Region: Germany
Civil rights

Appell: Die Kraft des Wunders – ein Aufruf zum Zusammenhalt

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Alle Bürgerinnen und Bürger in Deutschland
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  1. Launched 15/12/2020
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Am 11. Dezember 2020 war der erste Tag des jüdischen Chanukka-Festes. Ein einziges Licht leuchtete. Das macht die Dunkelheit noch nicht hell. Aber jeden Tag kommt ein weiteres Licht hinzu. Am Ende sind es acht und der Leuchter strahlt.

Das Chanukka-Fest feiert rückblickend einen Sieg. Im Jahre 164 v.u.Z. war es der Sieg über politische Mächte und kulturelle Kräfte, die die Eigenheit und Besonderheit jüdischen Lebens einebnen und letztlich zerstören wollten. So wollten sie ihre eigenen Interessen sowie die Götter einer globalen Kultur durchsetzen.

Heute stehen wir in vergleichbaren Auseinandersetzungen und der Ausgang ist offen. Die gesundheitlichen Bedrohungen durch die Pandemie sind groß, einzelne Menschenleben sind gefährdet. Dies erfordert Maßnahmen der Vorsorge und des Gesundheitsschutzes. Wie diese jedoch für alle angeordnet und umgesetzt werden, schafft – da sie für ganz eigene Interessen von Politik und finanzwirtschaftlichen Kräften benutzt werden – andere Bedrohungen. Sie wirken womöglich viel nachhaltiger als das Virus, das seine Kraft wieder verlieren wird. Die Demokratie wird eingeschränkt, persönliche Freiheitsrechte werden beschnitten, vielleicht sogar dauerhaft, weil die Situation für eine Veränderung der Grundlagen unseres Zusammenlebens genutzt wird.

Alle Menschen spüren die Gefahr. Viele ziehen sich zurück in angeordnete Isolation und Privatheit und suchen doch Wege aus ihrer Resignation. In anderen wachsen Verzweiflung und Wut, auch über die Zerstörung ihrer ökonomischen Grundlagen. Sie äußern sich in legitimen Protesten, die jedoch zunehmend in Gewalt umzuschlagen drohen. Solche Gewalt würde jedoch nicht zum Sieg führen. Deshalb ist der Blick auf das Chanukka-Fest wichtig.

Gefeiert wird, dass ein heiliger Rest von Öl für den Leuchter im Jerusalemer Tempel ausreichte, das Licht jüdischer Werte am Brennen zu halten, bis die Situation überwunden war und ausreichend neues geweihtes Öl hergestellt werden konnte. Im Nachhinein erschien das wie ein Wunder.

Dazu brauchte es keine Träumer, keine Menschen mit Illusionen, die auf Rettung nur hofften. Damit ein Wunder Wirklichkeit wird, muss etwas getan werden. Es braucht Menschen, die mitwirken, die sich beteiligen, die realistisch denken und klar handeln.

„Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist“, lautet ein berühmtes Wort des ersten Ministerpräsidenten des Staates Israel, David Ben Gurion. Das Wunder und der Sieg sind möglich. Diese Überzeugung muss alle Handlungen bestimmen. Aber wer kein Realist ist, schafft keine Wunder. Klare Analyse und die Abschätzung von Möglichkeiten, Chancen und Grenzen sind die Bedingung.

Darum rufen wir auf,

  • unsere Kräfte nicht in der Aufsplitterung in einzelne Gruppierungen und Egoismen zu verschleißen, sondern uns zu verständigen im Blick auf gemeinsame Ziele und Werte;
  • uns nicht in zahlreichen unwichtigen Nebenschauplätzen zu verlieren und zu zerstreuen, sondern uns auf die realistische Möglichkeit des Wunders zu konzentrieren;
  • die gesellschaftliche Anerkennung nicht zu verlieren, in dem wir uns durch gewalttätige Handlungen angreifbar und besiegbar machen!

Im jüdischen Leben ist es ein Gebot, den Chanukka-Leuchter nicht im Privaten zu verstecken, sondern draußen und öffentlich sichtbar zu entzünden und immer heller werden zu lassen. Der Kampf für die Bewahrung der Grundrechte des Menschen und die demokratische Beteiligung des einzelnen an der Willensbildung und Zukunftsgestaltung ist öffentlich zu führen. Im Gespräch mit Freunden und Kollegen, auf der Straße und bald auch in den Parlamenten. Es wird hell werden! Lasst uns das Licht nicht vernebeln und verdunkeln! Wir werden nicht in die Fallen tappen, die man uns allerorts und jederzeit aufstellt.

Wir werden einst auf diese Monaten zurückblicken nicht als auf eine Zeit verlorener gewalttätiger Auseinandersetzungen, verlorener Freiheitsrechte, verlorener Ideale – wir werden vielmehr zurückschauen wie auf ein Wunder!

Wir rufen jeden Demokraten auf, sich diesem Aufruf anzuschließen!

Ricklef Münnich Dr. Ute Bergner Clarsen Ratz

Reason

Die Pandemie breitet sich aus. Die Zahl von Menschen, die positiv auf Corona-Virus getestet werden, steigt. Auch die Zahl von erkrankten Menschen wächst.

Mehr aber noch wird die Zahl verzweifelter Menschen größer, die in ihren beruflichen Tätigkeiten eingeschränkt werden oder die sogar ihre Existenzgrundlage aufgrund willkürlich ausgesprochener „Lockdowns“ verlieren.

Und wir alle sind und bleiben in unseren Grundrechten und den persönlichen Freiheitsrechten eingeschränkt.

Die Möglichkeiten zum Widerspruch oder Einspruch, zum Protest oder zur Demonstration schwinden.

Jetzt gilt es, zusammenzustehen und zusammenzuhalten, damit wir die Verhältnisse ändern können. Damit Deutschland wieder demokratisch wird…

Thank you for your support, Ricklef Münnich from Erfurt
Question to the initiator

Not yet a PRO argument.

Alles gut und schön. Macht doch. Aber an dieser Stelle unbrauchbar. Hier geht es um Petitionen, nicht um Aufrufe, sich zu sammeln. Dazu gibt es doch genug Internetangebote.

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