Region: Rostock

Ab jetzt NUR Gemeinsam: B-Plan am Groten Pohl nur mit kooperativer Bürger:innenbeteiligung!

Petition is addressed to:
Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger und / oder Rostocker Bürgerschaft

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  1. Launched November 2025
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Petition addressed to: Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger und / oder Rostocker Bürgerschaft

Der „Grote Pohl“ ist eine rund 22 ha große baubedrohte Grün- und Gartenfläche zwischen der Innen- und Südstadt von Rostock. Der Lebensraum für Menschen, Tiere und Natur in dem Gebiet soll zerstört werden. Aber es gibt dafür keine zwingenden Gründe aus öffentlichem Interesse. Die geplante Umwandlung von grüner Freifläche in klimaschädlichen Neubau ist nur unglaublich teuer und schafft keinen bezahlbaren Wohnraum.

Unsere Forderung an die Oberbürgermeisterin und die Bürgerschaft:

Starten Sie ENDLICH eine kooperative Bürger:innenbeteiligung, um die Zukunft dieser riesigen, kommunalen Fläche gemeinsam und gemeinwohlorientiert zu gestalten.

Der 2. Entwurf des Bebauungsplanes ist gerade fertig - trotzdem starten wir diese Petition JETZT! Denn:

  • Ein Bebauungsplan ist nur ein Papier.
  • Bevor sich wirklich ein Kran dreht, kann und wird sich noch vieles ändern.

Am 17.9.2025 sagte Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger vor der Bürgerschaft:

  • Bezahlbares Wohnen wird am Groten Pohl unmöglich sein. Andere Städte stoppen solche Projekte gerade, weil es zu teuer ist.
  • Es braucht 10-15 Jahre, um ein neues Quartier so zu entwickeln, dass es in 100 Jahren noch gut ist.
  • Wir brauchen noch „viel Kreativität und Geduld“ und wir werden noch sehr oft umplanen, weil viele neue Ideen und Ansprüche aus der Wohnungswirtschaft und der Bürgerschaft kommen werden. (Nachzuhören auf Youtube 1)

Daher finden wir: Jetzt erst Recht! Die weitere Planung für eine Nutzung des Gebietes am Groten Pohl muss ab jetzt mit kooperativer Bürger:innenbeteiligung durchgeführt werden. Kooperativ bedeutet: Bei jedem Schritt der Planung muss es eine Zusammenarbeit mit der Öffentlichkeit geben, um sicher zu stellen, dass öffentliche Anliegen und Erwartungen verstanden und berücksichtigt werden (Leitfaden für Bürgerbeteiligung Pkt. 2).

1 Nachzuhören auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=yKtTzHP0HVM&t=7841s ganze Debatte von 1h:47min bis 2h:25min

2 Leitfaden für Bürgerbeteiligung: https://www.buergerbeteiligung-rostock.de/bibliothek

Reason

Seit 2016 wird am Groten Pohl ein neues „Wohn- und Arbeitsquartier“ geplant. Damals sollte schnell und viel gebaut werden, weil eine viel zu optimistische Bevölkerungsprognose galt 1. Den Kleingärten wurde gekündigt, die Räumungsarbeiten begannen. 2018 wurde der 1. Entwurf für den B-Plan am Groten Pohl öffentlich ausgelegt. Er entpuppte sich als nicht umsetzbar und Investoren fehlten. Die meisten der ehemals gut gepflegten Gärten lagen nun brach. Einzig die 100 Parzellen der KGA „Pütterweg e.V.“ blieben erhalten. Der Verein hatte gegen seine Kündigung geklagt und Recht bekommen. Seitdem engagiert sich die Initiative „Pütterweg bleibt!“ (https://puetterweg.blogspot.com/)

Schon damals waren Anwohner:innen, verbliebene Nutzer:innen und auch Organisationen wie der „NABU“, die „NAJU“ oder „Fridays for Future“ sich einig: Der Grote Pohl braucht eine Perspektive unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Bürger:innen! In formellen Stellungnahmen 3 plädierten sie für den Erhalt von mehr Grünflächen, mehr Gemeinwohlorientierung und weniger teure Gewerbefläche im Gebiet. In formellen Stellungnahmen kann man aber leider den Bedarf gar nicht mehr hinterfragen. Es war klar, dass die Wünsche der Menschen nicht berücksichtigt werden würden.

