Aufhebung der Haltverbote in der südlichen Innenstadt Halle (Saale)

Petition richtet sich an:
Oberbürgermeister Alexander Vogt

285 Unterschriften

12 %
249 von 2.100 für Quorum in Halle (Saale) Halle (Saale)

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  1. Gestartet Mai 2026
  2. Sammlung noch > 2 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Oberbürgermeister Alexander Vogt

An die Stadt Halle (Saale), Stadtrat und Oberbürgermeister

Am 20. Mai 2026 hat die Stadt Halle (Saale) ohne vorherige Information oder Anhörung der betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner umfangreiche Park- und Haltverbote in der südlichen Innenstadt errichtet. Die Schilder wurden ohne erkennbaren Anlass, ohne öffentliche Ankündigung und ohne Beteiligung der Betroffenen aufgestellt.

Dies stellt eine erhebliche Einschränkung für die Menschen dar, die in diesem Stadtgebiet wohnen und leben. Viele Anwohnerinnen und Anwohner sind auf Parkplätze in unmittelbarer Wohnortnähe angewiesen - sei es aus gesundheitlichen Gründen, wegen des täglichen Berufsverkehrs oder aufgrund fehlender Alternativen im öffentlichen Raum. Durch die neuen Verbote entfällt ohne Vorwarnung und ohne angebotene Alternative ein erheblicher Teil des verfügbaren Parkraums.

Wir kritisieren ausdrücklich:
• die fehlende Information und Anhörung der Anwohnerschaft im Vorfeld
• das Fehlen einer nachvollziehbaren öffentlichen Begründung für diese Maßnahmen
• die Unverhältnismäßigkeit der Einschränkungen im Verhältnis zum erkennbaren Nutzen
• den Umstand, dass kein Ersatzparkraum geschaffen oder kommuniziert wurde
Verkehrsrechtliche Anordnungen nach §45 StVO bedürfen einer besonderen sachlichen Rechtfertigung. Diese ist für die Anwohnerinnen und Anwohner bislang nicht erkennbar.

Unsere Forderungen
1. Sofortige Aufhebung der am 20.05.2026 errichteten Park- und Haltverbote in der südlichen Innenstadt, soweit keine zwingende Rechtfertigung aus Gründen der Verkehrssicherheit besteht.
2. Offenlegung der verkehrsbehördlichen Anordnungen und ihrer Begründungen gegenüber der Öffentlichkeit.
3. Dialog mit den betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern vor jeder künftigen Maßnahme dieser Tragweite.
4. Verhältnismäßige Gestaltung etwaig notwendiger Verkehrsmaßnahmen mit angemessener Vorlauffrist und öffentlicher Ankündigung.

Begründung

Wir wohnen in der südlichen Innenstadt von Halle (Saale) und sind direkt betroffen.
Am 20. Mai 2026 wurden von der Stadt Halle ohne jede Vorankündigung, ohne Anwohnerbeteiligung und ohne erkennbare Begründung umfangreiche Park- und Haltverbote in unserem Wohngebiet aufgestellt. Über Nacht war ein erheblicher Teil des Parkraums, den wir als Anwohnerinnen und Anwohner seit Jahren nutzen, ersatzlos weggefallen.
Niemand hat uns informiert. Keine Postwurfsendung, kein Aushang, keine Bekanntmachung im Stadtanzeiger. Wir haben davon erfahren, als wir morgens vor der Tür standen und die Schilder sahen.

Das ist kein Kavaliersdelikt der Stadtverwaltung. Verkehrsrechtliche Anordnungen nach §45 Abs. 1 StVO dürfen nur aus Gründen der Sicherheit oder Ordnung des Verkehrs erlassen werden und müssen verhältnismäßig sein. Das Bundesverwaltungsgericht hat wiederholt bestätigt, dass Behörden bei der Anordnung von Verkehrszeichen eine Abwägung zwischen öffentlichem Interesse und den Belangen der Betroffenen vornehmen müssen (vgl. BVerwG, Urt. v. 13.12.1979, Az. 7 C 46.78).

Für uns bedeutet das konkret: Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht weit laufen können, finden keinen Parkplatz mehr in der Nähe ihrer Wohnung. Familien mit Kindern, Pflegebedürftige, Berufstätige mit Schichtdienst - sie alle sind betroffen. Alternativen wurden weder angeboten noch kommuniziert.

Wir haben die Stadt bereits schriftlich um Auskunft über die Rechtsgrundlage und Begründung dieser Maßnahmen gebeten. Wir behalten uns rechtliche Schritte vor.
Diese Petition richtet sich an den Stadtrat und den Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale) mit der klaren Botschaft: Eine Stadtverwaltung, die so mit ihren Bürgerinnen und Bürgern umgeht, handelt nicht im Geist einer offenen und bürgernahen Demokratie.

