Der Deutsche Bundestag möge beschließen, die zulässige Höchstgeschwindigkeit für Kleinkrafträder mit bis zu 50 ccm Hubraum, die mit dem im Führerschein der Klasse B integrierten Führerschein der Klasse AM geführt werden dürfen, von 45 km/h um 14 km/h auf 59 km/h anzuheben.

Zumal ist diese Regelung im Jahr 1953 in Kraft getreten und somit in der heutigen Zeit überholt. Dabei sollte die Regelung, dass solche Fahrzeuge zulassungsfrei mit einem einfachen Versicherungskennzeichen gefahren werden dürfen, beibehalten werden.

Begründung

Mit der Begrenzung auf 45 km/h Höchstgeschwindigkeit liegt ein unbefriedigender Rechtszustand vor. Der Zweck der Regelung besteht darin, gerade junge Fahrerinnen und Fahrer vor den mangels Erfahrung noch nicht zu beherrschenden Gefahren des Straßenverkehrs zu schützen und ihnen zugleich eine Möglichkeit verbesserter Mobilität zu günstigem Preis zu schaffen.

Gleiches gilt bezogen auf die fehlende Erfahrung älterer Kraftfahrerinnen und -fahrer, die lediglich einen Führerschein der Klasse B, aber keine Erfahrung oder spezielle Ausbildung im Führen zweirädriger Kraftfahrzeuge vorzuweisen haben. Dabei handelt es sich um legitime Gesetzeszwecke und ein prinzipiell geeignetes Mittel. Allerdings wäre eine Begrenzung auf immerhin 59 km/h Höchstgeschwindigkeit ein milderes Mittel, das noch besser geeignet wäre, dieses Ziel zu erreichen.

Der Hauptanwendungsbereich der in die Klasse AM fallenden Kleinkrafträder ist der Stadtverkehr. Daneben werden sie gerade von jungen Menschen auf dem Land zur günstigen Erhöhung der unabhängigen Mobilität eingesetzt. Innerhalb geschlossener Ortschaften beträgt die erlaubte Höchstgeschwindigkeit 50 km/h.

Fahrzeuge, die unterhalb dieser Geschwindigkeit bleiben, werden daher regelmäßig von anderen Verkehrsteilnehmern als Behinderung empfunden und so schnell wie möglich überholt.

Das gilt in besonderem Maße bezogen auf zeitlich gebundene Verkehrsteilnehmerinnen wie Linienbusfahrende und LKW-Fahrende. Gerade von derart großen Fahrzeugen gehen jedoch bei Überholvorgängen gerade für kleine, insoweit Fahrrädern vergleichbare Krafträder erhebliche Gefährdungspotentiale aus.

Diese übersteigen das von einer moderat erhöhten zulässigen Höchstgeschwindigkeit ausgehende Gefährdungspotential erheblich. Das gilt ebenso für den Einsatz auf kleineren Landstraßen und Wirtschaftswegen vorrangig durch jugendliche Landbevölkerung. Wie sie im Stadtverkehr ein sicheres und unauffälliges "Mitschwimmen" ermöglicht, könnte die erhöhte Geschwindigkeit auf dem Land dazu beitragen, andere Verkehrsteilnehmerinnen zum Warten bis zu geeigneten Überholsituationen zu motivieren und so die typische Gefahr des Abgedrängtwerdens zu vermindern und es andererseits ermöglichen, auf 25 oder 35 km/h beschränkte landwirtschaftliche Fahrzeuge angemessen zügig und sicher zu überholen.

Zugleich würde durch die Beschränkung auf maximal 59 km/h sichergestellt, dass der Zugang zu Autobahnen nur solchen Fahrer/innen ermöglicht wird, die eine spezielle Kraftradausbildung genossen haben. Sinn und Zweck der Führerscheinklasse A1 blieben somit erhalten.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Sebastian Bräutigam aus München
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Warum Menschen unterscheiben

  • am 29.05.2018

    Ich hab mein Freund der davon betroffen ist

  • am 29.05.2018

    Weil 45 km/h zu gefährlich sind und 59 kmh besser wären. Dadurch gebe es dann keine gefährlichen Überholungen mehr innerhalb geschlossener Ortschaften.

  • am 22.05.2018

    Meine Frau fährt öfters mit dem Roller zur Arbeit und genau das angesprochene geschieht regelmäßig. Riskante Überholmanöver von anderen Verkehrsteilnehmer aufgrund der Geschwindigkeit von nur 45 km/h. Da die Fahrten "grundsätzlich" in den Zeiten des klassischen Berufsverkehrs geschehen sind viele offenbar in Zeitdruck um Rechtzeitig zur Arbeit zu kommen. Zusätzlich sind meine Nichten (die im ländlichen Raum leben) nun auch in dem Alter einen Führerschein zu machen und im Überlandbereich sind Überholmanöver von LKW´s eine wirklich sehr große Gefahr für die Zweirad Fahrer. LKW dürfen überland 60 km/h fahren was ca. die 59 km/h wiederspiegeln. Die 45 Km/h sind auch aus meiner Sicht eine starke Behinderung für die Logistikbranche und verleitet die Fahrer aufgrund des Termindrucks zu riskanten manövern die nicht nur den Kleinkraftfahrer sondern auch unbeteiligte Fahrzeuge im Gegenverkehr gefährden. . Zusätzlich gab es diese Regelung mit 60km/h bereits in der DDR und Fahrzeuge aus dieser Zeit die noch unter der DDR die Erstzulassung hatten fahren heute noch 28 Jahre nach Ende der DDR Zeit und wenn es von belang ist kann auch dort die Statistik über Unfälle herangezogen werden (Prozentual sind wie viele Verkehrsunfälle mit Kleinkrafträdern der DDR (V max 60km/h im Bezug auf die Gesamtzulassung dieser Fahrzeuge zu der gleichen Betrachtung mit Fahrzeugen der 45 km/h klasse).

  • am 18.05.2018

    Weil man mit der derzeit bestehenden 45km/h Regelung selbst im Stadtverkehr ein fahrendes Verkehrshindernis ist und andere Verkehrsteilnehmer zu gefährlichen Überholmanövern provoziert. Was sehr gefährlich, besonders für den Rollerfahrer ist.

  • Ralf Klaus Müller Mörfelden-Walldorf

    am 17.05.2018

    Mir ist diese Petition wichtig, weil ich selbst auch mit einem Verkehrsmittel bis 50ccm am Verkehr teilnehme und mir als Hindernis vorkomme.

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