Als 2021 dann der Beirat für Bürgerbeteiligung in Rostock seine Arbeit aufnahm, beantragten NABU und „Pütterweg bleibt!“ dort sofort ein informelles Bürgerbeiligungsverfahren. Der Beirat sprach sich tatsächlich für eine kooperative Bürgerbeteiligung für den B-Plan am Groten Pohl aus 4. Diese Entscheidung beruht auf dem Leitfaden für Bürgerbeteiligung 5. Dort steht, dass auch von der Bürgerschaft bereits beschlossene Projekte und Vorhaben einem Beteiligungsverfahren unterzogen werden können. 2022 wurde diese Empfehlung wurde jedoch gar nicht in die Bürgerschaft getragen, sondern von der Stadtverwaltung direkt abgelehnt - mit der Begründung, dass die Planungen schon zu weit fortgeschritten seien… Und dann war Ruhe bis ...Heute:

Erst jetzt – im November 2025 - liegt der 2. Entwurf für den B-Plan öffentlich aus6 und er ist ungeachtet der damaligen Stellungnahmen fast unverändert!
Noch immer sind genau so viele Gartennutzer:innen, Tiere und Natur von unnötiger Räumung und teurer Bebauung bedroht. Weder eine aktuelle Begründung für den Bedarf noch eine echte Prüfung von Alternativen sind im Plan zu finden.

Aber wir sagen: die Bebauungsplanung muss sich am realen Bedarf der Menschen in Rostock orientieren! Inzwischen übersteigt der Neubau von Wohnungen das Wachstum der Bevölkerung in Rostock (seit 2014 + 6.000 neue EinwohnerInnen ABER + 8.000 neue fertige Wohnungen und Hunterte weitere bereits genehmigte!). Zudem wird die Bevölkerungszahl laut der aktuellen Prognose wieder sinken 7. Darum hinterfragen wir den Bedarf für so viele weitere teure Wohn- und Gewerbeimmobilien.

Wir wollen gemeinsam abwägen, was an dieser Stelle wichtiger ist: Natur- und Freiflächen und gemeinwohlorientierte Nutzung oder teure neue (leer stehende?) Immobilien? 8 Wir fordern dafür eine informelle, kooperative Bürger:innenbeteiligung, in der alle ihre Wünsche und Ideen einbringen können.

Eine Sammlung von Ideen unter dem Titel „Wem gehört die Stadt? Für wen ist die Stadt? Wer ist die Stadt?“ gibt es schon seit 2020 auf https://puetterweg.blogspot.com/p/uber-uns.html

Habt ihr auch Kritik und Ideen, die die Stadtplanung berücksichtigen soll? Dann unterzeichnet diese Petition und schreibt alles in die Kommentare!

1 überzogene Bevölkerungsprognose von 2016: https://rathaus.rostock.de/sixcms/media.php/10965/__Pr%C3%A4sentation_Bev%C3%B6lkerungsprognose_Fl%C3%A4chennutzungsplan.pdf
3 Link zu den beiden Stellungnahmen von NAJU und NABU: https://stadtgestalten.org/naju/abwaegung-der-1-naju-stellungnahme-zum-b-plan-am-g/ Und: NABU Mittleres Mecklenburg „Aktuelle Infos Groter Pohl“: https://www.nabu-mittleres-mecklenburg.de/rostocker-naturschutztag/stadtgrün-groter-pohl/
4 Antrag auf Bürgerbeteiligung: https://puetterweg.blogspot.com/2021/10/antrag-auf-burgerbeteiligung.html & Empfehlung des Beirates für Bürgerbeteiligung von 2021: https://puetterweg.blogspot.com/2021/12/
5 Leitfaden für Bürgerbeteiligung: https://www.buergerbeteiligung-rostock.de/bibliothek
6 Online-Portal mit allen Unterlagen vom 2. Entwurf des Bebauungsplanes Nr. 12.W.192 „Wohn- und Sondergebiet am Südring“
https://mv.bauleitplanung-online.de/verfahren/de64796a-337b-4ee4-8cfa-628b04669708/public/detail#procedureDetailsDocumentlist
7 Alle offiziellen Zahlen zu Bevölkerungszahl und Wohnungsneubau sind hier: https://rathaus.rostock.de/Statistik/Stadtbereichskatalog/atlas.html
https://rathaus.rostock.de/media/rostock_01.a.4984.de/datei/2024%20Statistisches%20Jahrbuch.472335.pdf
Aktuelle Bevölkerungsprognose: https://rathaus.rostock.de/de/rathaus/rostock_in_zahlen/veroeffentlichungen/bevoelkerungsprognose_der_hanse_und_universitaetsstadt_rostock/276436
8 eigene Abwägungstabelle von 2021: https://puetterweg.blogspot.com/2021/12/abwagungstabelle.html

