Arbeitgeber. Mir geht es um beides: eine gute Wirtschaftsleistung und das Recht meines Kindes und aller anderen Kinder auf Gesundheit.

Quellen:

  • Ab 2027 soll der Anspruch um fünf Tage sinken. Das sei eine Ankündigung, kein beschlossenes Gesetz. Die aktuelle Regelung gilt bis Jahresende. Wird sie nicht verlängert, gilt ab 2027 grundsätzlich wieder der frühere Anspruch von zehn Arbeitstagen, für Alleinerziehende 20.
  • Linnemann hat sich in der Regierungsbefragung gegen eine Verlängerung ausgesprochen und die Regel als Corona-Sonderregel eingeordnet. (ZDFheute)ZDFheute, 23.09.2026
  • Wer Kinderkrankengeld bezieht, hat gegenüber dem Arbeitgeber Anspruch auf unbezahlte Freistellung. (Gesetze-im-Internet)
  • Absatz 2 (Regelfall): Ohne die Sonderregel gelten 10 Arbeitstage je Kind, für Alleinerziehende 20. Bei mehreren Kindern sind es höchstens 25 bzw. 50. (Sozialgesetzbuch)
  • Absatz 2a: Im Kalenderjahr 2026 besteht der Anspruch für jedes Kind längstens 15 Arbeitstage, für Alleinerziehende 30 Arbeitstage. Insgesamt sind es höchstens 35 Arbeitstage, für Alleinerziehende 70. (Gesetze-im-Internet)
  • § 45 SGB V (amtliche Quelle)
Thank you so much for your support, Florian Völler, Geretsried
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Petition details

Petition started: 24 Sep 2026
Collection ends: 03/23/2027
Region: Germany
Topic: Family

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News

  • Liebe Unterstützerin, lieber Unterstützer,

    wir haben das Quorum überschritten: über 30.000 Menschen stehen hinter dem Erhalt der 15 Kinderkrankentage. In nicht einmal vier Wochen 💪🏼

    Das ist kein Etappenziel, das ist ein Statement.Und es kommt genau zur richtigen Zeit. In der Koalition ist ein offener Streit entbrannt:

    Während Gesundheitsminister Linnemann an seinem Plan festhält, die Tage ab 2027 auf zehn zu kürzen, stellt sich die SPD öffentlich dagegen. Die familienpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion nennt die Kürzung eine „falsche Logik". Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig sagt unmissverständlich: „Das geht gar nicht."

    Mehrere SPD-Landespolitiker schließen sich an.Das heißt: Die Entscheidung ist noch offen. Nichts ist beschlossen. Und genau deshalb zählt jede einzelne Stimme jetzt noch mehr als vorher.Ich weiß, wie sich dieser Streit für uns als Eltern anfühlt, wie ein Verhandlungsgegenstand zwischen Koalitionspartnern, während wir nachts tatsächlich am Bett unserer fiebernden Kinder sitzen.

    Diese Petition gibt dem, was gerade hinter verschlossenen Türen verhandelt wird, ein Gesicht: 30.000 Familien, die sagen, dass das keine Verhandlungsmasse ist.

    Was jetzt hilft:Teile die Petition noch einmal. Wir haben die erste Hürde genommen, aber je mehr Unterschriften, desto schwerer wird es, das Thema zu ignorieren.Schreib dazu, warum es dich betrifft.

    Persönliche Worte erreichen Menschen, die an einem reinen Link vorbeiscrollen.

    Wenn du in Mecklenburg-Vorpommern oder Rheinland-Pfalz lebst, dort haben SPD-Politiker sich bereits klar positioniert.

    Das ist ein guter Moment, ihnen dafür öffentlich zu danken und sie zu bestärken.30.000 Stimmen sind laut. Lasst uns dafür sorgen, dass sie noch lauter werden, solange die Entscheidung noch nicht gefallen ist.

    Danke, dass ihr dabei seid.

    Schönen Sonntag

    Euer

    Flo Völler

  • Liebe Unterstützerin, lieber Unterstützer,

    wir haben einen echten Meilenstein erreicht: 3.048 Menschen haben innerhalb weniger Tage unterschrieben.

    Das sind zehn Prozent des Quorums, erreicht nicht in Monaten, sondern in Tagen.

    Ich weiß, warum. Jeder von uns kennt diese Nächte: ein fieberndes Kind, kein Schlaf, und morgens die Frage, wer jetzt bei der Arbeit fehlt. Genau dieses Recht, bei unseren Kindern bleiben zu können, ohne Job oder Einkommen aufs Spiel zu setzen, steht jetzt zur Debatte.

    Es gibt auch kritische Stimmen:

    Das sei ein Luxusproblem, andere europäische Länder hätten weniger Krankentage, früher sei es ja auch gegangen, man jammere auf Kosten der Solidargemeinschaft. Dem halte ich entgegen:

    Die Belastung von Eltern wächst gerade jetzt, mit höheren Zuschlägen für Kinderlose, steigenden Krankenkassenbeiträgen und einem Fachkräftemangel, der Vollzeit statt Teilzeit erzwingt, auch durch Entscheidungen dieser Bundesregierung.

    Wer diese Last erhöht, kann sie nicht gleichzeitig bei der Kinderbetreuung kürzen.

