Region: Germany
Health

Aufforderung zum Verbot von Werbung für alkoholische Getränke

Petition is directed to
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
314 Supporters 314 in Germany
1% from 50.000 for quorum
  1. Launched 23/06/2021
  2. Time remaining > 10 months
  3. Submission
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  5. Decision
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Ich möchte Werbung für alkoholhaltige Getränke verbieten, so wie es für die Tabakindustrie verboten wurde Werbung für Ihre Produkte in deutschen Medien zu schalten.

Reason

Eigene Gedanken:

Menschen mit einer Alkoholabhängigkeit können sich generell schon beim Anblick von alkoholhaltigen Getränken getriggert fühlen und im schlimmsten Fall Rückfällig werden. Da, egal wo man einschaltet (TV oder Internet-Entertainment) einem in der Werbung suggeriert wird, wie wohltuend und unabdingbar alkoholische Getränke für eine soziale Zusammenkunft (Treffen unter Freunden - mit oder ohne Anlass) ist.

Nachfolgend sind ein paar Infos zu den wirtschaftlichen Schäden von Alkohol in Deutschland aufgelistet. Die krankheitsbedingten Schäden (psychisch wie auch körperlich) wiegen jedoch individuell sehr höher. Alkohol ist eine Psychotrope Substanz, die das Wesen eines Menschen bei abhängigkeit wesentlich verändern kann. Der Ausweg aus der Alkoholsucht ist oftmals nur durch eine Entgiftung, mit anschließender Rehabilitation möglich. Nach der Rehabilitation ist man jedoch nicht geheilt oder gar Arbeitsfähig. Alkoholsucht begleitet den abhängigen i.d.R sein ganzes restliches Leben. Der tägliche Kampf dem Alkohol nicht erneut zu verfallen wiegt schwer. Umso schwerer wiegt daher auch die Werbung, welche suggeriert, Alkohol wäre die normalste Droge der Welt und würde keine Schäden anrichten - als seien die Betroffenen das Problem.

Infos:

https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/drogen-und-suchtbericht-2018-jeder-sechste-trinkt-zu-viel-alkohol-a-1233947.html

Zusammenschnitt diverser Quellen (alle per Google erreichbar):

Allgemeine Infos, die die Belastung der Volkswirtschaft durch Alkoholmissbrauch aufzeigen:

Jährlich verursacht Alkohol einen volkswirtschaftlichen Schaden von rund 26 Milliarden Euro, so der Gesundheitsreport 2012 der Barmer GEK.

Bei jedem fünften Arbeitsunfall ist Alkohol die Ursache.

Bei jeder sechsten Kündigung geht es um Alkoholmissbrauch.

Im Verlauf eines länger dauernden Alkoholmissbrauchs oder einer Alkoholabhängigkeit kann es auch zu psychischen Beeinträchtigungen kommen, die sich beispielsweise in häufigen Stimmungsschwankungen, Angstzuständen, Depressionen bis hin zu einer Suizidgefährdung bemerkbar machen können.

Infos 2018:

 Insgesamt 3 Millionen Erwachsene zwischen 18 und 64 Jahren hatten im Jahr 2018 in Deutschland eine alkoholbezogene Störung (Alkoholmissbrauch: 1,4 Millionen; Alkoholabhängigkeit: 1,6 Millionen).

Einnahmen 2018 durch Alkohol: 3.186 Mio Euro 

Ausgaben: In einer aktuellen Untersuchung beziffert der Gesundheitsökonom Dr. Tobias Effertz die direkten und indirekten Kosten des Alkoholkonsums in Deutschland auf rund 57,04 Milliarden Euro. Davon entfallen 16,59 Milliarden Euro auf direkte Kosten für das Gesundheitssystem (z.B. Behandlungskosten beim Arzt, Krankenhausaufenthalte und Medikamente) und 40,44 Milliarden Euro auf indirekte Kosten (z.B. Produktionsausfall durch krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit, Arbeitslosigkeit, Frühverrentung und vorzeitiger Tod).

Quelle: Effertz, T. (2020): Die volkswirtschaftlichen Kosten von Alkohol- und Tabakkonsum in Deutschland. In: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (Hrsg.): DHS Jahrbuch Sucht 2020. Lengerich: Pabst Science Publishers.

