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Abschaffung der verpflichtenden neuen Spielformen im Kinderfussball

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Der DFB-Bundestag hat sich einstimmig für die verbindliche Umsetzung der neuen Spielformen im Kinderfußball ausgesprochen. Die Änderungen gelten ab der Saison 2023/24. Den offiziellen Beschluss dazu fasste der DFB-Bundestag am 11. März 2022.
G-Jugend (U 6/U 7)
Es wird im 3 vs 3 gespielt (Spielfeldgröße: 20x15 m). Jedes Team hat maximal zwei Einwechselspieler*innen. Gespielt wird auf zwei oder vier Mini-Tore, jede Mannschaft verteidigt also ein bis zwei Tore. Tore dürfen auf dem 2-Tore Feld erst ab der Mittellinie erzielt werden. Auf dem 4-Tore Feld dürfen Tore erst hinter einer Sechs-Meter-Schusszone erzielt werden, einen Torwart gibt es nicht. Nach jedem Tor wechseln beide Mannschaften automatisch jeweils eine*n Spieler*in. Gespielt wird an den Spielenachmittagen in einer Art Turnierform, empfohlen sind bis zu sechs Durchgänge à maximal sieben Minuten. Nach jedem Durchgang gehen die Gewinnerteams jeweils ein Spielfeld weiter, die Verliererteams jeweils um ein Spielfeld zurück.
F-Jugend (U 8/U 9)
Es wird im U8 Bereich 3 vs 3 oder 4 vs 4 gespielt (Spielfeldgröße: 28x22m), im U9 Bereich wird ein 5-vs-5 auf der selben Platzgröße gespielt. Beim 3-gegen-3 gelten die Regelungen wie in der G-Jugend (siehe oben). Beim Vier-gegen-Vier oder Fünf-gegen-Fünf wird entweder auf vier Mini-Tore ohne Torwart, oder auf zwei Kleinfeldtore (drei oder vier Feldspieler*innen plus Torwart). Jedes Team hat maximal zwei Einwechselspieler*innen. Gespielt wird auf zwei oder vier Mini-Tore, jede Mannschaft verteidigt also ein bis zwei Tore. Tore dürfen auf dem 2-Tore Feld erst ab der Mittellinie erzielt werden. Auf dem 4-Tore Feld dürfen Tore erst hinter einer Sechs-Meter-Schusszone erzielt werden. Vorgeschlagene Spielzeit pro Durchgang sind hier auch wieder sieben Minuten. Bei jeder Konstellation gehen nach jedem Durchgang die Gewinnerteams jeweils ein Spielfeld weiter und die Verliererteams um ein Spielfeld zurück.
Bei allen Altersklassen wird folgendes vorgeschrieben:
Spieleröffnung mit Wettlauf zum in der Mitte liegenden Ball. Start aller Spieler von der eigenen Torauslinie.
Bei Seitenaus wird der Ball eingedribbelt oder eingepasst. Der eindribbelnde Spieler darf selbst auf ein Torabschließen. Es ist darauf zu achten, dass der Ball auf der Seitenlinie liegt und der Spieler nicht aus dem Seitenaus mit Geschwindigkeitsüberschuss eindribbelt. Bei Toraus wird der Ball von der Torauslinie eingedribbelt oder eingepasst. Es darf kein Spieler der angreifenden Mannschaft in der Schusszone sein. Statt eines Eckballs wird der Ball vom Markierungshütchen der Schusszone eingedribbelt oder eingepasst. Gleiches gilt für den Ausball der angreifenden Mannschaft, wenn der Ball im Seitenaus der Schusszone landet. Der Abstand bei Spielfortsetzungen (Seitenaus, Eckball, einfacher Regelverstoß im Feld) beträgt 3 Meter.
Bei einem Torerfolg wird das Spiel mit Eindribbeln von der Torauslinie aus fortgesetzt. Dabei darf sich kein Gegenspieler in der Schusszone aufhalten.
Empfehlung: Ist der Druck für das spieleröffnende Team weiterhin zu groß, sollten die Gegenspieler bis zur Mittellinie zurückgehen.
Führt ein Team mit 3 Toren, wechselt das unterlegene Team einen 4. Feldspieler ein und spielt in Überzahl (4vs3/6vs5), bis der Abstand nur noch 1 Tor beträgt. Hat das unterlegene Team keine Rotationsspieler, wechselt das führende Team 1 Spieler aus und spielt in Unterzahl (2vs3/4vs5). Diese Regel gilt, entsprechend der Spieleranzahl, auch beim Spiel mit TW auf Jugendtore.
Grober Regelverstoß/Torverhinderung in der Schusszone: Bei einem Regelverstoß der Verteidiger innerhalb der eigenen Schusszone, erhält die gefoulte Mannschaft einen Strafangriff (Penalty: Ein Spieler der gefoulten Mannschaft startet mit Ball zum Dribbling auf Höhe der Mittellinie. Ein Spieler der verteidigenden Mannschaft steht in der eigenen Schusszone. Alle anderen Spieler befinden sich hinter dem Angreifer auf der Torauslinie. Sobald der Angreifer mit Ball startet, dürfen alle Spieler loslaufen).
Es wird im Fair-Play-Modus gespielt (ohne Schiedsrichter). Die Trainer stehen zusammen am Spielfeldrand (Wechselzone an der Mittellinie), coachen kaum bis wenig und sorgen vor allem für die Rotation der Spieler und den reibungslosen Ablauf des Spieltags. Es findet keine Ergebnissammlung statt und Ergebnisse werden nicht ausgewertet. Es gibt keinen Spieltagsieger/Gruppensieger. Ergebnisse sollen ausdrücklich in den Hintergrund treten. Es zählen die fußballerische Ausbildung der Kinder und das Fußballerlebnis.
Empfehlung bei Spielen mit Torwart: Der Torwart soll ermutigt werden aktiv mitzuspielen. Spieleröffnung ohne Abschlag/Abwurf über die Mittellinie und Rückpässe ohne Benutzung der Hände. Eine mehrmalige Aufnahme des Balles mit den Händen soll ebenfalls nicht stattfinden. Beides soll jedoch nicht spieltechnisch bestraft werden. (Mit Hinweis coachen.)
Die Trainer coachen somit gar nicht oder nur sehr wenig.

