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Die Petition wurde abgeschlossen
Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
Das industrielle Verbrauch von Fett und Zucker soll besteuert werden. Es kann nicht sein das die Firma wie Haribo von der EU subventioniert wird. Stattdessen sollten industriell verarbeitete Lebensmittel besteuert werden.
Begründung
Der Staat hat eine Verantwortung
Der Mensch ist in Bezug auf Fast-Food leider eher ein Ja-Sager[1]. Appelle an die Vernunft sich gesund zu ernähren sind längst gescheitert. Und nicht erst seit gestern: Schon die Daten der Nationalen Verzehrstudie 2008 zeigen eindeutig, dass über 58 Prozent der Deutschen mittlerweile übergewichtig oder gar adipös sind.
Zucker und Fett sind zu billig
Man mag es kaum glauben, aber Zucker und Fett werden genutzt um gute Lebensmittel billiger zu machen. Diese Produkte enthalten dann mehr Zucker und/oder Fett und weniger gesunde Substanzen. Einkommensschwache Haushalte kaufen natürlich die günstigeren Produkte.
Billiges Fett statt Regenwald
Der Regenwald wird immer weiter für die Palmölproduktion abgeholzt. Die Deutschen essen den Regenwald somit quasi auf. Von der Steuer könnten z.B. Projekte zur Aufforstung finanziert werden.
Zu viel Zucker und Fett machen Krank
Wer sich ungesund ernährt, kostet den Staat Geld: Teure Behandlungen von Diabetes, Herz-Kreislauf- und anderen Erkrankungen sind häufig eine Folge von zu fettigem und zu süßem Essen. In Deutschland gibt es allein 6,3 Millionen Diabetiker, deren Versorgung nach Daten der AOK jährlich 23,5 Milliarden Euro kosten. Davon sind 95% Typ II und nur 5% genetisch bedingt erkrankt. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland die häufigste Todesursache. Zucker unterstützt das Wachstum von Krebszellen[2]. Zucker fördert Krebs auch durch Dehydration[3]. Zucker fördert Krebs durch Übersäuerung und Entzündungen im Körper[4]. Zucker verursacht Magnesiummangel[5] und ist somit pro-inflammatorisch und pro-Krebs[6]. Bei Probanden mit hohem Zuckerkonsum (ab fünf Teelöffel täglich) gab es im Vergleich zu den Probanden mit fast keinem Konsum eine 1,7-fach erhöhte Rate von Pankreaskarzinomen. Ähnliche Werte wurden bei zwei und mehr Gläsern Limonade (1,9-fach erhöht) gefunden[7]. Menschen mit hochem Blutzuckerspiegel (größer als 140 mg / dL) haben höhere Todesraten aller Krebsarten zusammen. Bei Männern sind die stärksten Assoziationen bei Bauchspeicheldrüsenkrebs; signifikante Zusammenhänge wurden auch bei Männern für Krebserkrankungen der Speiseröhre, Leber und Dickdarm / Mastdarm gefunden. Bei Frauen gibt es die stärksten Verbindungen zu Krebserkrankungen der Leber und des Gebärmutterhalses. [8] Diejenigen, die viel Zucker essen, leiden 1,5 mal häufiger an leichten kognitiven Beeinträchtigung als diejenigen, die die weniger Zucker essen[9]. Der regelmäßige Verzehr von zuckerhaltigen Limonaden ist mit einem erhöhten Risiko von Rheumatoider Arthritis bei Frauen, unabhängig von anderen Faktoren, Ernährung und Lebensstil verbunden[10]. Es gibt immer mehr wissenschaftlichen Konsens darüber, dass eine der häufigsten Arten von Zucker, Fruchtzucker, lebertoxisch ist, ähnlich wie Alkohol[11]. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen scheint ein hoher Konsum von zuckerhaltigen Getränken, der bis zu 30 % und mehr der täglichen Energieaufnahme ausmacht, eine frühe Gewichtszunahme zu begünstigen[12]. Der Zusammenhang zwischen Type 2 Diabetes und zuckerhaltigen Limonaden wurde ausführlich dokumentiert[13]. Diejenigen, die mindestens 2-mal pro Woche Fast Food essen, erkranken 3,4-mal häufiger an Morbus Crohn und entwickeln 3,9-mal häufiger eine Colitis ulcerosa. Personen, die mehr als 55 Gramm Zucker pro Tag essen, erkranken 2,6-mal häufiger an Morbus Crohn. [14].
Sogar die Medizin will die Steuer
Diabetes-Verbände fordern schon lange von der Politik höhere Steuern auf ungesunde Lebensmittel. Grund sei die steigende Zahl von Zuckerkranken in Deutschland, inzwischen über sechs Millionen Menschen.
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
18.07.2015
Sammlung endet:
17.01.2016
Region:
Deutschland
Kategorie: