• Von: Nicht öffentlich
  • An: Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags
  • Region: Deutschland mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 58 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

Arbeitsförderung - Einführung einer verbindlichen Schwerbehindertenquote

-

Mit der Petition wird die Einführung einer verbindlichen Schwerbehindertenquote, die nicht durch Zahlung einer Ausgleichsabgabe umgangen werden kann, gefordert. Hierdurch soll eine Ausgrenzung und Nichtbeschäftigung von Schwerbehinderten eingedämmt werden, um diese verbindlich in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Begründung:

Sehr geehrte Damen und Herren,ich bin eine Person die schwerbehindert und arbeitssuchend ist. Dadurch bedingt fällt mir folgendes auf! Es gibt zwar seitens der Gesetze eine Quote für die Einstellung Schwerbehinderter,in Betrieben diese ist aber freiwillig und kann jederzeit durch die Zahlung einer Ausgleichsabgabe umgangen werden. Laut Angaben des Statistischem Bundesamtes sind rund 7,5 Millionen Menschen in Deutschland schwerbehindert.Hiervon sind knapp 54,2 % über 65 Jahre alt und somit sicherlich weitestgehend nicht mehr berufstätig (cirka also 4 Millionen Schwerbehinderte).Die restlichen 45,8 % (cirka 3,5 Millionen Schwerbehinderte) entfallen auf den Rest der Bevölkerung unter 65 Jahren.Laut der Bundesangentur für Arbeit in dem Bericht: Schwerbehinderte Menschen in Beschäftigung (Anzeigeverfahren 2014 SGB IX) – Deutschland haben wir am Arbeitsmarkt cirka 22 Millionen Arbeitsplätze. Davon entfallen aber nur knapp 1 Million auf Pflichtarbeitsplätze für Schwerbehinderte, diese Quote ist weitgehend besetzt mit 4,7 Prozent. Das heisst für mich knapp 1 Million Schwerbehinderte haben einen Arbeitsplatz durch die Quote erhalten, dann muss man sich fragen was mit den restlichen 2,5 Millionen Schwerbehinderten ist die unter 65 Jahren alt sind. Ich gehe anhand der Statistik und meiner Erfahrung davon aus das cirka 2/3 der Schwerbehinderten in Deutschland arbeitslos sind und keine Arbeitsstelle bekommen!Es ist allgemein bekannt das Unternehmen lieber die Ausgleichsabgabe bezahlen, statt Schwerbehinderte einzustellen. Dies hat auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble der ja selbst schwerbehindert ist im Juli 2015 erneut festgestellt und wollte aufgrund dessen die Ausgleichsabgabe für Unternehmen verdoppeln.Dies macht aber wenig Sinn nur weil mehr Abgaben bezahlt werden, heisst es nicht das mehr Schwerbehinderte eingestellt werden. Arbeitgeber sehen oft die eingeschränkte Leistungsfähigkeit von Schwerbehinderten, die zusätzlichen Urlaubstage und die möglichen erhöhten Krankheitstage.Wir leben zwar in Deutschland in einem System der freien Marktwirtschaft,wo die Unternehmen sehr viel Handlungsspielraum haben aber in diesem System sind Arbeitgeber dazu verpflichtet Mindestlöhne, Steuern und Sozialabgaben abzuführen bzw. abführen zu lassen. Da diese genannten Verpflichtungen auch nicht umgangen werden können habe ich hohes Interesse daran das dies auch für die Schwerbehindertenquote eingeführt wird eine Verpflichtung Arbeitnehmer einzustellen die schwerbehindert sind ohne das durch eine Ausgleichsgabe umgehen zu können. Selbstverständlich in allen Betrieben der freien Marktwirtschaft an denen es möglich ist Arbeitsplätze für Schwerbehinderte anzubieten und auch tatsächlich bereitzustellen und das nicht nur in der Theorie sondern in der Praxis umgesetzt. Aufgrund oben genannter Ausführungen,Begründungen und Nachweisen fordere ich die Einführung einer verpflichtenden Schwerbehindertenquote die nicht mehr einfach umgangen werden kann.

29.05.2016 (aktiv bis 20.07.2016)


Debatte auf openPetition

Noch kein PRO Argument.
>>> Schreiben Sie das erste PRO-Argument

Noch kein CONTRA Argument.
>>> Schreiben Sie das erste CONTRA-Argument



Dies ist eine Online-Petition des Deutschen Bundestags

>>> Link zur Seite des Deutschen Bundestags

Kurzlink