Reason

Ich selbst habe mehr als zwei Jahrzehnte aktiv Fußball gespielt und war darüber hinaus viele Jahre Trainer im Jugend- und Seniorenbereich.
Als Torwart und Torwarttrainer weiß ich darüber hinaus, wie wichtig eine frühzeitige Förderung des Torwartspiels ist. Die Position würde in den Anfängen einer Fußballlaufbahn nach den neuen Plänen größtenteils entfallen. Kinder, die bereits heute auf der Torwartposition spielen möchten, können dies nur noch eingeschränkt tun.
Fußball ist darüber hinaus eine Mannschaftssportart. Hier lernen Kinder und Jugendliche nicht nur das Fußballspielen sonder erlernen soziale Kompetenzen wie beispielsweise Zusammenhalt, Toleranz, Empathie und Respekt.
Daneben lernen Kinder ebenfalls im Wettbewerb mit anderen Kindern, mit Siegen und Niederlagen, mit Erfolg und Misserfolg umzugehen. Und genau das ist gut so und darf nicht geändert werden. Kinder und Jugendliche wollen sich mit anderen messen und es gehört zu einer Persönlichkeitsentwicklung dazu, mit Erfolg und Misserfolg umgehen zu können.
Das lässt Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeit weiterentwickeln.
Die vorgenannten Lernprozesse und Ansätze werden durch die geplanten DFB-Beschlüsse im frühkindlichen Alter unterbunden. Es ist ein fatales Signal für die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und ein Eingriff in die Rechte von Kindern. Kinder sollten im Rahmen von Partizipation weiter selbst entscheiden können, auf welcher Position sie spielen möchten und sich mit anderen messen dürfen.

Thank you for your support, Carsten Juchem from Frechen
Question to the initiator

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