Arbeit sollte nicht psychische Schmerzen verursachen oder sogar psychisch krank machen. Es sollte noch in dieser Legislaturperiode ein Gesetz auf den parlamentarischen Weg gebracht werden, das die existierenden Arbeitsschutzbestimmungen ergänzt. Dieses Gesetz sollte eindeutig Arbeitsbedingungen definieren, die psychische Gesundheit fördern, und präzise festlegen, welche Arbeitsumgebungen als missbräuchlich in psychischer Hinsicht anzusehen sind.

Für die Wirksamkeit des Gesetzes ist es unerlässlich, dass die Verantwortlichkeiten bei Nichteinhaltung der gesetzlichen Regelungen klar benannt und Sanktionen eindeutig bestimmt werden. Für gewissenhafte Arbeitgeber, die aktiv Präventionsmaßnahmen betreiben, sind angemessene Anreize vorzusehen.

Begründung

Kennen Sie das auch aus ihrem eigenen beruflichen Alltag: immer mehr in immer weniger Zeit leisten zu müssen, gleichzeitig verschiedenartige Aufgaben zu betreuen, ständig wiederkehrende Arbeitsvorgänge erledigen zu müssen, bei der Arbeit häufig gestört oder unterbrochen zu werden, immer über das Taschentelefon oder E-Mail erreichbar zu sein und ohne kollegiale Unterstützung dazustehen oder gar Kollegen und Vorgesetzte gegen sich zu haben? Dann standen Sie sicherlich auch schon mal unter Stress.

Einen wichtigen Auslöser für psychische Erkrankungen sehen Experten darin, dass wir im Arbeitsalltag immer größerem Stress ausgesetzt sind.). Seit Jahrzehnten ist die Zahl der Fehltage (Arbeitsunfähigkeitstage) wegen psychischer Erkrankungen deutlich angestiegen: in den letzten 7 Jahren um mehr als 97 Prozent. Im Jahr 2012 wurden bundesweit 60 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Erkrankungen registriert. (Bundesministerium für Arbeit und Soziales und Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2012, 2013). Besondere Bedeutung und Brisanz erhalten psychische Erkrankungen auch durch die Krankheitsdauer: Die durchschnittliche Dauer psychisch bedingter Krankheitsfälle ist mit 39,5 Tagen fast dreifach so hoch wie bei anderen Erkrankungen (13,5 Tage). (Vgl. psyga.info/psychische-gesundheit/daten-und-fakten/)

Die Stressfaktoren können eine Vielzahl gesundheitlicher Komplikationen auslösen – Bluthochdruck, Auto-Immun-Störungen, Depression oder Angst bei einer Posttraumatischen Belastungsstörung. Der augenblickliche Job und die Karriere werden oft unterbrochen oder ganz zum Erliegen gebracht. Neben diesen persönlichen, sehr schmerzlichen Erfahrungen für die Betroffenen wird auch ein bedeutender volkswirtschaftlicher Schaden verursacht. Allein die direkten Krankheitskosten für psychische Erkrankungen betragen knapp 16 Milliarden Euro pro Jahr. (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, 2011) mit der Tendenz weiter steigend. Auch die Produktionsausfallkosten sind angestiegen, 2012 auf 6 Milliarden Euro.

Welche Vorteile hätte ein Gesetz - Gesunder Arbeitsplatz - ?

  1. Es würde die Arbeitsbedingungen von 43,1 Millionen Erwerbstätigen (Nov. 2014) (vgl. Statistisches Bundesamt 2015) im Hinblick auf ihre psychischen Belastungen deutlich verbessern, also auch Ihre eigenen.

  2. In Zeiten eines aufziehenden Fachkräftemangels würde die Arbeitskraft von qualifizierten Fachkräften nachhaltig gestärkt und gesichert werden, weil schädliche Einflüsse auf ihr Arbeitsvermögen vermindert würden.

  3. Menschen mit anderen psychischen Belastungsgrenzen als den bisher vorausgesetzten könnten erstmals oder erneut am Arbeitsleben teilhaben, weil nicht sie sich den Bedingungen anpassen müssten, sondern die Bedingungen ihren Bedürfnissen angepasst würden.

  4. Die überlangen Wartezeiten auf Behandlungsplätze bei niedergelassenen Psychotherapeuten würden sich verringern, weil viel weniger Menschen einen Bedarf an psychotherapeutischer Behandlung hätten.

  5. Der volkswirtschaftliche Schaden durch direkte Krankheits- und Produktionsausfallkosten würde deutlich reduziert werden, da die Arbeitsunfähigkeitstage wegen psychischer Beeinträchtigungen stark zurückgehen würden.

Die vorhandenen Bestimmungen im Arbeitsschutzgesetz behandeln das Problem der psychischen Belastungen am Arbeitsplatz nicht ausreichend und umfassend. Die bereits diskutierte Anti-Stress-Verordnung ist wieder auf Eis gelegt worden.

Mit dieser Petition soll Frau Bundesministerin Nahles der Rücken gestärkt werden, eine Ergänzung der bestehenden Arbeitsschutzgesetze noch in dieser Legislaturperiode auf den Weg zu bringen: Damit Arbeit in der Zukunft nicht mehr psychisch krank macht!

Deshalb: Bitte jetzt unterzeichnen! Ihre Unterstützung zählt.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie diese Petition an Ihre Freunde, Verwandte und Bekannte mailen, oder in Ihren sozialen Netzwerke teilen.

Deshalb: Bitte jetzt weitere Unterzeichnerinnen und Unterzeichner gewinnen! Den aktuellen Stand der Petition erfahren Sie auch über: www.facebook.com/GesunderArbeitsplatz?ref=hl

Mit freundlichem Gruß Johannes Duschner

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Johannes Duschner aus Münster
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Pro

Ich hatte im Januar 2014 selbst ein Burnout. Nach gut einem Jahr Krankheit wollte ich wieder ins Berufsleben eingegliedert werden. Aber anstatt mich zu unterstützen hat mich mein Arbeitgeber wieder krank gemacht.

Contra

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