Petition details

Petition started: 25 Nov 2025
Collection ends: 10/07/2026
Region: Rostock
Topic: Civil rights

News

  • Wir dürfen die Unterschriften und Kommentare heute um 15:45 an den Finanzsenator Herr Dr. Chris von Wrycz Rekowski, Senator für Finanzen, Digitalisierung und Ordnung und Erster Stellvertreter der
    Oberbürgermeisterin im kleinen Foyer zwischen Büro der Oberbürgermeisterin und Bürgerschaftssaal übergeben. Möglicherweise wird auch noch ein Mitglied des Präsidiums der Bürgerschaft dabei sein.

    Von 15:30 - 16:30 ist unsere Traurige Mahnwache anlässlich des Satzungsbeschlusses für den B-Plan am Groten Pohl vor dem Eingang des Rathauses angemeldet.

  • Es war absehbar, aber es bleibt traurig:
    Morgen, am Mittwoch, dem 7.10. wird die Bürgerschaft den Abwägungs- und Satzungsbeschluss
    für den B-Plan "Wohn- und Sondergebiet am Südring" (umgangssprachlich Groter Pohl) fassen.
    Von 15:30-16:00 werden wir uns daher vor dem Rathauseingang für eine traurige Mahnwache versammeln und auch diese Petition übergeben.

    Sie lief seit November 2025 und hat inzwischen etwas über 1.000 Unterschriften erhalten, davon etwa 800 aus Rostock. Vielen Dank an alle, die mit Ihrer Unterschrift unsere Hoffung auf Bürgerbeteiligung und vielleicht etwas mehr Grün-Erhalt am Groten Pohl erhöht hatten.

    Leider war es die ganze Zeit unmöglich, mit den Fraktionen der Bürgerschaft oder der Oberbürgermeisterin über dieses Anliegen ins Gespräch zu kommen.
    Da der Satzungsbeschluss theoretisch jegliche weitere Änderungen am B-Plan ausschließt, müssen wir diese Petition mit dem morgigen Tag um 12 Uhr beenden und möchten sie direkt danach während der Mahnwache übergeben.

    Ein Bild mit den Infos zur Mahnwache zum Teilen ist hier
    https://stadtgestalten.org/naju/traurige-mahnwache-wegen-satzungsbeschluss-groter-/
    und hier: https://www.instagram.com/p/DeJ7RULjuqx/

    Eine Zusammenstellung vieler aktueller Informationen und langjähriger begleitender Internetseiten zum B-Plan ist inzwischen hier:
    https://stadtgestalten.org/forum-kommunal/alles-zum-groten-pohl-stand-september-2026-zusamme/

    Obwohl ein Erfolg dieser Petition nicht mehr möglich scheint, möchten wir die Hoffnung noch nicht ganz aufgeben und sehen eine kleine Chance, dass die Bürgerschaftsmitglieder morgen noch den Beschluss vertagen und sich dann mit unserem Anliegen ernsthafter auseinander setzen. Je mehr Unterschriften bis morgen 12 Uhr noch dazu kommen, desto besser (-:

    Denn:
    Ob (Erschließung noch nicht gesichert), wann (ökologische Ausgleichsmaßnahmen noch nicht fertig)
    und mit welchem finanziellen Gewinn oder Verlust (Wirtschaftlichkeitsprüfung unbekannt) die Bebauung nach dem Satzungsbeschluss erfolgen wird, hat kein Bürgerschaftsmitglied in keiner Ausschussitzung im Vorfeld erfragt.
    In den nächsten Montaten und Jahren wird sich zeigen, wie sinnvoll dieser wenig ernsthaft diskutierte Satzungsbeschluss rückblickend gewesen sein wird.