Bitte unterstützen Sie uns.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Kristin Hoppe, Halle
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 20.05.2026
Sammlung endet: 19.11.2026
Region: Halle (Saale)
Kategorie: Bürgerrechte

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Neuigkeiten

  • Kleine Korrektur

    am 27.05.2026

    Korrektur zu unserem letzten Update:

    Wir haben im Update geschrieben, dass Stadtrat Guido Haak das Thema in der Stadtratssitzung angesprochen hat. Das ist nicht korrekt. Es war seine Kollegin Stadträtin Claudia Schmidt, die das Anliegen am 27.05.2026 in der Sitzung eingebracht hat. Herr Haak hat unser Anliegen aufgenommen und an Frau Schmidt weitergeleitet - wofür wir beiden herzlich danken.

    Wir entschuldigen uns für die Ungenauigkeit.

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    wir haben großartige Neuigkeiten - eure Unterschriften zeigen Wirkung!

    Dank eurer Unterstützung hat unsere Petition den Stadtrat erreicht. CDU-Stadtrat Guido Haak hat uns direkt über openPetition kontaktiert, das Thema in der Stadtratssitzung am 27.05.26 angesprochen und an seine Kollegin Stadträtin Claudia Schmidt weitergeleitet. Wir sind sehr dankbar für dieses schnelle und konstruktive Engagement!

    Das ist bisher passiert:

    Der Oberbürgermeister hat sich in einer Instagram-Story bei den Anwohnern für die fehlende Vorabinformation entschuldigt. Das ist ein erstes Zeichen - ändert aber noch nichts an der Situation vor Ort.

    Wichtiger: Stadtplanungsbeigeordneter Rebenstorf hat ein Gespräch angeboten. Dabei soll ausdrücklich auch der Vorschlag des aufgesetzten Parkens auf dem Gehweg besprochen werden, der in euren Kommentaren so oft genannt wurde. 

    Was jetzt kommt:

    Wir werden dieses Gespräch wahrnehmen und eure Vorschläge und Anliegen konkret einbringen. Wir bleiben dran und halten euch auf dem Laufenden.

    Bitte teilt die Petition weiter - je mehr Unterschriften, desto stärker unsere Position am Verhandlungstisch.

    Vielen Dank für eure Solidarität!

    Kristin Hoppe und die Anwohnerinnen und Anwohner der Wittestraße

  • Sehr geehrte Unterstützende,

    die Petition wurde gemäß unserer Nutzungsbedingungen überarbeitet. Die temporäre Sperrung wurde wieder aufgehoben und die Petition kann nun weiter unterzeichnet werden.

    Wir bedanken uns für Ihr Engagement!

    Ihr openPetition-Team

Das im Jahr 2024 beschlossene Parkraumkonzept betraf das Johannes- und Riebeckviertel – die Torstraße und Wittestraße waren gar nicht Teil dieses Verfahrens. Die jetzigen Halteverbote und der massive Wegfall der Parkplätze treffen uns hier vor Ort akut und ohne Vorwarnung.

Erst mal ganz grundsätzlich: Es gibt keinen Anspruch auf einen Privatparkplatz im öffentlichen Raum. Das muss jemandem, der ein Auto kauft oder in ein bestimmtes Wohnviertel zieht, von vorn herein klar sein. Und auch ein Gewohnheitsrecht gibt es nicht, dass Dinge, die einst üblich waren, für immer Bestand haben. Weiterhin ist die Stadt nicht dafür zuständig, irgendwelchen Leuten einen Privatparkplatz zur Verfügung zu stellen. Sicherheit und Ordnung für alle gehen vor Bequemlichkeit Einzelner.

Warum Menschen unterschreiben

Ich bin Eigentümerin der Wittestraße 4. Nach dem errichten des Halteverbot haben meine Mieter gekündigt und ich finde auch keine neuen Mieter weil mein Haus nicht über Parkmöglichkeiten verfügt.

Wenn wir uns um das Haus kümmern, dann benötigen wir einen Parkplatz in der Nähe von dem Haus. Des Weiteren gibt es sehr wenig Parkplätze in der Innenstadt und durch den Wegfall wird es für Mieter noch schwieriger, einen Parkplatz zu finden.

Wenn ich meine Kinder besuche bekomme ich keinen Parkplatz. Die Parkplatzmöglichkeiten sind nicht ausreichend.

der allgegenwärtige Behördenterror (besonders "Ordnungsamt" ) war ein wichtiger Grund für uns aus der Saalestadt wegzuziehen.

Das ist eine Katastrophe wenn ich aus der Spätschicht von der Arbeit komme muss ich 1 Stunde ein Parkplatz suchen
Dann sollte wenigstens Anwohner Parkplatz gemacht werden das hilft etwas und ich hören von der Stadt es geht nicht doch andere Seite ist es auch

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