A13 konsequent zu Ende denken – faire Besoldung für Realschul-Funktionsämter in NRW

Petition richtet sich an:
Landtag Nordrhein-Westfalen, Landesregierung Nordrhein-Westfalen und Ministerium für Schule und Bildung NRW

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Petition richtet sich an: Landtag Nordrhein-Westfalen, Landesregierung Nordrhein-Westfalen und Ministerium für Schule und Bildung NRW

Wir fordern die Landesregierung und den Landtag Nordrhein-Westfalen auf, nach der Anhebung des Eingangsamtes auf A13 auch das gesamte Beförderungs-, Funktions- und Leitungsgefüge der Realschulen neu zu bewerten. Zwischen Lehrkräften, Beförderungsämtern und den verschiedenen Ebenen der Schulleitung müssen wieder angemessene und spürbare Besoldungsabstände bestehen.

Als sachgerechtes Zielmodell – insbesondere für große Realschulen mit einer zusätzlichen zweiten Konrektorenstelle – schlagen wir vor:

A13 – Lehrkraft
A13Z – erstes Beförderungsamt
A14Z – Zweite Realschulkonrektorin / Zweiter Realschulkonrektor
A15 – ständige Stellvertretung der Schulleitung
A15Z – Schulleitung

Wir fordern, diese Neubewertung noch im Zusammenhang mit dem Besoldungspaket 2027 vorzunehmen und transparent darzulegen, nach welchen Kriterien Funktions- und Leitungsämter an den verschiedenen Schulformen bewertet werden.

Begründung

Mit der vollständigen Anhebung der betreffenden Lehrkräfte auf A13 zum 1. August 2026 wurde eine lange bestehende Ungleichbehandlung beseitigt. Gleichzeitig ist jedoch eine neue Schieflage entstanden: Das bisherige erste A13-Beförderungsamt unterscheidet sich besoldungsrechtlich nicht mehr vom Eingangsamt.
Wird dieses Problem beispielsweise durch eine Amtszulage gelöst, rückt das erste Beförderungsamt wiederum sehr nah an das Amt eines Zweiten Realschulkonrektors in A14 heran. Eine isolierte Korrektur würde deshalb lediglich die nächste Ungleichheit erzeugen. Die gesamte Besoldungskette muss gemeinsam betrachtet werden.

Gerade bei großen Realschulen ist das besonders deutlich. Das Land plant selbst, die Schülerzahlgrenze für eine zusätzliche zweite Konrektorenstelle von mehr als 540 auf mehr als 480 Schülerinnen und Schüler zu senken. Damit erkennt es an, dass große Realschulen eine zusätzliche Leitungsebene benötigen. Diese zusätzliche Verantwortung muss sich dann aber auch in einer nachvollziehbaren Besoldungshierarchie widerspiegeln.

Andere reine Sekundarstufe-I-Schulen zeigen, dass höhere Bewertungen von Leitungsämtern möglich sind: An großen Sekundarschulen können die ständige Stellvertretung bis A15 und die Schulleitung bis A15Z besoldet werden.

Hinzu kommt, dass Realschullehrkräfte in NRW eine Unterrichtsverpflichtung von 28 Wochenstunden haben, während sie an Gymnasien, Gesamt- und Sekundarschulen 25,5 Stunden beträgt. Das bedeutet nicht, dass andere Lehrkräfte insgesamt weniger arbeiten. Es zeigt aber, dass Realschullehrkräfte eine höhere unmittelbare Unterrichtsverpflichtung tragen, obwohl ihre Beförderungs- und Leitungsstruktur vergleichsweise flach bleibt. Auch historische Unterschiede in der Lehrerausbildung können diese Struktur heute immer weniger erklären. Die heutigen Lehramtsstudiengänge HRSGe und Gymnasium/Gesamtschule umfassen jeweils Bachelor und Master, zehn Semester und 300 Leistungspunkte. Sie sind unterschiedlich profiliert, aber gleich umfangreich. NRW hat mit A13 selbst entschieden, die frühere unterschiedliche Bewertung des Eingangsamtes aufzugeben.

Bei Schulleitungsämtern sollte deshalb vor allem die tatsächlich übernommene Verantwortung zählen: Personalführung, Schulorganisation, Schulentwicklung, Inklusion, Abschlussprüfungen, Elternarbeit, Krisenmanagement und die Verantwortung für das Funktionieren einer ganzen Schule. Die Landesregierung hatte zudem selbst angekündigt, nach der A13-Reform den Anpassungsbedarf bei Beförderungs-, Funktions- und Leitungsämtern zu prüfen. Im angekündigten Besoldungspaket 2027 werden Leitungsämter anderer Schulformen bereits teilweise aufgewertet. Für Realschulen ist bislang jedoch keine entsprechende Anpassung der bestehenden Ämter vorgesehen.

Deshalb muss jetzt gehandelt werden. A13 war richtig – aber die Reform muss konsequent zu Ende gedacht werden. Wer dauerhaft mehr Verantwortung übernimmt, muss dies auch finanziell spürbar wiederfinden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Alexander Rösner, Essen
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Angaben zur Petition

Petition gestartet: 29.08.2026
Sammlung endet: 28.02.2027
Region: Nordrhein-Westfalen
Kategorie: Bildung

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Weil ich als Schulleiter es ungerecht finde, dass meine Kolleginnen und Kollegen befördert werde, ich aber leer ausgehe.

Ich bin eine beförderte Lehrkraft. Ich habe eine Prüfung gemacht, um diese zu erhalten. Ich erhalte jetzt keinen Cent mehr als die anderen, muss aber mehr Arbeit erledigen.

Ich bin selbst betroffen.Für die mit meiner Funktion verbundenen zusätzlichen Aufgaben arbeite ich pro Schuljahr sicherlich 120 Stunden zusätzlich. Ich finde, diese Mehrarbeit sollte angemessen honoriert werden.

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