    Es steht zu hoffen, dass keine weiteren Tatsachen geschaffen werden in Form von Fällung der
    ca. 2.000 dort noch wachsenden Bäume auf den 22 ha Groter Pohl, bevor nicht eine sinnvolle bauliche Entwicklung dieser Fläche auf allen nötigen Ebenen gesichert ist.

    Zur Not (bei Investorenmangel) präsentieren wir dann nochmal unseren Vorschlag einer alternativen, grünen, solidarischen und gemeinwohlorientierten Nutzung zumindest von Teilflächen (z.B. statt geplantes nördliches Gewerbe)? Auf jeden Fall gäbe es nachweislich unserer Petition dafür ein hohes Interesse und einen Bedarf bei über 800 RostockerInnen und Rostockern - vor Allem aus der Innenstadt!

    Als Gruß vom Pütterweg bringen wir zu Mahnwache Äpfel und Birnen mit, sodass niemand hungern muss morgen vor dem Rathaus :-)

  • Liebe Unterstützende
    Jetzt ist ganzganz dringend Unterstützung nötig: Am 7.Oktober schon soll die Bürgerschaft nach dem Willen der Verwaltungsspitze den Satzungsbeschluss für den B-Plan für den Groten Pohl fassen!
    Das wäre das Ende für jegliche Chancen auf unsere geforderte Bürger*innenbeteiligung und dann besteht auch keine Chance mehr, noch Grünflächen dort zu retten.
    Einem Bürgerbeteiligungsformat hat die Oberbürgermeisterin am 2.9. in der Bürgerschaftssitzung leider schon eine harte Absage erteilt (bei Youtube zu sehen ab ca. Minute 45).
    Angesichts der dramatischen Zuspitzung der Lage mit dem Satzungsbeschluss, scheint das jetzt auch nachrangig und es muss auch ohne Bürger*innenbeteiligungsformat in den nächsten 3 Wochen darum gehen, irgendwie noch so weit möglich die sinnlose Zerstörung von Grünflächen zu verhindern.
    Eine hoffentlich eindrückliche Argumentationshilfe soll das Plakat hier im Anhang sein. Das kann gerne ausgedruckt und verteilt werden.
    Ein kurzes Video dazu und weitere Hintergrundinfos sind auch hier bei Instagram Gruenerpohl zu finden zum Teilen oder Liken.

    Noch vor der Bürgerschaftssitzung gibt es außerdem diese schönen, öffentlichen, herbstlichen Veranstaltungen im Gemeinschaftsgarten der KGA Pütterweg:
    Samstag 19.9.: 14-22 Uhr Electric Garden Party von Radio LOHRO (https://www.instagram.com/reels/DdEnKgsBEmK/)
    Mittwoch 23.9.: 10-13 Uhr Apfelsortenbestimmung von den hunderten alten Obstäumen am Groten Pohl
    Samstag und Sonntag 3.und 4. Oktober: Zusammen Saften
    https://www.klima-erden.de/aktuell/zusammen-saften-fallobst-in-rostock-retten/

    Und eine Ausstellung zu den bedrohten Schätzen der Rostocker Stadtnatur (Swienskuhlen und Groter Pohl) startet am 5.10. im Peter-Weiss-Haus https://www.instagram.com/naju_rostock/

    Kommt vorbei, genießt die Grüne Oase, sagt es weiter und der absolute Hit wäre: redet mit Mitgliedern der Bürgerschaft?!?

    Bei Fragen oder Ideen: bitte gerne Zurück melden!

Wenn es ein echtes kooperatives Bürgerbeteiligungsverfahren zum B-Plan am Groten Pohl gäbe, dann würde Rostock beim nächsten Ranking vom "Mehr Demokratie e.V." sicherlich bessere Noten bekommen als bei dem aktuellen Ranking 2025. Da gibt es auf der kommunalen Ebene für M-V nur die Schulnote 4,3. In anderen Bundesländern und Kommunen ist Bürgerbeteiligung viel einfacher.

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