Petition richtet sich an:
Bundestag
Die Apotheken in Deutschland stehen mit dem Rücken zur Wand.
Seit Jahrzehnten wurde ihr Honorar nicht an die Inflation angepasst.
Während Personal-, Energie- und Mietkosten steigen, kämpfen immer mehr Apotheken ums Überleben.
Rund 160.000 Menschen arbeiten in Apotheken – 90 % davon Frauen.
Sie sorgen Tag für Tag dafür, dass Patientinnen und Patienten zuverlässig mit Medikamenten versorgt werden.
Doch die wirtschaftliche Lage ist inzwischen so ernst, dass vielerorts Apotheken schließen müssen.
Die Folgen sind dramatisch:
- Immer mehr Regionen verlieren ihre wohnortnahe Arzneimittelversorgung.
- Menschen müssen weite Wege gehen, um dringend benötigte Medikamente zu bekommen.
- Familien, ältere Menschen und Kranke leiden unter langen Wartezeiten und Versorgungsengpässen.
Apotheken sind ein unverzichtbarer Teil unseres Gesundheitssystems.
Sie beraten, sichern Notdienste, erkennen Wechselwirkungen und entlasten Ärztinnen und Ärzte.
Ohne sie ist eine flächendeckende, sichere und persönliche Arzneimittelversorgung nicht möglich.
Wir fordern die Bundesregierung auf:
👉 Passen Sie die Vergütung der Apotheken endlich an die Inflation und die tatsächlichen Kosten an!
👉 Schützen Sie die wohnortnahe Versorgung – in Stadt und Land!
👉 Erkennen Sie Apotheken als systemrelevanten Bestandteil unserer Gesundheitsversorgung an!
Gesundheit ist keine Industrie – sie ist unser Fundament.
Apotheken vor Ort retten – jetzt!
Begründung
Ich bin Apotheker – und ich erlebe jeden Tag, wie unser Beruf und damit die wohnortnahe Arzneimittelversorgung zunehmend unter Druck geraten.
Wir beraten, prüfen Wechselwirkungen, sichern Notdienste und helfen, wenn Ärztinnen und Ärzte nicht erreichbar sind.
Doch die wirtschaftlichen Bedingungen machen es immer schwerer, diese wichtige Arbeit fortzuführen.
Seit Jahrzehnten wurde das Apothekenhonorar nicht an die Inflation angepasst.
Während Kosten für Personal, Energie und Miete ständig steigen, bleibt die Vergütung gleich.
Viele Kolleginnen und Kollegen können das nicht mehr auffangen – in den letzten fünf Jahren mussten mehr als 2.000 Apotheken in Deutschland schließen.
Ich sehe täglich, was das bedeutet:
Patientinnen und Patienten müssen immer weitere Wege gehen, um Medikamente zu bekommen.
Ältere Menschen und Familien stehen vor geschlossenen Türen.
Apothekenteams arbeiten am Limit, oft bis zur Erschöpfung – aus Verantwortung gegenüber ihren Patientinnen und Patienten.
Laut der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (www.abda.de):
- sinkt die Zahl der Apotheken seit Jahren dramatisch,
- sind inzwischen weniger als 17.000 Apotheken in Betrieb – so wenige wie seit Jahrzehnten nicht mehr,
- und das gefährdet die flächendeckende Versorgung mit Medikamenten.
Ich liebe meinen Beruf und möchte ihn auch in Zukunft mit voller Überzeugung ausüben können.
Aber ohne faire Rahmenbedingungen wird es bald keine Apotheken „um die Ecke“ mehr geben.
Deshalb setze ich mich mit dieser Petition dafür ein, die Apotheken vor Ort zu retten – für eine sichere, wohnortnahe und menschliche Gesundheitsversorgung.