Ahmad Rahimi ist am 3.1.2016 aus Afghanistan nach Deutschland gekommen. Sein Antrag auf Asyl wurde am 23.12.2016 vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) abgelehnt. Am 22.02.2018 entscheidet das Verwaltungsgericht Düsseldorf über seinen Antrag. Sein Vater – Lehrer – wurde 2015 durch Taliban ermordet. Sie wollten von ihm, dass er nur den Koran lehrt und nicht die internationale Geografie und sie wollten auch seinen Sohn Ahmad in ihren Reihen haben. Nach dem Mord waren einige Taliban in Ahmad’s Heimatort Fariab durch afghanische Polizei inhaftiert worden. Die Taliban haben gedacht, dass Ahmad sie an die Polizei verraten hätte. Sie haben ihn dann zuhause gesucht und nicht gefunden. Für ihn und seine Mutter war klar: er muss fliehen! Im Herbst 2017 waren erneut Taliban gekommen und haben anstelle von Ahmad seinen Bruder mitgenommen. Dessen Schicksal ist seitdem unbekannt. Mit der Ablehnung eines solchen Asylantrags verweist Deutschland einen Asylbewerber zurück in ein Land, in welchem Verfolgung und Mord an der Tagesordnung sind! Auch wenn die Regierung in Berlin meint, es gäbe doch sichere Regionen in Afghanistan: Vor der Verfolgung durch Leute der Taliban gibt es keine sicheren Bezirke. Wir fordern daher Asyl bzw. Aufenthaltsrecht für Ahmad! Für das Recht auf Flucht!

Begründung

Ahmad's Lage zeigt, wie dringend die Gewährung des Asylrechts ist - für ihn persönlich, aber sicherlich auch für viele ähnliche Fälle.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Alfred Hölz aus Düsseldorf
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Neuigkeiten

  • Verwaltungsgericht Düsseldorf: Ahmad erhält kein Asyl

    Wir bedanken uns bei den 281 Unterzeichnern für die Unterstützung im Kampf um Asyl für Ahmad
    Ahmad hat sich über diese Unterstützung sehr gefreut.
    Im März erhielt er das Urteil des Verwaltungsgerichts Düsseldorf schriftlich. Das Urteil reiht sich ein in die lange Serie von Urteilen gegen Asylsuchende, denen nicht geglaubt wird.
    Ahmad bemerkte, dass an der vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) protokollierten Darstellung Unrichtigkeiten korrigiert werden müssen. Diese Widersprüche wurden direkt als Beweis für seine Unglaubwürdigkeit gewertet. Ahmad betont, dass er nach wie vor um sein Leben fürchten muss, wenn er wieder nach Afghanistan abgeschoben würde – selbst in Kabul. Die Taliban hatten seinen Vater (Lehrer) ermordet und haben ihn im Verdacht, diesen Mord angezeigt zu haben.
    Im November 2017 haben die Taliban dafür seinen Bruder entführt, was ihm vom deutschen Gericht nicht geglaubt wird. Die Rechtslage – so sagt das Urteil – würdigt nur eine besondere und außerordentliche Gefahr für Leib und Leben von Ahmad. Und diese sei nicht vorhanden.
    Außerhalb des „offiziellen“ juristischen Teils der Verhandlung beruhigte der Richter: Nach Afghanistan würden derzeit ja nur Kriminelle und „Identitätsverweigerer“ abgeschoben. Doch Beobachter weisen darauf hin, dass das nicht immer stimmt und wer weiss, wie lange das überhaupt noch gilt?
    Daher treten wir weiter ein für einen sofortigen Stopp von Abschiebungen auf antifaschistischer Grundlage. Gegenwärtig beraten und prüfen wir das mögliche weitere Vorgehen.
    Ahmad hat weiter Deutsch gelernt, ein Jahr in Praktikumsstellen gearbeitet und hofft auf einen Ausbildungsvertrag. Für das Bleiberecht von Ahmad!
    Uneingeschränktes Asylrecht für alle Unterdrückten auf antifaschistischer Grundlage!

  • Liebe Unterstützende,

    aufgrund eines Missverständnisses wurde die Petition für 12 Stunden geschlossen. Für Ahmad sollen und müssen wir jedoch weiter Unterschriften sammeln!

    Bitte verbreitet die Petition auch an Eure Freunde und Bekannte per E-Mail, Twitter und Facebook. Hier der Kurzlink: openpetition.de/!ahmad

    Vielen Dank für die Unterstützung!

  • Wir hatten als Schule beschlossen die Petition zu erstellen, aber haben uns umentschieden, da wir nun einen anderen Plan haben, der uns zu unserem Ziel führt.

    Vielen Dank für Ihre Mühen.

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Wenn der Asylantrag abgelehnt ist- was muss man dann noch diskutieren