    Erst gestern hat das Bundeskabinett eine Pflegereform beschlossen, die vor allem sparen soll, unter anderem durch einen höheren Beitrag für Kinderlose ab 2027. Ein anderes Gesetz, derselbe Minister, dasselbe Muster:

    An der Stelle sparen, an der Familien Verantwortung für andere Menschen übernehmen, für kranke Kinder genauso wie für pflegebedürftige Eltern.

    Umso wichtiger ist es, dass wir bei den Kinderkrankentagen jetzt laut werden, bevor auch hier ohne neues Gesetz ab 2027 nur noch zehn statt 15 Tage gelten.Die ersten zehn Prozent waren oft die, die am leichtesten zu erreichen sind, das eigene Umfeld.

    Die nächsten neunzig Prozent brauchen mehr Reichweite, und dafür brauche ich euch:

    teilt die Petition noch einmal, auch wenn ihr es schon einmal getan habt.Schreibt ein oder zwei Sätze dazu, warum euch das Thema persönlich wichtig ist.

    Sprecht Kolleginnen, Kollegen und euren Betriebsrat an.3.048 sind ein starker Anfang. Lasst uns zeigen, dass noch viel mehr Menschen kranke Kinder nicht alleine zwischen Arbeitsplatz und Pflegebett lassen wollen.

    Danke, dass ihr dabei seid.

    Euer

    Flo

  • Liebe Unterstützerin, lieber Unterstützer,

    danke, dass du die Petition für den Erhalt der 15 Kinderkrankentage unterschrieben hast. Ich weiß, wie es sich anfühlt, mitten in der Nacht am Bett eines fiebernden Kindes zu sitzen und morgens zu überlegen, wer jetzt Urlaub nimmt, wer sich krankmeldet, wer die Präsentation absagt. Genau deshalb habe ich diese Petition gestartet, und genau deshalb schreibe ich dir heute noch einmal.

    Am 23. September hat Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann im Bundestag angekündigt, dass Eltern ab 2027 wieder nur zehn statt 15 Kinderkrankentage bekommen sollen, Alleinerziehende zehn statt 30. Er nennt es die Rücknahme einer „Corona-Sonderregel“. Aber unsere Kinder werden nicht nur während einer Pandemie krank. Sie werden jeden Winter krank, mehrmals, mit Fieber, Magen-Darm, Infekten, die sich nicht an einen Kalender halten.

    Deine Unterschrift war der erste Schritt. Jetzt entscheidet sich, ob diese Petition gehört wird oder in der Menge untergeht.

    Dafür brauche ich dich noch einmal:
    Teile den Link in deiner Familien-WhatsApp-Gruppe, im Elternbeirat, bei der Arbeit.

    Schick ihn an drei Menschen, von denen du weißt, dass sie auch schon mal ein Kind mit Fieber im Arm gehalten haben, während im Kopf die nächste Deadline tickte.

    Sprich mit deinem Arbeitgeber oder Betriebsrat. Auch aus Unternehmenssicht ist eine verlässliche Regel besser als ständig neue Ausnahmen.

    Jede Unterschrift zählt, aber jede Weiterleitung zählt mehr. Diese Petition betrifft niemanden abstrakt. Sie betrifft dich, mich, und jedes Kind, das diesen Winter krank wird.

    Danke, dass du dabei bist.

    Beste Grüße

    Florian Völler

Wo bleibt der volkswirtschaftliche Aspekt? Die Maßnahme richtet sich doch nicht gegen Eltern, sondern ist ein Teil der erforderlichen Maßnahmen zur Finanzierung des Staatshaushalts. Nur gegen die Kürzung zu stimmen zeugt davon, eine einseitige Sicht zu haben.

Mich irritiert weniger diese Petition als manche Reaktion darauf. Warum wird das Auslaufen einer Sonderregelung „asozial“ bezeichnen. Eine Ausnahme wird nicht automatisch zum unveräußerlichen Besitzstand, nur weil man sich an sie gewöhnt hat. Wer jede Kürzung moralisch diskreditiert, darf sich nicht wundern, wenn Reformen nicht mehr möglich sind, wir zunehmend an Wettbewerbsfähigkeit verlieren und irgendwann feststellen, dass ein Sozialstaat nur verteilen kann, was zuvor erwirtschaftet wurde.

Why people sign

Kürzung zum Teil realitätsfern und erhöht Druck auf Familien

Weil Kinder nicht einfach mal weniger krank sind nur weil die Krankentage gekürzt werden sollen. Kinder werden nun mal krank und sie werden auch mehr als 15 Tage im Jahr krank, gerade wenn sie noch so klein sind.

Bin selbst Mutter und weiß wie schwierig es ist mit den Tagen auszukommen die es gibt.

Kinder haben über 15 Infekte im ersten Krippenjahr. Wo sollen die kranken Kinder hin? Wenn nicht durch die Eltern versorgt zuhause? Großeltern müssen auch länger arbeiten es ist niemand da! Wieder werden Familien alleine gelassen. Kranke Kinder sind Privatsache und sollen nicht das Arbeitspensium stören!!??
Kinder sind unsere Zukunft!

Arbeitende Eltern sollen den Erholungsurlaub nicht für kranke Kinder verwenden müssen.

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