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Bild zur Petition mit dem Thema: Abschiebestopp für Familie Khan und umfassende medizinische Versorgung für ihre Tochter! Sofort! Abschiebestopp für Familie Khan und umfassende medizinische Versorgung für ihre Tochter! Sofort!
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Bundesinnenminister, Innenminister NRW, Petitionsausschuss ...
  • Region: Deutschland, NRW
  • Status: Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.
    Sprache: Deutsch
  • Gescheitert
  • 514 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Abschiebestopp für Familie Khan und umfassende medizinische Versorgung für ihre Tochter! Sofort!

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Die Familie Khan ist aus Pakistan nach Deutschland geflohen und soll in nächster Zeit dorthin abgeschoben werden.

In Pakistan ist die Familie mit 3 Kindern, auch wegen der Süßwarenhandlung des Vaters, ins Visier von Mitgliedern der regierenden Partei MQM geraten. Diese hat sie mehrfach erpresst und massiv bedroht. So wurde mit der Entführung eines Kindes gedroht, falls eine geforderte Summe zur Unterstützung der Partei in Höhe von 20.000 Euro nicht bezahlt würde. Nachdem die Familie einen kleinen Teil der Summe aufbringen konnte, wurde die Forderung auf 40.000 Euro erhöht und ihr Sohn entführt. Als daraufhin verzweifelt noch einmal Geld bezahlt wurde, kam zwar der Sohn frei, die Situation eskalierte jedoch weiter. Die Familie kann aufgrund von politischer Motivation, Korruption sowie Verbindungen zu Mitgliedern von MQM nicht auf den Schutz der regionalen Polizei zählen. Haus und Laden der Kahns wurden attackiert, weitere Entführungen angedroht und eine normales Leben war nicht mehr möglich. Besonders die Kinder litten darunter, da für sie ein Schulbesuch fortan unmöglich war. Die Familie sah ihre letzte Rettung in einer Flucht nach Europa. Im September 2012 wurden sie von der Polizei in Deutschland aufgegriffen. In der Hoffnung auf Asyl gingen sie nach Belgien, wo sie einen Asylantrag stellten. Nach dem Dublin-II-Abkommen wurde dieser Antrag abgelehnt und es erfolgte eine Abschiebung zurück ins Erstaufnahmeland Deutschland. Die fünfköpfige Familie ist mittlerweile in einem Flüchtlingslager in Oberhausen untergebracht. Dort erhalten sie jedoch bis heute keinerlei finanzielle Unterstützung. Lediglich eine in Deutschland lebende Verwandte, erhält im Rahmen des Asylbewerberleistungsgesetzes weniger als 400 Euro im Monat und teilt diese mit den Khans.

In Deutschland wurde erneut ein Asylersuchen gestellt, welches jedoch unter fadenscheinigen Begründungen abgelehnt wurde. So wurde der Familie mitgeteilt, in einer anderen Stadt in Pakistan wäre ein normales Leben für sie möglich, was jedoch aufgrund des landesweiten Einflusses von Mitgliedern von MQM, welche die Khans mittlerweile mit dem Tod bedrohen, nicht der Wahrheit entspricht. Ist diese Erklärung schon allein deshalb blanker Hohn, so wird die Unmenschlichkeit einer Abschiebung umso deutlicher, als dass der Gesundheitszustand der 4jährigen Tochter bis heute völlig unberücksichtigt blieb. Wegen eines Herzfehlers und Downsyndroms ist diese dringend auf medizinische und therapeutische Versorgung angewiesen. Eine solche Behandlung aber kann und wird sie in Pakistan nicht bekommen. Somit ist die Belastung einer Abschiebung eindeutig nicht zumutbar und würde zudem das Leben dieses Kindes aufs Spiel setzen.

