• Von: Eric Giesel mehr
  • An: Bundesregierung
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Wissenschaft mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 19 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

Ächtung von automatisierten Kampfsystemen (Kampfrobotern)

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Ich fordere hiermit ein generelles Verbot der Entwicklung von automatisierten Kampfsystemen (Kampfrobotern) und eine Ächtung dieser Systeme durch die Deutsche Bundesregierung.

Begründung:

Im Sommer letzten Jahres konnte ich an einer Veranstaltung des Zentrums für ethische Bildung in den Streitkräften(ZEBIS) teilnehmen. Hier wurde ich als Teilnehmer der Veranstaltung „Roboter am Abzug“, Zeuge wie Herr Prof. Ronald C. Arkin Werbung für automatisierte Kampfmaschinen gemacht hat. Er warb unverhohlen für eine Entwicklung, in welcher der Menschen durch Algorithmen ersetzt wird, um eine Tötung in einer Kampfhandlung, zu erzielen.
Ronald Craig Arkin (* 1. September 1949) ist ein US-amerikanischer Wissenschaftler in dem Bereich Robotik und Roboterethik. Er ist Professor am Georgia Institute of Technology. Ronald Arkin wurde einer breiteren Öffentlichkeit durch seine im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums seit 2006 durchgeführten Forschungen zur Regulierung der Anwendung von tödlicher Gewalt durch autonome Systeme bekannt. Das Ziel dieser in der militärischen Roboterentwicklung grundlegenden Forschungen ist die Herstellung eines „künstlichen Gewissens“, also einer künstlichen Intelligenz, die in militärischen Einsätzen gemäß ethischen Prinzipien und rechtlichen Regelungen handelt.
Wenn diese Entwicklung beschritten werden soll, dann ist eine gesellschaftliche Debatte zwingend notwendig. Es werden hier Themenfelder angeschnitten, welche in ihrem Umfang vom Militär alleine, nicht überblickt werden können. Herr Prof. C Arkin gab dieser Entwicklung bis zum Durchbruch letztes Jahr noch eine Zeitspanne von 5 – 8 Jahren. Leider kommen unsere Mainstream-Medien ihrem Informations- und Bildungsauftrag in diesem Zusammenhang nicht nach. Eine gesellschaftliche Debatte darüber findet aus diesem Grund nicht statt.
In der Zeitschrift „Loyal“ Ausgabe 05/2014 wird nun fast ein Jahr später, mit den von Prof. C. Arkin gemachten Argumenten geworben. Hier wird damit geworben, dass Roboter keine Massaker, so wie Menschen, begehen. „Sie vergewaltigen nicht und leiden auch nicht unter posttraumatischen Belastungsstörungen. Verhindern lässt sich die Verbreitung neuer Technologien ohnehin nicht. Die Automatisierung des Kriegs läuft bereits und ist unumkehrbar. Es liegt an den Menschen, wohin sie führt.“

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Rostock, 15.06.2014 (aktiv bis 14.12.2014)


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