40 Milliarden € Krankheitskosten

Die direkten und indirekten Kosten alkoholbedingter Krankheiten werden pro Jahr auf 40 Milliarden Euro geschätzt. 

3,14 Milliarden € staatliche Einnahmen

Im Jahr 2017 betrugen die staatlichen Einnahmen aus Bier-, Schaumwein- und Spirituosensteuer 3,165 Milliarden Euro. Auf Wein wird in Deutschland keine Steuer erhoben. 

619 Millionen € für Werbung

Die Werbeaufwendungen für alkoholische Getränke in TV, Rundfunk, Plakatwerbung und Zeitungen/Zeitschriften betrugen 2017 rund 619 Millionen Euro. 

13.343 Unfälle im Straßenverkehr

In 2017 ereigneten sich insgesamt 13.343 Alkoholunfälle mit Personenschaden. Bei diesen Unfällen wurden 13.463 Menschen verletzt. Insgesamt starben 231 Menschen durch Alkoholunfälle.

231.291 Tatverdächtige unter Alkoholeinfluss

Im Jahr 2017 haben insgesamt 231.291 Tatverdächtige ihre Tat unter Alkoholeinfluss begangen. Das sind 10,9 Prozent aller Tatverdächtigen.

Gewalttaten unter Alkoholeinfluss

2017 wurden insgesamt 46.697 Gewalttaten unter Alkoholeinfluss verübt. Das sind 26,8 Prozent aller Tatverdächtigen im Bereich der Gewaltkriminalität.

Insbesondere bei schwerer und gefährlicher Körperverletzung inkl. der Verstümmelung weiblicher Genitalien prägt Alkoholeinfluss weiterhin die Tatbegehung in erheblichem Umfang. 40.565 (27,8%) solcher Taten wurden unter Alkoholeinfluss verübt.

30,5% (574) der Tatverdächtigen der Straftatengruppe Totschlag und Tötung auf Verlangen standen unter Alkoholeinfluss.

 

Quellen:

- Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen, Jahrbuch Sucht 2019

- BKA Bundeskriminalamt Wiesbaden 2018, www.bka.de

- Effertz 2015

Thank you for your support, Fabian Pfister from Glattbach
Question to the initiator

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News

Es ist wichtig, das Problem immer wieder in den Focus zu rücken und die scheinbare Normalität von Alkohol und seinen Folgen in Frage zu stellen.

No CONTRA argument yet.

Why people sign

  • 3 days ago

    Ich bin im Kreuzbund Diözesanverband Paderborn eV. als Gruppenleiter und im Vorstand tätig. Ich finde das es Zeit wird, das gegen die Gefahren des Alkoholkonsums etwas getan wird. Da bietet sich ein Verbot der Alkoholwerbung als erstes an. (wie bei der Tabakwerbung). Eine Werbung, die auf die Gefahren des Alkoholkonsums hinweist währe auch wichtig. Alkoholkonsum im öffentlichen Raum ist zu verbieten.

  • Not public Augsburg

    4 days ago

    Gruppenleiter einer Kreuzbund-SHG, somit das Thema immer präsent - es soll an betroffene Stellen immer wieder neu und brisant gerichtet werden um die Werbung einzudämmen und zumindest durch Unterlassen des MIßfallens nicht noch zu verstärken.

  • Jonas Kaiser Tübingen

    6 days ago

    Ich arbeite in der Suchtberatung und sehe was die Werbung bei Menschen, die eine Alkoholabhängigkeit haben, bewirkt - und somit viel Unheil generiert.

  • Rolf Fischerkeller Niedereschach

    6 days ago

    Ich bin selber betroffen. Heute weiß ich, dass Alkohol ein Zell-und Nervengift ist und wie die WHO in einer weltweit angelegten Studie festgestellt hat, schon in kleinen Mengen schädlich ist. Von daher gibt es keine verlässliche Mengenagabe über die Verträglichkeit, die Empfehlung der WHO ist eindeutig "Null Alkohol"!

  • Sonja Fink Mannheim

    9 days ago

    Hab ein Kind. Finde es nicht angebracht überall Alkohol zu sehen und somit in das Gedächnis zu rufen.

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