Hiermit fordern wir einen unverzüglichen Abschiebestopp für die Familie Khan und eine ausreichende medizinische Versorgung für ihre Tochter. Weiterhin fordern wir die Anerkennung des Asylantrages der Familie und damit verbunden die entsprechende zum Überleben notwendige finanzielle Unterstützung.

Wir leiten die Petition an den Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, den Innenminister des Landes NRW Ralf Jäger, die zuständigen Stellen im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, die Abgeordneten des Bundestages und des Landtages NRW, sowie deren Petitionsausschüsse weiter und fordern sie dazu auf, Stellung zu dieser menschenunwürdigen Praxis zu beziehen und ein Bleiberecht für die Familie zu ermöglichen.

Wir rufen die zuständigen Stellen auf Bundes- und Landesebene dazu auf, endlich Verantwortung für das sichere Leben von Geflüchteten zu übernehmen. Die bis heute durchgeführte Abschiebepraxis in ähnlichen Fällen richtet sich eindeutig gegen die Würde des Menschen, bedroht Existenzen und bringt das Leben von Kindern in Gefahr. Es liegt jetzt in den Händen der deutschen Behörden und Politiker, insbesondere in denen des Bundesinnenministers Hans-Peter Friedrich und des Innenministers des Landes NRW Ralf Jäger, ein sichtbares Zeichen für die Menschlichkeit zu setzen und diese Abschiebung sofort zu stoppen. Wir fordern sie weiterhin dazu auf, ihre gesamten Spielräume, z.B. im Paragraphen 25 des Aufenthaltsgesetzes, endlich auszunutzen. Dieses gilt in diesem konkreten Fall, sowie für alle weiteren vergleichbaren Fälle in der Zukunft. Wir fordern außerdem den Bundestag, den Landtag NRW sowie deren Petitionsausschüsse auf, Stellung zu beziehen und sofort zu reagieren.

Unterstützen Sie diese Petition mit Ihrer Unterschrift und leiten Sie die Petition gern an Freunde und Bekannte weiter. Vielen Dank, dass Sie sich engagieren.

Begründung:

Unterstützen Sie die Forderungen des "Stop Deportation Bündnisses"! Unverzüglicher Abschiebestopp für die Familie Khan und eine sofortige sowie umfassende medizinische Versorgung für ihre Tochter! Abschiebestopp jetzt, medizinische Versorgung sofort, Bleiberecht für alle, Spielräume durch alle politisch Verantwortlichen nutzen!

Adressen der zuständigen Stellen:

Innenminister des Bundes Hans-Peter Friedrich hans-peter.friedrich@bundestag.de

Innenminister des Landes NRW Ralf Jäger ralf.jaeger@landtag.nrw.de

Petitionsausschuss Bundestag post.pet@bundestag.de

Petitionsausschuss Landtag NRW petitionsausschuss@landtag.nrw.de

Präsidentin des Landtags NRW email@landtag.nrw.de

Präsident des Bundestags mail@bundestag.de

Weiterführende Informationen zur Partei MQM und zur Situation in Pakistan: www.refworld.org/cgi-bin/texis/vtx/rwmain?docid=414fe5aa4 www.amnesty.org/en/library/asset/ASA33/004/1996/en/17d2f6aa-eafd-11dd-aad1-ed57e7e5470b/asa330041996en.html www.amnesty.org/en/library/asset/ASA33/005/1993/en/79e1da46-ec31-11dd-8d9d-a7825928c0bf/asa330051993en.html

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Berlin, 29.10.2013 (aktiv bis 28.12.2013)


Debatte zur Petition

Noch kein PRO Argument.
>>> Schreiben Sie das erste PRO-Petition Argument

CONTRA: 1. Die Familie lebt an der Weierstraße und erhält sehr wohl unterstützung. Zum Lebensunterhalt, das Zimmer und die Medizinische Versorgung. Also bitte hören sie aucf zu lügen. 2. Bei den Behauptungen handelt es sich um Schutzbehauptungen des Vaters. Dieser ...



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